Vorlage - 4354/15

Betreff: Umsetzung von Maßnahmen aus dem Zukunftsplan 60plus
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:50 - Fachdienst Soziales und Senioren   
Beratungsfolge:
Seniorenbeirat Beschlussvorbereitung
22.04.2010 
20. Öffentliche Sitzung des Seniorenbeirates (offen)   
Ausschuss für Soziales und Integration Beschlussvorbereitung
06.05.2010 
24. nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Sozial-und Integrationsausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Beschlussvorbereitung
26.05.2010 
39. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Mitteilung:

Mitteilung:

 

Die Verwaltung wurde im Dezember 2008 vom Rat der Stadt beauftragt, folgende Maßnahmen umzusetzen:

1.      Förderung des Erhalts einer selbständigen Lebensführung in der eigenen Wohnung                                                                                    

2.      Zertifizierung seniorenfreundlicher Service

3.      Bessere Ausschilderung öffentlicher Toiletten

4.      Förderung einer barrierefreien Verkehrsumwelt

5.      Einrichtung von Seniorenfreizeitplätzen

6.      Honorarkosten für Bildungsangebote in den Seniorentreffs

7.      Honorarkosten für die Seniorentreffs in SZ-Bad und SZ-Lebenstedt

8.      Initiierung von Bürgerbeteiligungsprozessen

9.      Erweiterung der Angebote des Seniorenbüros

10. Einrichtung von Seniorentreffs in SZ-Thiede und in SZ-Gebhardshagen

Die Verwaltung berichtet über den Stand (März 2010) der Umsetzung dieser Maßnahmen:

 

Zu 1. Förderung des Erhalts einer selbständigen Lebensführung in der eigenen Wohnung

 

Unter dem Oberbegriff ‚Erhalt einer selbständigen Lebensführung in der eigenen Wohnung‘ wurden mehrere Maßnahmen  zusammengefasst.

 

1.1 Wohnraumanpassungsberatung zum Verbleib  in der eigenen Wohnung

1.2 Umzugshilfen    (A.1.4)                       

-Umzugsmanagement                                               

-Finanzielle Förderung von umzugswilligen Senioren zur Verhinderung einer

 Pflegeheimunterbringung

 

Die beiden Mitarbeiterinnen der Koordinierungsstelle „Wohnen im Alter“ des Seniorenbüros sind mittlerweile zertifizierte Wohnberaterinnen für ältere und behinderte Menschen.

 

Seit Bestehen der Koordinierungsstelle wurden in Kooperation mit  der  Wohnbau Salzgitter 5 Vorträge über Wohnraumanpassungsmöglichkeiten im Alter, Betreutes Wohnen und Neue Wohnformen gehalten. Die Vorträge sind mit  durchschnittlich 16 Besuchern gut besucht. Weitere Vortragsveranstaltungen fanden z. B. bei der VHS und im Seniorentreff SZ-Lebenstedt statt. Dort wurden durchschnittlich 11 Besucher verzeichnet.

Im Januar 2009 wurden während der Ausstellung „Wohnung erhalten – Wohnung gestalten“ für 280 Besucher ausführliche Führungen durchgeführt, weiterhin im September 2009 eine Lesung zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen“ moderiert.

 

Auch das Interesse an individueller Beratung ist groß. Die Wohnberaterinnen haben seit dem IV. Quartal 2008 122 Haushalte aufgesucht bzw. beraten, um Vorort auf mögliche Stolperfallen und Barrieren hinzuweisen. Nach eingehender Analyse wird auf Umbau- und Finanzierungsmöglichkeiten hingewiesen.

Ist ein Umbau nicht möglich, kann Unterstützung beim Umzug in eine seniorengerechte Wohnung angeboten werden. In drei Umzugsfällen wurde der gesamte Umzug durchgeführt (Umzugsmanagement), in weiteren Fällen wurde beratend organisatorische Hilfestellung geleistet.

Für die  finanzielle Förderung von umzugswilligen Senioren zur Verhinderung einer Pflegeheimunterbringung wurde zum 01.05.2009 eine Verfahrensordnung erarbeitet, die zum 01.12.2009 als Verfahrenshinweise in Kraft getreten ist. In vier Fällen konnte der Umzug in eine barrierearme Wohnung bisher finanziell, in einem weiteren Fall als Sachleistung (Transport des Umzugsgutes) gefördert werden.

