Vorlage - 4458/15-AW

Betreff: Versorgung des Stadtteils SZ-Heerte mit Breitbandverkabelung
Anfrage der SPD-Ortsratsfraktion vom 05.11.2009 in der Sitzung am 19.11.2009
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Ortsratsanfragen
Federführend:02.2 - Referat für ÖPNV, Verkehrsverbund   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft West Information
04.03.2010 
20. nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft West Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt

Inhalt der Anfrage:

Inhalt der Anfrage:

 

Die CDU-Fraktion im Ortsrat der Ortschaft West hat am 12.02.2009 den Antrag gestellt den Stadtteil Heerte mit einer Breitbandverkabelung zu versorgen. Im Juli 2009 führte die Stadt Salzgitter eine Umfrage zur Breitbandversorgung in Salzgitter durch. Ziel der Umfrage war es in Erfahrung zu bringen, wo es im Stadtgebiet noch Lücken gibt um dadurch bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln.

 

Die SPD-Fraktion im Ortsrat der Ortschaft West fragt an, inwieweit eine bedarfsgerechte Lösung für den Stadtteil Heerte entwickelt wurde.

 

Antwort:

Die im Juni und Juli diesen Jahres vorgenommene Befragung zur Breitbandverkabelung in Salzgitter hatte zum Ergebnis, dass die Gesamterschließungssituation in Salzgitter gut ist. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Internetzugänge der an der Umfrage teilgenommenen Haushalte liegt bei über 2 Megabit (DSL 2000). Vergleichsweise geringe Geschwindigkeiten bei der kabelgebundenen Datenübertragung sind in den Randgebieten Salzgitters festzustellen. Hier ist über den Telefonanschluss lediglich eine Versorgung mit einer geringen Geschwindigkeit möglich.

SZ-Heerte gehört zu den Stadtteilen, die sich in diesem Bereich befinden. Eine qualitative Verbesserung wäre trotz Fördermöglichkeiten mit hohen Kosten verbunden. In Anbetracht der schlechten Haushaltslage sieht sich die Stadt Salzgitter derzeit nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen.

Unabhängig von den kabelgebundenen Anschlussmöglichkeiten ist es jedem einzelnen Nutzer im gesamten Stadtgebiet möglich, das Internet über neuere drahtlose Techniken (z.B. GSM/ GPRS/EDGE und UMTS) zu nutzen. Hier stehen diverse Anbieter zur Verfügung. Auch wenn die UMTS-Abdeckung ( maximale Datenrate von 384 Kbit/s ) in Deutschland bislang noch nicht als flächendeckend zu bezeichnen ist, wird eine unterbrechungsfreie Nutzung deutschlandweit gewährleistet, da die UMTS-Technik abwärtskompatibel zu den klassischen Mobilfunknetzen ist und die Verbindungen je nach Verfügbarkeit zwischen den GSM-/GPRS-Netzen und dem UMTS-Netz nahtlos übergeben werden. D.h. immer dann, wenn das UMTS-Netz nicht zur Verfügung steht - was häufig auf dem Land der Fall ist - kommt die nächst verfügbare Technologie ins Spiel. Das ist bei den meisten Anbietern GPRS. Dieser Standard ist zwar schneller als GSM, erlaubt jedoch nur Übertragungen mit bis zu 40 Kbit/s. Im Gegensatz dazu surft man auf EDGE-Basis mit über 200 Kbit/s (vierfache ISDN-Geschwindigkeit). Zumindest ein Anbieter unterhält ein Funknetz mit bundesweit flächendeckender EDGE-Versorgung.