Vorlage - 4969/15

Betreff: Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft nach § 78 SGB VIII für den Arbeitsbereich der Hilfen zur Erziehung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
15.04.2010 
30. Öffentliche / nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses zurückgestellt   
17.06.2010 
31. Öffentliche / Nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Arbeitsgemeinschaft (AG) nach § 78 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII)r den Arbeitsbereich der Hilfen zur Erziehung einzurichten.

Die AG arbeitet auf der Grundlage der beigefügten Satzung unter Leitung des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie.

 

Sachverhalt:

 

Gemäß § 78 SGB VIII sollen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen neben ihnen die anerkannten Träger der freien Jugendhilfe sowie Träger geförderter Maßnahmen vertreten sind. In den Arbeitsge­meinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig ergänzen.

Die Arbeitsgemeinschaften sind Instrumente der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der öffentlichen Träger mit den Trägern der freien Jugendhilfe. Sie sollen eine bedarfsge­rechte Koordination und Kooperation der Dienste und Einrichtungen der öffentli­chen und der freien Jugendhilfe bewirken. Sie sollen unterstützen, dass weder ein Überangebot noch ein Fehlbedarf an Diensten und Einrichtungen eintritt.

Arbeitsgemeinschaften sollen koordinieren, unterschiedliche inhaltliche Vorstellungen diskutieren, u. U. aufeinander abstimmen, Planungen vorbereiten, empfehlen, ohne ver­pflichtende Beschlüsse zu fassen. Um eine zielführende Erörterung der Bedarfslagen zu ermöglichen, sollen die Arbeitsgemeinschaften unter einem Schwerpunkt für jeweils bestimmte Jugendhilfebereiche arbeiten. Für die Fortentwicklung einer möglichst dem städtischen Bedarf entsprechenden differenzierten Angebotspalette im Bereich der Hil­fen zur Erziehung ist eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft zur Vorbereitung der Jugendhilfeplanung einzurichten.

Eine auf Dauer angelegte Arbeitsgemeinschaft wird zweckmäßigerweise auf der Basis einer schriftlichen Regelung geführt. Eine solche Geschäftsordnung regelt die Zusammenset­zung, Feststellung der Tagesordnung, die Sitzungsleitung, Protokollfragen und die weitere Zusammenarbeit. Arbeitsgemeinschaften sollen im Vorfeld der Jugendhilfe­planung die Möglichkeit bieten, Planungen des Trägers der öffentlichen Jugend­hilfe und die Planungen der verschiedenen Träger der freien Jugendhilfe anzure­gen und abzustimmen. Die Bestimmung der Zielrichtung der Jugendhilfeplanung bleibt dem Jugendhilfeausschuss vorbehalten.  Dem Jugendhilfeausschuss ist folglich vorbehal­ten über die Geschäftsordnung zu beschließen.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

keine

 

 

 

Anlagen:

Geschäftsordnung der Arbeitsgemeinschaft Erziehungshilfe in der Stadt Salzgitter

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich ArbGemeinschaft Erziehungshilfe 78_GeschOrd_16mrz2010 (61 KB) PDF-Dokument (158 KB)