Vorlage - 4049/15

Betreff: Erweiterung der Kindertagesstätte Pusteblume, Entenspill 5, Salzgitter-Lebenstedt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur Beschlussvorbereitung
05.08.2009 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
13.08.2009 
23.Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Werksausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik ungeändert beschlossen   
Jugendhilfeausschuss Beschlussvorbereitung
20.08.2009 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
20.08.2009 
44. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
26.08.2009 
29. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Beschlussvorschlag:

1.      Die Kindertagesstätte „Pusteblume“ im Stadtteil Salzgitter-Lebenstedt ist zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz baulich zu erweitern.

2.      Zur Unterbringung einer Schulklasse der Kranichdammschule wird ein Klassenraum an das Gebäude der Kindertagesstätte angebaut, um den zusätzlichen Raumbedarf zu decken, der durch die Verlagerung von Klassen aus der GHRS Amselstieg entsteht.

3.      Die Kosten für die Erweiterung werden auf 823.500 EUR festgesetzt, davon

a.      550.500 EUR für den Ausbau der Kindertagesstätte

b.      45.000 EUR für die Einrichtung der Kindertagesstätte

c.      213.000 EUR für den Anbau des Klassenraums

d.      15.000 EUR für die Einrichtung des Klassenraums

4.      Dem Entwurf des Eigenbetriebes G.E.L. wird zugestimmt.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Mit dem 2005 in Kraft getretenen Tagesbetreuungsausbaugesetz soll bis spätestens 2010 für jedes fünfte Kind unter drei Jahren unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Erwerbstätigkeit der Eltern) ein Betreuungsplatz zur Verfügung stehen. Durch das zum 01.01.2009 in Kraft getretene Kinderförderungsgesetz (KiföG) wird der Rechtsanspruch der unter Dreijährigen erheblich erweitert. Spätestens ab 01.10.2010 sind Kinder, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und ab 01.08.2013 Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in vom Gesetz vorgesehenen Fällen zu fördern, insbesondere wenn die Leistung für die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit geboten ist oder wenn die Erziehungsberechtigten einer Arbeit nachgehen, aufnehmen oder Arbeit suchend sind. Nach dem KiföG besteht ab 01.08.2013 ein einklagbarer individueller Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren.

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2013 für bundesdurchschnittlich 35 % aller Kinder vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres eine Kindertagesbetreuung zu ermöglichen; Schätzungen gehen davon aus, dass 70% der Eltern eine Betreuung in Kindertagesstätten, im Übrigen in Kindertagespflege begehren.

Aktuell leben 706 Kinder von 1 bis unter 3 Jahre in der Ortschaft Nord; das bedeutet, dass rechnerisch 247 Betreuungsplätze, davon 173 in Krippengruppen spätestens ab 2013 bereitzuhalten sind. Derzeit bieten nur die Kindertagesstätten Wilhelm-Kunze-Ring (15 Plätze, ab 2010 30 Plätze), St. Elisabeth (Baltenstraße, 10 Plätze) und Regenbogenland (Fredenberg, 15 Plätze) Betreuungsplätze für unter dreijährige Kinder.

Auf den Ausbauplan 2009 für die Betreuung der unter dreijährigen Kinder nach § 24 a SGB VIII (Vorlage 3363/15), den der Rat am 27.05.2009 beschlossen hat, nehme ich Bezug.

Zu 1.: Erweiterung der Kindertagesstätte

Bei der Schaffung der benötigten Plätze bietet es sich an, Kindertagesstätten, die ohnehin zu sanieren sind, auf kostengünstige Erweiterungsmöglichkeiten zu prüfen. Das ist bei der Kindertagesstätte „Pusteblume“ der Fall: Die Kindertagesstätte bedarf einer Dach- sowie einer energetischen Sanierung und entspricht hinsichtlich des Bedarfs an Funktionsräumen nicht den heutigen Anforderungen. Die derzeitige Raumverteilung bietet kein lernförderndes Umfeld; ein Raum wird zurzeit sowohl als Büro der Leiterin, Personalraum, Küche und Raum für die Sprachförderung und Kleingruppenarbeit genutzt. Dieser Zustand ist unter pädagogischen Gesichtspunkten nicht länger tragbar.

Die Kindertagesstätte „Pusteblume“ befindet sich im Eigentum der Stadt Salzgitter auf dem Gelände der Kranichdammschule und wird durch die Kirchengemeinde St. Joseph betrieben. Durch die Erweiterung der Kita um ca. 185 m² könnten die räumlichen Schwierigkeiten beseitigt und 15 neue Krippenplätze erstellt werden.

 

Zu 2: Anbau eines Klassenraumes

Der Grundschulzweig der GHRS Amselstieg wird durch die Einrichtung einer Gesamtschule im Schulzentrum Amselstieg innerhalb der nächsten 4 Jahre, beginnend mit der 1. Klassenstufe aufgelöst. Der neue Jahrgang der 1. Klasse wird sich dann auf die GS Am Ostertal und Kranichdammschule verteilen. Die Kranichdammschule benötigt dafür einen zusätzlichen Klassenraum. Es bietet sich aus wirtschaftlichen Gründen an, den Klassenraum unmittelbar an die zu erweiternde Kita anzubauen und die Baumaßnahmen miteinander zu koppeln.

 

Art und Umfang der Sanierung und Erweiterung wurden vom Eigenbetrieb G.E.L. in Zusammenarbeit mit der beauftragten Architektin erarbeitet und mit dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familie, dem Fachdienst Bildung sowie der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph als Trägerin der KiTa abgestimmt. Die Sanierungsmaßnahme soll im Herbst 2009 begonnen werden und voraussichtlich im Sommer 2010 abgeschlossen sein. Der KiTa-Betrieb wird während der Bauphase nicht wesentlich beeinträchtigt, da die vorhandenen Gruppenräume nicht umgebaut werden.  

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

Die Maßnahme Krippenneubau wird nach der Förderrichtlinie des Landes bezuschusst; demnach werden gefördert

1.      die Neuschaffung von Krippenplätzen (Neubau): bis 13.000 EUR je Platz

2.      die Neuschaffung von Krippenplätzen (Erweiterung, Umbau etc.): bis 5.000 EUR je Platz

3.      Inventar: bis 1.500 EUR je Platz

Es wird eine Förderung in Höhe von 15 Plätze x (5.000 EUR + 1.500 EUR) = 97.500 EUR beantragt.

 

Aufgrund des Gesetzes zur Einführung der erhöhten Finanzhilfepauschale für Plätze unter Dreijähriger in Kindertagesstätten vom 18.6.2009 fördert das Land die Kosten des anerkannten Fachpersonals in Krippen in Höhe von 38%, ab 1 August 2010 in Höhe von 43%. Hierdurch sinken die Betriebskostenzuschüsse der Stadt Salzgitter, da die Landesförderung an die Träger der Kindertagesstätten fließen wird.

 

Der Gesamtverband der katholischen Kirchen Salzgitters beteiligt sich an den Architektenkosten mit ca. 30.000,00 €.

Anlagen:

Anlagen:

1.   Lageplan

2.   Investitions- und Folgekostenberechnung

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage Vorlage 4049 (281 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 2009 07 08 Investitions- u Folgekostenberechnung IC Pusteblume 85 (29 KB) PDF-Dokument (6 KB)