Auszug - Anfragenbeantwortung i. S. von "Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist; Anfrage der FDP-Ratsfraktion vom 23.01.2018 in der Sitzung der Ratssitzung am 31.01.2018

15. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter
TOP: Ö 6.8.1
Gremium: Rat der Stadt Salzgitter Beschlussart: Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung
Datum: Mi, 31.01.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:34 - 17:39   (öffentlich ab 16:02) Anlass: Sitzung
Raum: Ratssaal
Ort: Rathaus SZ-Lebenstedt
1555/17-AW Anfragenbeantwortung i. S. von "Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist; Anfrage der FDP-Ratsfraktion vom 23.01.2018 in der Sitzung der Ratssitzung am 31.01.2018
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
 
Beschluss

Mitteilung:

 

Die FDP-Ratsfraktion bittet um die Beantwortung der Frage, ob sich die Stadt Salzgitter um die Förderung des Bundes bei dem Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ beworben hat.

 

Falls ja, hat die Stadt eine Förderung erhalten, wie hoch ist die Förderung? Wurden durch die Förderung neue Fachkräfte für die Umsetzung des Programms eingestellt und welche anderweitigen Projekte wurden durch die Förderung verwirklicht?

 

Falls nein, warum ist eine Bewerbung nicht erfolgt?

 

(Durch das Programm werden aktuell bis zu 7.000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in Kitas und in der Fachberatung gefördert.)

 

Die Verwaltung antwortet wie folgt:

 

Die Stadt Salzgitter nimmt an diesem Bundesprojekt mit derzeit 17 Kitas teil. In der ersten Förderwelle von 2015-2019 wurden 5 Kitas in die Förderung aufgenommen. In der zweiten Förderwelle von 2016-2020 waren es 12 Kitas. Damit sind derzeit 17 Personen in diesem Bundesprojekt tätig. Teilweise konnten hierdurch Arbeitsverträge aufgestockt oder Neueinstellung getätigt werden.

 

Bereits in der Vorgängerform des Projektes von 2011 bis 2015 waren Kitas aus Salzgitter beteiligt. Das Projekt wird sehr gut von den Kitas angenommen und unterstützt zudem das Sprachförderprogramm „Sprache und Sprechen leben“ der Stadt Salzgitter. Es sind fast alle Ortschaften mit Kindertagestätten im Bundesprojekt vertreten. Sollte eine Verlängerung angeboten werden, wird sich die Stadt gegenüber den Kitaträgern um eine Beantragung der Fortsetzung bemühen.

 

Die Stadt Salzgitter erhält keine direkte Förderung, da sie keine eigenen Kitas unterhält. Die Einnahmen fließen direkt an die Kitaträger, welche wiederum davon Personal- und Sachkosten in den Kindertagesstätten finanzieren. Minimale Mehrkosten für besonders erfahrenes, ausgebildetes Fachpersonal werden in den Betriebskosten der Kitas zusätzlich abgerechnet. Dies ist jedoch nur in wenigen Kindertagesstätten der Fall.

 

Die Fachberatung im Bundesprojekt wird derzeit von 2 Personen wahrgenommen.  Die erste Förderwelle wird von einer Mitarbeiterin des Paritätischen betreut, welche auch parallel die Sprachbeauftragte der Stadt Salzgitter ist. Sie ist beim Paritätischen BS/SZ angestellt, welcher auch die Abrechnung und die Einnahmeverwaltung direkt übernimmt.

 

Die zweite Förderwelle wird von einer Mitarbeiterin der Kath. Kirchengemeinde St. Marien in Salzgitter-Bad betreut. Auch hier wurde die Abrechnung und die Einnahmeverwaltung an jene übertragen.

 

Beide Fachberatungen sind im Verbund tätig und damit auch für die beteiligten Kitas der Landkreise Peine, Wolfenbüttel und Goslar zuständig.

 

Die Stadt Salzgitter ist im Bereich der Fachberatung lediglich an den Fahrtkosten beteiligt, die aus den Projektmitteln der Stadt Salzgitter für die Sprachförderung übernommen werden. Da beide auch im Rahmen der Projekte „Inklusion durch Enkulturation“ und „Sprache und Sprechen leben“ als Honorarkräfte tätig sind, können in Salzgitter hohe Synergieeffekte für die kindliche Sprachentwicklung durch Sprachbildung/ Sprachförderung im frühkindlichen Bereich erzielt werden. 

 

Die Nutzung der Projektmittel für andere Maßnahmen wird in der zugrundliegenden  Richtlinie ausgeschlossen.

 

Der Rat nimmt die Anfragenbeantwortung zur Kenntnis.