Vorlage - 4696/15

Betreff: Erweiterung des Bildungsangebotes der Ludwig-Erhard-Schule zum Beginn des Schuljahres 2010/2011
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:40 - Fachdienst Bildung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur Beschlussvorbereitung
03.03.2010 
25. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
10.03.2010 
36. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Landesschulbehörde wird das Berufsfeld I (Wirtschaft und Verwaltung) der Ludwig-Erhard-Schule um die Ausbildungsberufe Fachlagerist/Fachlageristin und Fachkraft für Lagerlogistik sowie im Berufsfachschulbereich des Berufsfeldes I um den Schwerpunkt Gesundheitswesen zum Beginn des Schuljahres 2010/2011erweitert.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

1.      Die beiden Ausbildungsberufe Fachlagerist/in und Fachkraft für Lagerlogistik wurden im Jahr 2004 neu geordnet. Seit dieser Zeit ist die Zahl der Auszubildenden in diesen Berufen in Salzgitter kontinuierlich gestiegen. Eine von der Ludwig-Erhard-Schule durchgeführte Erhebung bei Industrie, Handel und Speditionen ergab, dass über alle Ausbildungsjahre (Fachlagerist/in: 2 Jahre, Fachkraft für Lagerlogistik 3 Jahre) insgesamt 45 Ausbildungs- und Umschulungsverhältnisse bestehen, die zurzeit eine Berufsschule in Braunschweig besuchen.

 

Mit dieser Erweiterung des Bildungsangebots an der Ludwig-Erhard-Schule wird deutlich, dass die Stadt Salzgitter eine branchenorientierte Anpassung an die Wünsche der hiesigen Arbeitgeber unterstützt, insbesondere eine wohnort- und betriebsnahe Beschulung für die Auszubildenden anbietet und somit einen wichtigen Beitrag zur kinder- und familienfreundlichen Lernstadt leistet.

 

2.      Die Schulform der einjährigen Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen stellt ein Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler dar, die nach Erwerb ihres Sekundarabschluss I – Realschulabschlusses nicht mit einer Berufsausbildung begonnen haben, ggf. noch schulpflichtig sind und deren berufliche Interessenschwerpunkte im Bereich des Gesundheitswesens liegen.

 

Entsprechend den Möglichkeiten der bereits bestehenden einjährigen Berufsfachschule bietet auch der geplante zusätzliche Schwerpunkt Gesundheitswesen die Möglichkeit der Anrechnung als erstes Ausbildungsjahr in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen, u. a. den Berufen der Medizinischen Fachangestellten und der Zahnmedizinischen Fachangestellten. Neben der einschlägigen beruflichen Grundbildung erreichen viele Schülerinnen und Schüler zudem während des Besuchs der Berufsfachschule Gesundheitswesen das für einige Gesundheitsfachberufe (z. B. Logopäde/-in) geforderte Mindestalter.

 

Die Erfahrungen mit der zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 eingeführten einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft machen deutlich, dass diese Schulform bei den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich auf großes Interesse stößt. Neben bestehenden Schwerpunkten wurde der Schwerpunkt Gesundheitswesen vonseiten der Schülerinnen und Schüler mehrfach nachgefragt. Auch bei einer bundesweiten Befragung nach den Ausbildungswünschen von Jugendlichen (November 2009) wurde laut Globus-Grafik der Bereich des Gesundheitswesens an erster Stelle von den weiblichen Befragten angegeben. Der Beruf der Medizinischen oder Zahnmedizinischen Fachangestellten gehört zudem seit Jahren zu den beliebtesten Ausbildungsberufen, sodass der geplante Schwerpunkt den individuellen Bildungsvorhaben vieler Jugendlicher Rechnung trägt und die Anschlussfähigkeit an weitere Bildungsprozesse in Ausbildung und Beruf deutlich verbessert wird. Diese Tatsachen und die absehbare Entwicklung im Gesundheitswesen lassen gute berufliche Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler erkennen.

 

Da die umliegenden berufsbildenden Schulen eine Berufsfachschule mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen bislang nicht anbieten, stellt diese Schulform zudem eine attraktive Ergänzung und Weiterentwicklung des bestehenden Bildungsangebotes der Stadt Salzgitter dar.

 

Für die Erweiterung des Bildungsangebots ist kein zusätzlicher Raum- und Ausstattungsbedarf erforderlich. Die räumlichen, sachlichen und personellen Voraussetzungen sind vorhanden.

 

Eine Benehmensherstellung mit anderen Schulträgern ist derzeit nicht notwendig, da als Einzugsbereich für die Ausbildungsberufe und die einjährige Berufsfachschule zunächst nur das Stadtgebiet der Stadt Salzgitter gelten soll. Falls dieser mittelfristig erweitert werden soll, werden die Zustimmungen anderer Schulträger zeitgerecht eingeholt.

 

Vorbehaltlich der Ratsentscheidung hat die Verwaltung bereits im Vorfeld die entsprechende Genehmigung bei der Landesschulbehörde beantragt.

 

Finanzielle Auswirkungen:

 

Finanzielle Auswirkungen:

-keine-