Vorlage - 3172/15

Betreff: Vorschläge für die Namensgebung der geplanten Tank- und Rastanlage an der A 39 bei Salzgitter-Sauingen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
17.12.2008 
23. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.     Die Stadt Salzgitter schlägt der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover, für die Namensgebung der geplanten Tank- und Rastanlage die Bezeichnung „Salzgitter“ vor.

 

2.     Sollte die Bezeichnung „Salzgitter“ nicht realisierbar sein, schlägt die Stadt Salzgitter alternativ den Namen „Salzgitterhüttenblick“ vor.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Im Zuge des Ausbaus der A 39 wird bei km 20,500 eine neue Tank- und Rastanlage als Ersatz für den Standort Rüningen geplant.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover, ermittelt dabei zur Zeit im Rahmen einer verkehrsbehördlichen Anhörung einen abgestimmten Namensvorschlag entsprechend der geltenden Richtlinien.

Nach § 1 Nr. 5 des Bundesfernstraßengesetzes (FStrG) bestimmt der Bund die Nummerierung und Bezeichnung der Bundesfernstraßen.  Dazu gehört u. a. die Namensgebung von Anschlussstellen und Tank- und Rastanlagen.

Nach den "Vorläufigen Hinweisen für Rastanlagen an Straßen bezüglich Autobahnrastanlagen" (VHRR) sind für bewirtschaftete Rastanlage einprägsame, landschaftsbezogene Namen zu wählen, die auf Vorschlag der Auftragsverwaltung vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung festgelegt werden.
 

Mit den Vorgaben will das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

?         vermeiden, dass es zu Verwechselungen mit Anschlussstellen kommt,

?         der Region die Möglichkeit geben, landschaftstypische Besonderheiten anzugeben und

?         Verwechselungen mit anderen Rastanlagen ausschließen.

Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Städtenamen im Namen der Rastanlage enthalten sind (z. B. bei der Rastanlage Hildesheimer Börde). Allerdings ist ein eindeutiger Bezug zur Landschaft erforderlich.

Der bisherige im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens verwendete Namen „Salzgau“ wird seitens der Stadt Salzgitter und der Bevölkerung strikt abgelehnt. Die Stadt Salzgitter schlägt daher der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine andere Bezeichnung vor.

 

Entsprechend der Beschlussvorlage 2859/15-2 „Planfeststellungsverfahren Bundesautobahn A 39 – Neubau einer Tank- und Rastanlage in der Stadt Salzgitter“ ist dem Rat der Stadt Salzgitter ein Namensvorschlag zum Beschluss zu unterbreiten.

 

1.     In Kenntnis der VHRR schlägt die Stadt Salzgitter für die Namensgebung der geplanten Tank- und Rastanlage den Namen „Salzgitter“ vor. Der Name „Salzgitter“ wäre für die Tank- und Rastanlage bundesweit einmalig und leitet sich aus dem für die Landschaft typischen Salzabbau ab.

 

Der heutige Stadtteil Salzgitter-Bad (Stadtrecht um 1450, Solbad seit 1830) entstand im 14. Jahrhundert um Solquellen in der Gemarkung des später aufgegebenen Dorfes Vepstedt (oder Vöpstedt). Die Quellen wurden nach dem benachbarten Dorf Gitter benannt: 1347 up dem solte to Gytere (zu rund. solt >Salz, Salzwerk<), später Soltgittere und schließlich Salzgitter. Diese die Landschaft prägende Namensgebung hat sich bis in die heutige Zeit bewahrt.

In der Stadt Salzgitter gibt es darüber hinaus keine festgelegten Landschaftsbezeichnungen, die für die Namensgebung der geplanten Tank- und Rastanlage in Frage kommen könnten. Zugleich hat dieser Namensvorschlag bei einem bürgerorientierten Auswahlverfahren in Kooperation mit der Salzgitter Zeitung im September 2008 eine große Mehrheit gefunden (Platz 1).

Entsprechend dieser besonderen Gegebenheiten der Stadt Salzgitter wird die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover gebeten, den Namensvorschlag „Salzgitter“ dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu unterbreiten.

Verwechslungen mit den verschiedenen Anschlussstellen Salzgitters sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Bezeichnungen der Anschlussstellen schreiben sich zum Einen mit Bindestrich (Salzgitter-Lichtenberg, Salzgitter-Lebenstedt-Süd, Salzgitter-Watenstedt, Salzgitter-Lebenstedt-Nord, Salzgitter-Thiede) und zum Anderen erfolgt die Beschilderung der Tank- und Rastanlage auf anders gestalteten Schildern als die Beschilderung der Anschlussstellen. Einer gezielten wegweisenden Beschilderung steht demnach nichts entgegen.

 

2.     Sollte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung diesen Namensvorschlag ablehnen, schlägt die Stadt Salzgitter alternativ die Bezeichnung „Salzgitterhüttenblick“ vor. Dieser Namensvorschlag kam bei dem o. a. bürgerorientierten Auswahlverfahren auf Platz 2.

 

Wie bereits erläutert, gibt es in der Stadt Salzgitter keine festegelegten Landschaftsbezeichnungen, die für die Namensgebung der geplanten Tank- und Rastanlage in Frage kommen könnten. Das Landschaftsbild entlang der A 39 ist jedoch über einen großen Abschnitt geprägt von der besonderen Skyline der Stahlwerke der Salzgitter AG. Der Namensvorschlag gibt also gezielt die landschaftstypische Besonderheit Salzgitters in diesem Landschaftsabschnitt wieder.

 

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover wird gebeten, den Namensvorschlag „Salzgitterhütteblick“ dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als Alternative mit zu unterbreiten.

Auch hier sind Verwechslungen mit den verschiedenen Anschlussstellen Salzgitters aus Sicht der Stadt Salzgitter aus o.a. Gründen grundsätzlich ausgeschlossen. Die Bezeichnung „Salzgitterhüttenblick“ hebt sich zudem selbst für Ortsfremde deutlich von den Bezeichnungen der Stadtteile ab.