                                                           

1.3  Erfassung und Veröffentlichung von Lieferdiensten (A.2.1)

 

Rund 50 Dienstleister unterschiedlicher Branchen (z.B. Apotheken, Bürobedarf & Bücher, Lebensmittel, Fotoservice, Optiker, Reinigung, Hörgeräte/Akustik, Telekommunikation), die in Salzgitter einen Liefer-/Bringeservice anbieten, sind in einer Broschüre aufgelistet. Die Broschüre ist im Oktober 2009 erschienen und wird kostenlos abgegeben.

 

Zu 2. Zertifizierung seniorenfreundlicher Service  (A.2.1)

 

In einem Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern des Fachdienstes Soziales, des Seniorenbeirats, der Wirtschafts- und Innovationsförderung Salzgitter GmbH und Vertretern der Werbegemeinschaften wurde das Verfahren zur Zertifizierung von Einzelhandelsgeschäften und Apotheken erarbeitet. Nach einem Kriterienkatalog werden u.a. das Waren- und Leistungsangebot, Personal- und Beratung, Liefer-/Bringeservice bewertet. Ab einer bestimmten Gesamtpunktzahl wird für 2 Jahre ein Zertifikat (Urkunde und Aufkleber für Eingangstür oder Schaufenster) vergeben.

Das Zertifizierungsverfahren ist für die Betriebe kostenlos. 6 Betriebe sind bereits zertifiziert, weitere haben sich angemeldet.

 

Zu 3. Bessere Ausschilderung öffentlicher Toiletten (A.2.3)

Ein Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern der Fachdienste Soziales sowie Tiefbau und Verkehr, des Seniorenbeirats und der kommunalen Behindertenbeauftragten hat sich dieser Thematik angenommen.

 

Aktueller Stand für SZ-Lebenstedt:

 

Im Rathaus                Folgende Schilder wurden angebracht:

 

Hinweis am  Behinderten-WC,  dass der Euro-Schlüssel an der

Information des Bürger-Centers erhältlich ist.

 

Im Atrium ein Hinweis auf das öffentl. WC im Keller .

Die Piktogramme auf dem Hinweisschild im Atrium sind vergrößert worden.

Hinweise auf Personal-WC‘s und öffentliche  WC‘s sind erfolgt.

 

Am Eingang zum Haupthaus ein Hinweis auf das öffentl. WC in der 1. Etage des Haupttreppenhauses.

 

City-Tor                      Hinweise auf Euro-Schlüssel für das Behinderten-WC.

                                    (eine komplette Neubeschilderung der Passage ist in Planung)

 

Fußgängerzone        Hinweisschilder auf das barrierefreie WC in der Bocholter-Straße sind angebracht. 

 

CityCarree                 Das Anbringen eines Hinweisschildes auf das WC im CityCarree vor dem Carree wird weiter verfolgt.

 

Aktueller Stand für SZ-Bad:

 

Kleines Rathaus/      Ein Hinweisschild am Haupteingang über der Info-Tafel ist

Öfftl. Bücherei           angebracht.

 

Weitere Hinweisschilder (WC zu den allgemeinen Öffnungszeiten im Kleinen Rathaus /Besucher-WC öfftl. Bücherei) wurden angebracht.

 

WC-Pavillon am        Schilder in der Fußgängerzone wurden angebracht.

Bahnhof

 

Die Ausschilderung wird jetzt als sehr gut erachtet. Problematisch ist weiterhin die geringe Anzahl der öffentlich zugänglichen Toiletten.

 

 

                                   

Zu 4. Förderung einer barrierefreien Verkehrsumwelt (A.2.4)

Die Aulen der Gymnasien in SZ-Bad und SZ-Fredenberg werden bei Seniorenveranstaltungen im Bereich der Treppen besser ausgeleuchtet, um Sturzunfälle zu vermeiden. Hierzu sind in Zusammenarbeit des FD Soziales mit dem Eigenbetrieb 85 reflektierende Treppenleisten fest angebracht und LED-Leuchten angeschafft worden. 

 

Zu 5. Einrichtung von Seniorenfreizeitplätzen (B.2)

Vertreter des Fachdienstes Soziales, Vertreter des Seniorenbeirats und Ehrenamtliche haben die Ausstattung und Gestaltung der Seniorenfreizeitplätze geplant. Auf dem Gelände des Seniorentreffs in SZ-Lebenstedt wurde am 31.07.2009 der erste Platz mit rund 70 Teilnehmern eines Boule-Turniers eröffnet. Auf diesem Platz befinden sich eine Boule-Bahn, ein Baumkegelspiel, 2 Outdoor-Fitnessgeräte, ein Außenschachspiel und ein Kneippbecken. Dieser Platz wird von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Am 02.10.2009 wurde der 2. Platz auf dem Gelände des Seniorentreffs in SZ-Bad ebenfalls  mit rund 70 Teilnehmern mit einem Boule-Turnier eröffnet. Die Ausstattung ist (bis auf das Kneippbecken) identisch.

