Auszug - Aktuelle Plakataktion der Stadt Salzgitter; Gemeinsame Anfrage der Ratsfraktionen SPD, M.B.S. und Bündnis 90/Die Grünen vom 07.11.2016 in der Sitzung des Rates am 09.11.2016

2. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter
TOP: Ö 6.8
Gremium: Rat der Stadt Salzgitter Beschlussart: Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung
Datum: Mi, 21.12.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 14:00 - 16:00 Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal
Ort: Rathaus SZ-Lebenstedt
0077/17-AW Aktuelle Plakataktion der Stadt Salzgitter;
Gemeinsame Anfrage der Ratsfraktionen SPD, M.B.S. und Bündnis 90/Die Grünen vom 07.11.2016 in der Sitzung des Rates am 09.11.2016
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:01 - Strategische Planung, Fachbereichsleiterin und Pressesprecherin   
 
Beschluss

 

Aktuell ist die Stadt mit einer Imagekampagne in die Öffentlichkeit getreten. Als Partner treten dabei die Stadt Salzgitter, die Wohnbau Salzgitter, die WIS Salzgitter und die Salzgitter AG auf. Eine Imagekampagne haben auch SPD, MBS und Bündnis 90 / Die Grünen in ihrer Vereinbarung zur laufenden Ratswahlperiode angeregt und begrüßen daher Schritte, um die Stadt Salzgitter innerhalb der Stadt, aber auch regional und überregional, besser zu vermarkten. Die fehlende Einbeziehung des Rates der Stadt Salzgitter, die konkrete Umsetzung mittels der Plakate und die den Ratsgremien nicht bekannt gemachte konkrete Zielsetzung haben aber zu Diskussionen in den Fraktionen geführt.

 

Zu dem Themenkomplex "Imagekampagne" bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Wer hat diese Kampagne wann veranlasst?
  2. Seit wann werden die mit der Kampagne verknüpften Maßnahmen oder die Kampagne an sich geplant?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Idee zu dieser Kampagne entwickelte sich im Anschluss an das 90-hrige Jubiläum der Wohnbau Salzgitter (Sommerfest am 11.06.2016), die in diesem Jahr für das Jubiläum mit einem entsprechenden Motiv warb und große positive Resonanz erfuhr.

Mit dem Vorschlag diese Aktion auszuweiten, um nachhaltiger für die Qualität von Leben und Wohnen in Salzgitter zu werben, kamen der Geschäftsführer der WBV Wohnbau Betreuungs & Verwaltungs GmbH Salzgitter und das Aufsichtsratsmitglied der Wohnbau Salzgitter Christian Heinrich (Vertreter der Salzgitter AG) auf die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH (WIS) und in einem weiteren Schritt schließlich auf die Stadt Salzgitter zu.

 

  1. Wie hoch sind die Kosten der gesamten Kampagne und aus welchem Haushaltstitel werden sie finanziert?

 

Antwort der Verwaltung:

Der Beitrag der Stadt Salzgitter erfolgt nicht in Geldleistung.

Die Stadt Salzgitter beteiligt sich an den Kosten der Kampagne ausschließlich durch die Zurverfügungstellung von nicht in Anspruch genommenen Freikontingenten an Medialeistungen der stroer-Gruppe.

Es handelt sich um eine Kooperation mit einem externen Partner, sodass lediglich eine Aussage zu den Kosten, die die Gesellschaften tragen, erfolgt.

WIS und die WBV Wohnbau Betreuungs & Verwaltungs GmbH Salzgitter (WBV) beteiligen sich an der Gesamtkampagne mit maximal jeweils 50.000 €.

 

 

  1. Welches Gesamtkonzept steht hinter der Kampagne?
  2. Welche Ziele werden mit der Maßnahme verfolgt?

 

Antwort der Verwaltung:

Das übergeordnete Ziel der Kooperationspartner ist es für Salzgitter zu werben und so die Wahrnehmung und Wertschätzung unserer Stadt zu verbessern. Alle Akteure sind sich einig, dass Salzgitter eine Menge zu bieten hat.

 

Salzgitter sowohl in einzelnen Handlungsfeldern als auch in seiner Gesamtheit voranzubringen ist das Ziel aller an der Kampagne Beteiligten. 31 Stadtteile stehen für Vielfalt einer Großstadt! Die Stadt hat viele Pfunde zum Wuchern, die Anlass und Inhalte für eine selbstbewusste Werbekampagne liefern.

Die konsequente Entscheidung nachhaltig in Bildung und Familie zu investieren und somit in die Zukunft, zeigt Wirkung. Salzgitter wächst kontinuierlich.

Neben gut saniertem, barrierearmem, seniorengerechtem und damit familientauglichem Wohnraum bietet Salzgitter ein hohes Maß an Lebensqualität. Und mit fünf Großbetrieben und einem soliden, vitalen  Mittelstand stellt Salzgitter einen attraktiven Wirtschaftsstandort dar.

Auf diese Bezugsfelder sind die drei Phasen der Kampagne ausgerichtet.

 

Auf Großflächen, Litfaßulen und in Linienbussen verdeutlichen freundlich humorvolle Plakatmotive in Salzgitter, aber auch in Braunschweig, Goslar, Wolfenbüttel und Wolfsburg, "Salzgitter lohnt sich".

