Auszug - Bebauungsplan Lich 24 für SZ-Lichtenberg "Westlich Stukenberg, 2. Bauabschnitt" Beschluss zur öffentlichen Auslegung

4.öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordwest
TOP: Ö 3.1
Gremium: Ortsrat der Ortschaft Nordwest Beschlussart: Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung
Datum: Mi, 26.04.2017 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 19:25 Anlass: Sitzung
Raum: Feuerwehrhaus Salzgitter-Lichtenberg
Ort: Burgbergstraße 24, 38228 Salzgitter
0389/17 Bebauungsplan Lich 24 für SZ-Lichtenberg "Westlich Stukenberg, 2. Bauabschnitt"
Beschluss zur öffentlichen Auslegung
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
 
Beschluss

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stimmt dem Entwurf des Bebauungsplans Lich 24 r SZ-Lichtenberg Westlich Stukenbergweg, 2. Bauabschnitt“ (Anlage 3) und dem Entwurf der Begründung (Anlage 4) zu und beschließt sie gemäß § 3 Abs. 2 BauGB zur öffentlichen Auslegung.

Sachverhalt:

Im Stadtteil SZ-Lichtenberg besteht eine erhebliche Nachfrage nach Wohnbauland, insbesondere für den Einfamilienhausbau. Das vorhandene Neubaugebiet westlich des Stukenbergweges ist mittlerweile vollständig vermarktet. Um eine angemessene Versorgung der Bevölkerung mit Bauland zu ermöglichen ist die Aufstellung des Bebauungsplans erforderlich. Der wirksame Flächennutzungsplan der Stadt Salzgitter stellt das Plangebiet als Wohnbaufläche dar.

 

Das ca. 3,1 ha große Plangebiet (Geltungsbereich 1) grenzt direkt südlich an das Neubaugebiet westlich des Stukenbergweges an. Die Fläche wird bislang überwiegend als Ackerfläche und Pferdeweide genutzt.

Das Ziel der Planung ist die Festsetzung eines allgemeinen Wohngebietes zur Schaffung von Bauplätzen für ca. 35 eingeschossige Eigenheime und ca. 3 zweigeschossige Mehrfamilienhäuser, um der hohen Nachfrage nach Baugrundstücken gerecht zu werden. Am Süd- und Westrand der Bauflächen erfolgt die Festsetzung von fünf, bzw. acht Meter breiten Pflanzstreifen zur Anlage einer Hecke.

 

Die Erschließung erfolgt über die Anbindung an den Stukenbergweg und an die Straße Unter der Burg. Die Rückhaltung des Niederschlagswassers erfolgt durch Zisternen auf den nftigen Baugrundstücken. Eine entsprechende Festsetzung zur Sicherung der Rückhalteflächen auf den Baugrundstücken ist in den Bebauungsplan aufgenommen. Der von Obstbäumen flankierte Feldweg im Süden des Plangebietes wird planungsrechtlich gesichert. Der Abstand des Baugebietes zum Wald der Lichtenberge beträgt mindestens 160 m. Der raumordnerisch geforderte Mindestabstand von 100 m zwischen Wohnbebauung und Wald wird damit sicher eingehalten.

 

Zum Ausgleich der Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft sind zwei externe Ausgleichsflächen erforderlich. Der Geltungsbereich 2 grenzt südwestlich an das Baugebiet an. Die Fläche der ehemaligen Badeanstalt wird ökologisch aufgewertet. Ziel der Ausgleichsmaßnahme ist die Renaturierung des Lütjenbergbaches zu einem naturnahen Bach. Hierzu werden die Staumauer und die Verrohrung bis zur Querung des Wirtschaftsweges vollständig zurückgebaut.

Der Geltungsbereich 3 umfasst eine Fläche des Ökokontos der Stadt Salzgitter und liegt südwestlich des Hillenholzknotens in der Gemarkung Hallendorf. Diese Fläche ist als Streuobstwiese hergerichtet. Aufgrund dieser Ausgleichsfläche ist die Beteiligung des Ortsrates der Ortschaft Ost erforderlich.

 

Der Verwaltungsausschuss hat in der Sitzung am 26.05.2015 den Aufstellungsbeschlussr den Bebauungsplan gefasst. Der Ortsrat der Ortschaft Nordwest hat in diesem Zusammenhang angeregt, auch Flächen für Eigentumswohnungen und für seniorengerechtes Wohnen zu schaffen. Dieser Anregung wurde insoweit nachgekommen, dass für einen Teilbereich direkt am Stukenbergweg eine zweigeschossige Bebauung ohne Beschränkung der Anzahl der Wohneinheiten zulässig ist.

 

Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger sonstiger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB sowie der Nachbargemeinden gemäß § 2 Abs. 2 BauGB  wurde vom 17.07.2015 bis 24.08.2015 durchgeführt. Es wurden 13 Stellungnahmen abgegeben. Den Forderungen der Landwirtschaftskammer zum Erhalt des Wirtschaftsweges, zur Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen und zur Begründung der Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Flächen für den Wohnungsbau wurde entsprochen. Der Anregung der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel zur Regelung der Gestaltung von Hecken, Mauern und Zäune im Bereich der Grundstückszufahrten wurde nicht gefolgt. Die Voraussetzungen für eine Festsetzung im Bebauungsplan nach dem Festsetzungskatalog nach § 9 Baugesetzbuch (BauGB) bzw. einer örtlichen Bauvorschrift nach § 86 Niedersächsische Bauordnung (NBauO) liegen nicht vor.

 

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB fand vom 18.02.2016 bis  03.03.2016  statt. Es sind keine Stellungnahmen eingegangen.

Beratungsergebnis:

Die Verwaltung erläutert die Beschlussvorlage und beantwortet anschließend die Fragen der Mitglieder des Ortsrates Nordwest.

Ortsrat Nordwest regt an, dass die Verwaltung prüft, ob in diesem Bereich noch eine Busverbindung entstehen kann, da die vorhandene Busverbindung dann bei der Umsetzung des Bebauungsplanes nicht ausreichend sein wird und für ältere Menschen schwer zu erreichen ist.

 

Der Ortsrat der Ortschaft Nordwest empfiehlt einstimmig dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen