Vorlage - 1892/14

Betreff: Gewährung eines Zuschusses an den Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V.
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:80-Referat für Sonderaufgaben und Statistik-   
Beratungsfolge:
Wirtschaftsausschuss Vorberatung
05.12.2002 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wirtschaftsausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Dem Ausbildungsverbund der Wirtschaftsregion Braunschweig/Magdeburg e.V. wird für seine Aktivitäten zur Schaffung zusätzlicher Verbundausbildungsplätze und die Betreuung der bereits in Verbundausbildungen untergebrachten Auszubildenden für das Jahr 2002 ein Sachkostenzuschuss in Höhe von 6.000 € gewährt.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Bereits Mitte 1984 wurde der auf Initiative der Wirtschaftsjunioren Braunschweig in Verbindung mit der IHK Braunschweig gegründete Ausbildungsverbund ins Vereinsregister Braunschweig eingetragen und setzte sich folgende Ziele:

- Förderung der qualifizierten Berufsausbildung im dualen System,

- Werbung für eine Steigerung der Ausbildungsplätze in der Wirtschaft,

- Ausbildung von Auszubildenden und der Koordination von Teilausbildungen

   in den Betrieben

- Durchführung ergänzender überbetrieblicher Ausbildungsmaßnahmen.

 

Nachdem nach der deutschen Vereinigung die Aktivitäten aufgrund eines noch größeren Unterstützungsbedarfes in den Bereich Magdeburg ausgedehnt und dorthin verlagert wurden wurde 1996 das Büro in Braunschweig wieder eröffnet. Gleichzeitig wurden die Bemühungen im Bereich des Teilarbeitsmarktes Salzgitter verstärkt und unter finanzieller und personeller Unterstützung der Stadt der im Rahmen einer vom ABV getragenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beschäftigten Kraft ein Büro zur Verfügung gestellt. In den Jahren 1998 und 1999 war die ABM-Stelle für Salzgitter des ABV durch das Auslaufen der Maßnahme bzw. Arbeitsaufnahme in einem Betrieb leider mehrfach unbesetzt, so dass die Akquisitionstätigkeit übergangsweise aus Braunschweig wahrgenommen wurde.

Seit 01.03.2000 ist wiederum eine Kraft im Rahmen einer ABM ausschließlich für den Ausbildungsmarkt Salzgitter eingesetzt. Ein personeller Wechsel trat ab 15.02.2002 ein.

 

Aufgrund der demografischen Entwicklung für die kommenden Jahre ist auch weiterhin eine Erhöhung der betrieblichen Ausbildungsplätze und eine intensive Betreuung der bis zuletzt noch ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen dringend geboten.

Die Tätigkeit des ABV ist für die Bemühungen der Stadt Salzgitter, möglichst jedem ausbildungsfähigen und -willigen Jugendlichen nach Abschluss des Schulbesuches einen betrieblichen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen, von großer Bedeutung. Dieses stößt leider oft an die Grenzen personeller und finanzieller Art bei den potentiellen Ausbildungsbetrieben, so dass die Schaffung von Ausbildungsverbünden immer stärkeres Gewicht bekommt. Dieses gilt in Salzgitter vor allem für Ausbildungsberufe im kaufmännischen Bereich, in denen das Lehrstellenangebot durch die Nachfrage nach wie vor weit überschritten wird.

 

Durch den ABV wurde in Kooperation mit der Stadt und der Arbeitsverwaltung im Jahre 2000 ein Projekt initiiert, welches darauf zielte, mit den Betrieben im Gewerbegebiet an der Peiner Straße durch Lehrstellenverbünde zusätzliche Ausbildungsplätze gerade im kaufmännischen Bereich zu schaffen. Im Jahre 2001 wurde ein gleichgelagertes Projekt für "Salzgitter Süd" (SZ-Bad und umliegende Stadtteile) initiiert. Die Projekte werden durch die Arbeitsverwaltung in Abhängigkeit von der Anzahl der zusätzlich geschaffenen Lehrstellen gefördert. Für das Jahr 2002 konnte (zusätzlich zu der Betreuung der bislang initiierten Verbundausbildungen) ein weiteres Projekt "ZIS" (Zusätzliche Ausbildungsplätze in Salzgitter) mit der Arbeitsverwaltung angegangen werden.

 

Durch die vielen Gespräche des ABV mit Entscheidern in den Betrieben konnten im Jahre 2000 37 und im Jahre 2001 weitere 14 bis dahin nicht existierende Ausbildungsplätzen geschaffen werden. Bislang wurden im Jahre 2002 weitere 6 zusätzliche Verbundausbildungsplätze geschaffen werden; hier schloss der ABV den Ausbildungsvertrag direkt mit den Jugendlichen. 8 weitere Ausbildungsplätze bei 7 Betrieben wurden durch die Initiative des ABV bei Firmen geschaffen, die sonst nicht ausgebildet hätten. Hier ist der ABV jedoch nicht als Verbundpartner benötigt worden. Im Rahmen der diesjährigen Akquisition sind für das Jahr 2003 bereits weitere 6 zusätzliche Ausbildungsplätzes durch eine jeweils zugesagte Kooperationsbereitschaft avisiert.

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass nur durch persönliche Vorsprache in den potentiellen Ausbildungsbetrieben zusätzliche Lehrstellen gewonnen werden können. Dieses bedingt aufgrund der Stadtstruktur allein einen erheblichen Aufwand an Fahrtkosten.

 

Derzeit werden vom ABV 30 Jugendliche in Auszubildungsverhältnissen betreut. Dieses Klientel der durch den ABV vermittelten Jugendlichen bedarf überwiegend einer kontinuierlichen Betreuung und Fürsorge (Bewerbungstraining, Förderunterricht, Prüfungsvorbereitungen, etc.), 11 einer intensiven sozialpädagogischen Betreuung. Zu diesem Zweck wurde durch den ABV ab 15.10.2002 mit Unterstützung der Arbeitsverwaltung im Rahmen einer ABM zusätzlich eine Sozialpädagogin eingestellt; 25% der Personalkosten sind durch den ABV zu tragen.

 

Vor besondere finanzielle Probleme wurde der ABV in diesem Jahr durch die Insolvenz einer als Verbundausbildungspartner tätigen Firma gestellt. Zum einen entfiel dadurch Firmenanteil an der Ausbildungsvergütung in Höhe von rd. 6.000 €, zum anderen mussten erhebliche Anstrengungen unternommen werden, einen Ersatzausbildungsplatz zu akquirieren.

 

Die sächlichen Aufwendungen des ABV sollen durch die Gewährung der beantragten 6.000 € bezuschusst werden.

Die Mittel für den vorgenannten Zuschuss steht auch unter Berücksichtigung der 5%igen Ansatzsperre bei der Haushaltsstelle 7910.63030  – Messekosten und Netzwerk für Ausbildung – haushaltsrechtlich zur Verfügung.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

ja