 

Und das in vielerlei Hinsicht:

  •             Als Standort zum Leben,
  •             mit Räumen zum Wohnen
  •             und mit Flächen für die Wirtschaft.

Die erste Phase im 4. Quartal 2016 stellt Motive zum Themenfeld „Standort zum Leben“ dar.

 

 

  1.          Welche Gesellschaften und Verwaltungsorgane sind involviert?

 

Antwort der Verwaltung:

Die beteiligten Gesellschaften wurden bereits benannt. Beteiligtes Organ im Sinne von § 7 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) ist der Oberbürgermeister, der die Kampagne im Rahmen der Geschäfte der laufenden Verwaltung gemäß Paragraf 85 Abs. 1 Satz 7 NKomVG städtischerseits begleitet.

 

 

  1.          Wer genehmigt abschließend die Gestaltung und Durchführung der einzelnen Plakate und Bausteine?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Kooperationspartner erteilen die Genehmigung.

 

 

  1.          Welche Rolle spielt bei der Kampagne die für das Stadtmarketing  zuständige Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft Salzgitter? Ist diese hier federführend tätig?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH ist einer der Kooperationspartner der Kampagne und hat die kaufmännische Verwaltung und Abwicklung der Kampagne übernommen.

 

 

  1. Welche Kosten sind für die bisherigen Maßnahmen dieser Kampagne entstanden?

 

Antwort der Verwaltung:

Bis zum 31. Dezember 2016 sind insgesamt ca. 52.000 € an Kosten entstanden. Dies beinhaltet die Agenturkosten für die Entwicklung der Kampagne sowie die Umsetzung der ersten Phase.

 

 

  1. Welche weiteren Schritte in dieser Kampagne sind geplant und welche finanziellen Mittel werden dafür bereitgestellt bzw. sollen dafür bereitgestellt werden?

 

Antwort der Verwaltung:

Im Jahr 2017 folgen weitere Plakataktionen zu den Bereichen „ume zum Wohnen“ und „Flächen für die Wirtschaft“. Die Finanzierung erfolgt unter den in der Antwort zu Frage 3 skizzierten Modalitäten.

 

 

  1.     Wie wurden die politischen Gremien über diese Imagemaßnahmen informiert?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Ratsmitglieder haben diese Imagemaßnahmen wie jeder Bürger und jede Bürgerin im öffentlichen Raum wahrnehmen können. Dieser Aha-Effekt war bewusst so geplant, um ein möglichst authentisches Empfinden für diese Kampagne auch bei den Ratsmitgliedern zu erzielen.

 

 

  1.     Ist es aus Sicht der Verwaltung erforderlich, den Rat der Stadt Salzgitter im Vorfeld bei der Entwicklung und bei der Umsetzung einer Imagekampagne einzubeziehen? Wenn ja, warum ist es hier nicht geschehen? Wenn nein, warum nicht?

 

Antwort der Verwaltung:

Art und Umfang der aktuellen Imagekampagne beziehungsweise Plakataktion begründen sich in der organspezifischen Kompetenz des Oberbürgermeisters und erforderten keine Gremienbeteiligung. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.

 

 

  1.     Sind die Plakate aus Sicht der Verwaltung gelungen?

 

Antwort der Verwaltung:

Ja, sehr.

 

 

  1.     Ist aus Sicht der Verwaltung die Lesbarkeit der Plakate für AutofahrerInnen und FußngerInnen an jedem der Standorte gegeben? Wenn nein, warum nicht?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Lesbarkeit der Plakate wird grundsätzlich für gut befunden, allerdings wird eingeräumt, dass diese Einschätzung durchaus variieren kann. So wird eine Fußngerin mit normalem Schritttempo die Lesbarkeit der Botschaften auf den Plakaten positiver beurteilen als ein Kraftfahrer, der mit 50 km/h eine Großleinwand passiert.

 

 

  1.     Wie und wann wird diese Kampagne von wem evaluiert?

 

Antwort der Verwaltung:

Ob und inwieweit eine Evaluation der Kampagne stattfinden soll, wird zwischen den Beteiligten noch abzustimmen und zu entscheiden sein.

In jedem Fall ist es aus Sicht der Verwaltung ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Eine Vielzahl zustimmender Reaktionen bestätigt diese Einschätzung.

 

Es wird daher positiv zur Kenntnis genommen, dass auch „die Ratsfraktionen der SPD, der M.B.S und Bündnis 90/Die Grünen Schritte, um die Stadt Salzgitter innerhalb der Stadt, aber auch regional und überregional, besser zu vermarkten, anregen und begrüßen.

 

 

Ratsherr Pitkamin stellt zur der Anfragenbeantwortung folgende Nachfragen:

 

Zur Antwort der Verwaltung zur Frage 3:

 

Welche Kosten stecken hinter den Geldwertenleistungen?

 

Zur Antwort der Verwaltung zur Frage 8:

 

Hat die Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH Einfluss auf die Gestaltung?

 

Zur Antwort der Verwaltung zur Frage 14:

 

Ist es möglich die Gestaltung im Sinne einer besseren Lesbarkeit zu ändern?

 

 

Die Verwaltung wird die Nachfragen schriftlich beantworten.

 

Der Rat nimmt die Anfragenbeantwortung zur Kenntnis.