 

Zu 6. Honorarkosten für Bildungsangebote in den Seniorentreffs (C.3)

 

Gemeinsam mit der Volkshochschule, der Evangelischen Familienbildungsstätte, der Katholischen Familienbildungsstätte sowie dem Multi-Media-Mobil wurde ein Bildungsprogramm für Senioren und Seniorinnen sowie für Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit konzipiert. Das Programm umfasst u.a. acht Module zum Erwerb des Zertifikats „Gruppenleitung in der Seniorenarbeit“, Fortbildungen für GruppenleiterInnen, Weiterbildungsangebote in den Bereichen Medienkompetenz, Persönlichkeitsbildung, Gesundheit sowie 2 Tagesfahrten. 834 Seniorinnen und Senioren profitierten von den Angeboten.

Die Zusammenarbeit mit den Bildungsanbietern lief sehr gut und soll fortgeführt werden.

 

Zu 7. Honorarkosten für die Seniorentreffs in SZ-Bad und SZ-Lebenstedt

         (Wochenendöffnung) (D.4)

Am 16.05.2009 wurden Senioren und Seniorinnen mit Migrationshintergrund zu einer Informationsveranstaltung in den Seniorentreff Lebenstedt eingeladen.  Das Angebot wurde von 12 Personen angenommen. Darauf aufbauend stellten Vertreter des Seniorenbüros in zwei ausländischen Vereinigungen die Angebote des Seniorenbüros vor.

 

In der Zeit vom 27.06. bis 02.08.2009 wurde samstags und sonntags in der Zeit von 14.00 bis 18.00 Uhr das Projekt „Sommerfitness in den Seniorentreffs“ durchgeführt.

Neben allgemeiner Kommunikation wurden in Kooperation mit dem Kreissportbund gezielt Fitnessangebote unterbreitet. Hierdurch wurde insbesondere der fertiggestellte Seniorenfreizeitplatz in SZ-Lebenstedt bekannt gemacht. Die Wochenendöffnung wurde insgesamt von 765 Personen angenommen.

Es ist geplant, zukünftig die Seniorentreffs einmal im Monat am Wochenende zu öffnen. Favorisiert wird der Sonntag. Ehrenamtliche konnten für die Betreuung gewonnen werden.

 

Zu 8. Initiierung von Bürgerbeteiligungsprozessen (D.4)

 

Um Bürger und Bürgerinnen als Anbieter und/oder Nutzer von Seniorenangeboten in den Ortschaften Nordost und West zu gewinnen, wurde eine Bürgerbefragung durchgeführt. Die Themenbereiche der Befragung waren:

-          Wissen und Erfahrungen weitergeben und aufnehmen im Sinne des lebenslangen Lernens

-          Freizeit und Aktivitäten mit anderen gestalten

-          Nachbarschaftshilfe leisten und suchen.

 

Basierend auf den Ergebnissen der Befragung wurde in den o.a. Ortschaften im November 2009 je ein Bürgerforum durchgeführt. Hier hatten die ortsansässigen Akteure Gelegenheit, ihre Angebote zu präsentieren. Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement wurden aufgezeigt und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammengeführt.

 

Zu 9. Erweiterung der Angebote des Seniorenbüros (D.4)

Mit der Johanniter-Unfall-Hilfe wurde ein Nutzungsvertrag für einen Ford-Transit abgeschlossen. Dieser Bus wurde mit Materialkisten bestückt und kann unterschiedliche Angebote in den kleineren Stadtteilen unterbreiten.

Bisher war der Seniorenstadtteilbus elfmal im Einsatz. Im IV. Quartal 2009 wurden 2 offene Angebote des Seniorenstadtteilbusses auch außerhalb von bestehenden Gruppen für alle Senioren in geeigneten Gruppenräumen durchgeführt. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.


 

Zu 10. Einrichtung von Seniorentreffs in SZ-Thiede und in SZ-Gebhardshagen (D.4)

Bezüglich des Sachstands zu diesem Punkt wird auf die Mitteilungsvorlage Nr. 4979/15 vom 09.03.2010 hingewiesen.

 

 

 

 

 

gez. Klingebiel                                                           gez. Dworog

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

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