Auszug - Bericht des Gesundheitsamtes über die Gesundheit und soziale Situation von Schulkindern 2000/2001 - Vorlage Nr. 0289/14 -

5.öffentlichen/nichtöffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses
TOP: Ö 3
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung
Datum: Do, 13.06.2002 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 16:40 Anlass:
Raum: Sitzungszimmer Créteil (64)
Ort: Rathaus SZ-Lebenstedt
 
Wortprotokoll

Wortprotokoll:

Wortprotokoll:

Aus dem Bericht des Gesundheitsamtes über die Gesundheit und soziale Situation von Schulkindern 2000/2001 sind unter anderem die gesundheitlichen und vor allem motorischen Defizite von Kindern erkennbar.

So wird beispielsweise in  der Zusammenfassung der Auffälligkeiten bei Kindern aus niedriger Bildungsschicht deutlich:

über 40 % der Salzgitteraner Bevölkerung gehören zur Gruppe mit niedrigem Bildungsniveau,

annähernd 60 % der Kinder mit Bedenken gegen die Einschulung gehören der niedrigen Bildungsschicht an,

etwa die Hälfte der Kinder aus der niedrigen Bildungsschicht haben keine U 9 oder kein Vorsorgeheft,

Kinder aus dem unteren Bildungsbereich haben doppelt so häufig Sprachauffälligkeiten wie die Kinder aus dem oberen Bereich,

fast die Hälfte der Kinder aus dem unteren Bildungsbereich sind unzureichend gegen vermeidbare Infektionskrankheiten geschützt,

55 % der abklärungsbedürftigen und 48 % der förderbedürftigen Bewegungsstörungen entfallen auf Kinder aus dem unteren Bildungsquartil.

 

Der Ausschuss regt an, die Eltern der Kindergartenkinder verstärkt auf die Notwendigkeit der Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen. Angeregt wird die Bildung einer Arbeitsgruppe. Hierzu teilt die Verwaltung aufklärend mit, dass Fachämter, Kindertagesstätten und andere Fachleute bereits vor 2 Jahren einen Arbeitskreis gebildet hätten, wo beispielsweise über die Entwicklung von Vorsorgekonzepten beraten werde.

 

Der Ausschuss sieht in der Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten eine Maßnahme, mit der bereits kurzfristig Verbesserungen möglich sein könnten.

 

Die Mitglieder des Ausschusses nehmen die Vorlage zur Kenntnis.