Auszug - Anfragenbeantwortung i.S. Anlegen von Gewässerschutzstreifen an den Fließgewässern der Stadt Salzgitter. Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen Ratsfraktion vom 10.09.2019 im Betriebsausschuss SRB am 17.09.2019.

29. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses SRB
TOP: Ö 5.2
Gremium: Betriebsausschuss SRB Beschlussart: Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung
Datum: Di, 21.01.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:05 - 17:12 Anlass: Sitzung
Raum: SRB/Sozialraum, Korbmacherweg 5
Ort: 38226 Salzgitter
3275/17-AW Anfragenbeantwortung i.S. Anlegen von Gewässerschutzstreifen an den Fließgewässern der Stadt Salzgitter.
Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen Ratsfraktion vom 10.09.2019 im Betriebsausschuss SRB am 17.09.2019.
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
 
Wortprotokoll

Die Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen Ratsfraktion wird wie folgt beantwortet:
 

 

Frage 1:

An welchen Uferbereichen von Fließgewässern ist die Stadt Salzgitter Eigentümer?

 

Antwort der Verwaltung:

Die städtischen Flächen, die an Gewässer angrenzen, sind der auf der Internetseite der Stadt Salzgitter veröffentlichten Karte zu entnehmen:

https://www.salzgitter.de/rathaus/fachdienstuebersicht/umwelt/sp_auto_1444.php

Frage 2:

Wie breit sind diese Uferbereiche?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Grundstücke grenzen überwiegend direkt an die Gewässer an.

 

Frage 3:

Ist es möglich, an den stadteigenen Uferbereichen einen beidseitigen Gewässerschutzstreifen (3 m breit) und/oder einen einseitigen Gewässerschutzstreifen (5 m breit) anzulegen?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Möglichkeit besteht bei angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen grundsätzlich.

 

Frage 4:

Welche dieser Uferbereiche sind für die Entwicklung und die Bepflanzung mit standortheimischen und standortgerechten Gehölzen und/oder mit einer geschlossenen Pflanzendecke geeignet? In beiden Fällen soll eine eigendynamische Entwicklung möglich sein?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Möglichkeit zur eigendynamischen Entwicklung eines Gewässers kann nur nach Prüfung der örtlichen Gegebenheiten festgestellt werden. Dazu bedarf es jedoch eines Entwicklungskorridors beidseitig. Derzeit lässt die Verwaltung ein Maßnahmen- und Handlungskonzept für Fließgewässer erarbeiten. In diesem Zuge werden auch die Möglichkeiten der eigendynamischen Entwicklung, des Anlegens von Entwicklungskorridoren u.ä. untersucht. In der Zukunft soll für jedes Fließgewässer in Salzgitter ein Maßnahmen- und Handlungskonzept vorliegen, mit dessen Hilfe konkrete umsetzbare Maßnahmen getroffen werden sollen.

In der Anlage - Gewässerrandstreifen an städtischen Grundstücken- sind die städtischen Uferbereiche aufgelistet, für die bereits in der Vergangenheit die Möglichkeit der Bepflanzung, Pflege und Entwicklung festgestellt und durchgeführt wurde. Die Gewässerrandstreifen haben unterschiedliche Breiten.

Die Randstreifen sind bereits seit 1993 pachtvertraglich gesichert; ihre Auswahl erfolgte anhand der damals in städtischem Besitz befindlichen Flächen.

 

Frage 5:

Welche Kosten entstehen für das Anlegen einer geschlossenen Pflanzendecke?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Kosten können nicht pauschal beziffert werden. Für eine Grünansaat sind incl. dreijähriger Pflege durchschnittlich 1,00 €/m² (ohne Begrenzungspfähle) zu veranschlagen.

 

Frage 6:

Welche Kosten entstehen bei einer Bepflanzung mit standortheimischen und standortgerechten Gehölzen, wie z.B. Erlen?

 

Antwort der Verwaltung:

Für eine Bepflanzung mit mehrreihigen Strauchreihen oder Strauchgruppen sind incl. dreijähriger Anwuchspflege durchschnittlich 9,00 €/m² zu veranschlagen.

 

Frage 7:

Können für das Anlegen von Gewässerschutzstreifen Fördermittel eingeworben werden?

 

Antwort der Verwaltung:

Derzeit bietet das Förderprogramm für Fließgewässerentwicklung eine Fördermöglichkeit zum Anlegen von Gewässerrandstreifen. Es ist davon auszugehen, dass diese Möglichkeit in der nächsten Förderperiode weiterhin besteht.

 

Beratungsergebnis:

Der Betriebsausschuss SRB nimmt die Anfragenbeantwortung zur Kenntnis.