Vorlage - 3900/15

Betreff: WEVG Salzgitter GmbH; Jahresabschluss 2008 und Wahl des Abschlussprüfers 2009
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:02 - Stabsbereich Beteiligungen, Wirtschaft und Statistik   
Beratungsfolge:
Wirtschafts-und Steuerungsausschuss Beschlussvorbereitung
02.06.2009 
25. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wirtschafts-und Steuerungsausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Vertreter der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Salzgitter (VVS) in der Gesellschafterversammlung der WEVG Salzgitter GmbH (WEVG) wird angewiesen wie folgt zu stimmen. Das schriftliche Beschlussverfahren wird alternativ zugelassen.

 

  1. Der Jahresabschluss der WEVG zum 31.12.2008, abschließend mit einer Bilanzsumme von                                                                                                97.167.319,95 €
    und einem Bilanzgewinn von                                                             10.446.537,18 €
    wird in der von der PricewaterhouseCoopers AG (PwC), Niederlassung Hannover, geprüften Form und Fassung festgestellt.

 

  1. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 10.446.537,18 € ist entsprechend der Beteiligungsquote, unter Berücksichtigung der der VVS zustehenden Verzinsung der Kapitalrücklage, zum 31.12.2008 an die Gesellschafter wie folgt auszuschütten:
    a) VVS                                                                                     5.301.127,71 €,
    b) E.ON Avacon AG                                                               5.145.409,47 €.

 

  1. Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2008 Entlastung erteilt.

 

  1. Als Abschlussprüfer der WEVG für das Geschäftsjahr 2009 wird die PwC AG, Niederlassung Hannover, gewählt.
Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Beschlusspunkte 1-3:

In seiner Sitzung am 17.06.2008 hat der Aufsichtsrat der WEVG beschlossen, die PwC mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2008, des Lageberichtes sowie der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung zu beauftragen.

 

Die Prüfungsgesellschaft hat ihre Prüfung in den Monaten November 2008 bis Februar 2009 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft durchgeführt und am 16.03.2009 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In seiner Sitzung am 13.05.2009 hat sich der Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung befasst und der Gesellschafterversammlung empfohlen, die oben genannten Beschlüsse zu fassen.

 

Der Vorlage als Anlage beigefügt sind die Schlussbilanz zum 31.12.2008, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 sowie ein Abgleich zwischen den Geschäftsjahren 2007 und 2008 und der Planung und dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2008 in den wesentlichen Positionen. In den Fraktionen liegt darüber hinaus ein Exemplar des vollständigen Prüfberichtes zur Einsichtnahme vor.

 

Bei der WEVG konnte im Jahr 2008 ein Jahresüberschuss in Höhe von 10.909 T€ erzielt werden. Ein Vergleich mit dem Vorjahr und den Planwerten ist aufgrund der Einbringung des Stromgeschäftes Salzgitter durch die E.ON Avacon AG und der Geschäftserweiterung nur bedingt möglich. Im Jahresüberschuss sind ca. 4,7 Mio. € aus dem Verkauf der Aktienanteile der E.ON Avacon AG an die VVS enthalten. Des Ergebnis vor Steuern (EBT) der WEVG abzgl. Aktienverkauf (13.386 T€ – 4.665 T€ = 8.721 T€) liegt damit auch im Einklang mit der im Wege der Einbringung des Stromgeschäftes beschlossenen Zielplanung (Garantiedividende) für 2008 in Höhe von 7.991 T€. Die WEVG nahm in 2008 Investitionen in Höhe von 4.798 T€ vor (Plan 8.465 T€).

Die Energieabsatzmengen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt in den Bereichen Gas um 1,6% und Wärme um 7,5%. Der erstmalige Stromabsatz bezieht sich auf den Zeitraum 01.05.-31.12.2008. Der Wasserabsatz ging leicht zurück (-0,2%). Die veränderten bzw. neuen Absatzmengen führten zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 51,4 Mio. € bzw. 88,6%. Die Bezugsaufwendungen im Gasbereich erhöhten sich aufgrund der mengen- und preisbedingten Entwicklung. Die Bezugskosten im Wasserbereich bewegten sich etwa auf Vorjahresniveau. Im Wärmebereich stiegen die Bezugskosten an.

Der Materialaufwand stieg insgesamt um 43,7 Mio. € bzw. 124,8%. Dies ist im Wesentlichen durch gestiegene Beschaffungskosten und das neue Stromgeschäft begründet. Der Personalaufwand stieg um 9,0% im Wesentlichen durch eine Tariferhöhung sowie eine Betriebsvereinbarung über eine Leistungszulage bei den WEVG-Mitarbeitern. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen an.

Das Zinsergebnis konnte deutlich verbessert werden. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der fehlenden Dividende der E.ON Avacon AG aufgrund des Aktienverkaufes an die VVS.

Auf der Aktivseite der Bilanz ist eine Zunahme des Anlagevermögens zu verzeichnen, der im Wesentlichen durch die Einbringung des Stromgeschäftes Salzgitter begründet ist, wobei die Finanzanlagen wegen der Veräußerung der Aktienanteile der E.ON Avacon AG abnahmen. Des Weiteren nahmen die Vorräte ab, während die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände ebenfalls aufgrund der Einbringung des Stromgeschäftes anstiegen. Die liquiden Mittel verringerten sich auf 292 T€ (Vorjahr 7.629 T€). Auf der Passivseite erhöhte sich aufgrund der Einbringung das Eigenkapital. Des Weiteren erhöhten sich der Sonderposten mit Rücklageanteil, der Sonderposten aus Zuschüssen sowie die Verbindlichkeiten.  Die Rückstellungen hingegen nahmen ab. Anzumerken ist noch, dass die WEVG dabei Rückstellungen in Höhe von 660 T€ für Rückzahlungen an Kunden wegen möglicher Reduzierung der Netzentgelte durch die Bundesnetzagentur (Mehrerlösabschöpfung) gebildet hat. Ohne diese Rückstellungen wäre das Jahresergebnis entsprechend besser ausgefallen.

 

 

Beschlusspunkt 4:

Im Zuge der Einbringung des Stromgeschäftes Salzgitter in die WEVG durch E.ON Avacon hat diese die Anteilsmehrheit an der WEVG erhalten. Die WEVG erfüllt danach die Voraussetzungen zum Einbezug in den Konzernabschluss der E.ON AG (Düsseldorf). Konzernprüfer der E.ON AG ist die PwC.

Anlagen:

Anlagen:

Anlage 1 - Bilanz, GuV, Lagebericht

Anlage 2 - Vergleichsdaten

Prüfbericht 2008 (ein Exemplar je Fraktion)