Vorlage - 5070/15-AW

Betreff: Wasserlieferverträge für Salzgitter; Anfrage der SPD-Fraktion (5070/15) vom 12.04.2010 im Umwelt-, Planungs- Bauauschuss am 14.04.2010
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:02 - Stabsbereich Beteiligungen, Wirtschaft und Statistik   
Beratungsfolge:
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Information
11.08.2010 
40. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Verwaltung hat die Geschäftsführung der WEVG zur Anfrage der SPD-Fraktion (5070/15) vom 14.04.2010 um Stellungnahme gebeten. Auf Basis dieser Stellungnahme werden die Fragen wie folgt beantwortet:

Frage 1:
Welche Überlegungen hat die Verwaltung/ WEVG um die Wasserversorgung in Salzgitter aus vertraglicher, technischer und qualitativer Sicht sowie unter den Kostengesichtspunkten und der Konzernverbundenheit weiterhin sicherzustellen?

 

Frage 2:
Wird in den Überlegungen auch die Frage „hartes“, „weiches“ und „Misch-Wasser“ unter Berücksichtigung der Bezugsquellen einbezogen?

a)      Welche Qualitätsunterschiede bestehen bei den verschiedenen Varianten? Welche Vor und Nachteile gibt es dabei (u.a. im Gesundheitsbereich und der vorhandenen technischen Haushaltsausstattung)?

b)      Welche technischen Voraussetzungen und Wasser-Bezugsquellen sind für die einzelnen Systeme notwendig/ sinnvoll? Wie wirken sie sich auf die Preisgestaltung aus?

 

Frage 3:
Wie sieht die Termin- und Entscheidungslage aus, damit die Weichen rechtzeitig für die weitere Wasserversorgung gestellt werden können? Wie werden die Gremien eingebunden?

 

Antwort der Verwaltung zu Fragen 1-3:

Als Vorlieferant bedient sich die WEVG der Salzgitter Flachstahl GmbH mit der ein Wasserlieferungsvertrag besteht. Vertragsrechtlich ist die WEVG bis zum 30.06.2016 an die Salzgitter-Flachstahl GmbH gebunden (zweijährige Kündigungsfrist vor Ablauf, ansonsten automatische Verlängerung um 10 Jahre).

 

Die Salzgitter Flachstahl wiederum gewinnt ihr Wasser in den Wasserwerken Böum, Alt Wallmoden und Baddeckenstedt. Eine Anbindung an das Leitungsnetz der Harzwasserwerke besteht nicht.

 

Die Salzgitter Flachstahl GmbH beabsichtigt sich von der Wasserversorgung im Stadtgebiet Salzgitters zu trennen.

 

Die WEVG steht mit der Salzgitter Flachstahl GmbH in intensiven vertraulichen Verhandlungen. Ziel der Gespräche mit allen Beteiligten ist es, gemeinsam ein tragfähiges Konzept für die Zukunft zu finden. Dabei werden diverse Varianten vom Neubau bis zur teilweisen Übernahme von Leitungen und Anlagen der Flachstahl GmbH und deren Sanierung geprüft, um eine verbraucherfreundliche Lösung zu finden. In diesem Zusammenhang werden auch Möglichkeiten des Bezuges von weichem Wasser unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten diskutiert. Die Möglichkeit einer Mischwasservariante aus Grundwasser und weichem Talsperrenwasser wird ebenfalls auf Machbarkeit und Verbraucherfreundlichkeit untersucht. Zu beachten ist dabei unter wirtschaftlichen Aspekten allerdings, dass hierzu eine hohen Ansprüchen genügende Mischstation benötigt wird. Dies wäre insbesondere der Fall, wenn das örtliche harte Wasser mit weichem Wasser aus dem Harz gemischt werden soll.

 

Es wird angestrebt, dass erste Verhandlungsergebnisse im Herbst 2010 vorliegen.

 

Beide Wasserarten, das zurzeit bezogene harte Wasser von der Salzgitter Flachstahl GmbH, wie auch weicheres Wasser von einem anderen Vorlieferanten, haben Vor- und Nachteile.

 

Hartes Wasser ist mineralreich, da es aus Grund und Quellwasserwerken gefördert wird. Es durchfließt im Erdreich verschiedene Bodenschichten, in denen es vor allem mit Kalzium und Magnesium natürlich angereichert und so zum gesunden Trinkgenuss aus der Leitung wird. Die Mineralien des harten Wassers hren jedoch zu einer stärkeren Verkalkung von Leitungen und Haushaltsgeräten gegenüber dem weichen Wasser (siehe Anlage).

 

Weiches Wasser hingegen hrt zu weniger Kalkablagerungen gegenüber hartem Wasser und reinigt die Gewebe bei Waschvorgängen schonender und mit weniger Waschmitteln. Unter Gesundheitsaspekten kann weiches Wasser gegenüber dem harten Wasser im Hinblick auf den Mineralgehalt nicht mithalten, da es sich hier um Oberflächenwasser bzw. Talsperrenwasser handelt.

 

 

Die Verwaltung bittet um Verständnis, dass über den aktuellen vertraulichen Verhandlungsstand derzeit keine weiteren Informationen gegeben werden können. Die Verwaltung wird in die laufenden Vertragsverhandlungen einbezogen. Sie wird nach Abschluss der Verhandlungen und dem Vorliegen eines Ergebnisses den zusndigen Gremien berichten.

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage (863 KB)