Vorlage - 5212/15

Betreff: Städtebaulicher Rahmenplan Altstadt Salzgitter-Bad
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Süd Information
03.11.2010 
39. öffentliche / nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Information
10.11.2010 
42. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Information
Rat der Stadt Salzgitter Information
24.11.2010 
44. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Mitteilung:

 

Das Planungsbüro „Planerwerkstatt 1“ aus Hannover wurde mit der Erstellung des städtebaulichen Rahmenplans Altstadt Salzgitter-Bad beauftragt.

Zur Einbindung der Öffentlichkeit in den Planungsprozess wurde von Beginn an ein Arbeitskreis aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Politik und Verwaltung gebildet. Dieser hat in sechs Sitzungen zusammen mit dem Planungsbüro die Ausgangssituation erörtert sowie Ziele und Maßnahmen entwickelt.

Der daraus entstandene Entwurf des städtebaulichen Rahmenplanes wurde im März 2010 dem Ortsrat Süd und dem Umwelt-, Planungs- und Bauausschuss vorgestellt. Im April 2010 erfolgten die öffentliche Auslegung sowie die Diskussion des Entwurfs des Rahmenplans im Rahmen einerrgerversammlung in SZ-Bad.

Die vorrangigen Ziele und Maßnahmen der Planung sind

?         eine verbesserte Anbindung der Nordstadt (bestehende Querungsmöglichkeiten verbessern und neue schaffen),

?         verbesserte Querungsmöglichkeiten der Bahnlinier Fußnger (Schaffung einer weiteren Querungsmöglichkeit, Verbesserung der vorhandenen),

?         eine Verbesserung der Eingänge in die Altstadt (Verknüpfung Kniestedt-Süd, bauliche Betonung Eingang „Am Pfingstanger“, Querungsmöglichkeiten Hinter dem Salze),

?         eine Verbesserung der Übergänge in die Altstadt (Parkplatzgestaltung Fachmarktzentrum E-Center, Gestaltung Bahnhofsvorbereich, Gestaltung Schützenplatz/Breslauer Straße),

?         eine Verbesserung der Übergänge in der Altstadt (Umgestaltung Marktplatz, Umgestaltung westl. Bohlweg/Vöppstedter Tor, Umgestaltung „Grünplatz“ am Kirchhof, Verknüpfung Grünplätze und Ergänzung Grünverbindungen, Erhalt und Sicherung der stadtbildprägenden Gebäudeensembles),

?         die Entwicklung eines „Alleinstellungsmerkmals“ unter Einbeziehung der Leitbildbegriffe „Wasser, Salz, Plätze, Licht“ zur Attraktivierung der Altstadt.

 

Das ehrenamtliche Engagement im Arbeitskreis wurde von Oberbürgermeister Klingebiel bei der letzten Arbeitskreissitzung, an der er persönlich teilgenommen hat, besonders gelobt. Gerade derartige Beteiligungsverfahren sind besonders geeignet, die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse mit einzubinden und damit die Identifikation mit der Stadt zu stärken. Es ist jedoch zwingend erforderlich, Maßnahmen zu entwickeln, die einen Alleinstellungscharakter besitzen. Denn nur diese sind geeignet, die Altstadt von Salzgitter-Bad nachhaltig zu beleben.

 

 

Dies vorausgeschickt bewertet die Verwaltung im Einzelnen den vorliegenden städtebaulichen Rahmenplan wie folgt:

 

1.)

Die Maßnahmen der Ziffern

 

                            6.2.2, Maßnahmen 4a und b

                            6.2.3, Maßnahme 5b

                            6.4.3, Maßnahme 11a

                            6.5.5, Maßnahme 16

                            6.6.1, Maßnahmen 17a und b

                            6.6.2, Maßnahmen 18a und b

                            6.6.3, Maßnahmen 19b und c

                            6.6.4, Maßnahmen 20a - c

                            6.7.1, Maßnahme 21c

 

erscheinen geeignet, die Altstadt von Salzgitter-Bad nachhaltig zu beleben.

 

2.)

Folgende Maßnahmen werden verwaltungsseitig auf Zweckmäßigkeit und Realisierbarkeit geprüft werden:

 

Die Verwaltung wird zu Ziffer 6.1.1, Maßnahme 1, eine Verbesserung der Querungsmöglichkeiten der Bundesstraße 248 in Höhe der Einmündung der Erikastraße prüfen. In erster Linie soll hier jedoch die Beseitigung einer Gefahrenstelle für Fußnger durch eine lichtsignalgeregelte Kreuzung beziehungsweise Wegnahme der vorhandenen Querungshilfen sein.

 

In Bezug auf die in Ziffer 6.2.1, Maßnahme 3, vorgeschlagene Fußngerbrücke in nördlicher Verlängerung der Klesmerstraße, wird die Verwaltung die Umsetzbarkeit ohne den vorgeschlagenen Aufzug prüfen. Geprüft wird auch der in Ziffer 6.2.3, Maßnahme 5c, vorgeschlagene funktionsgerechte und ansprechend gestaltete Ausbau des Fußngerüberweges an der Busschleife (Ausschwenkung der Verbindung zum ZOB aus der südlichen Breslauer Straße).

 

Ein Abbruch der nicht mehr erforderlichen nördlichen Eisenbahnbrücke (Ziffer 6.2.3, Maßnahme 5d) zur Steigerung der Attraktivität der Unterführung erscheint nicht sinnvoll, da ein solcher Rückbau mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden wäre.

Eine Steigerung der Attraktivität könnte jedoch schon mit einem geringeren Mitteleinsatz erreicht werden. In Frage käme hier zum Beispiel die Installation von bunten/weißen Lichteffekten oder Lichtspielen, welche gegebenenfalls über eingebaute Sensoren auf vorbeigehende Passanten reagieren. Denkbar wären auch „geschaltete Lichtreihen“ oder Lichtelemente.

 

Zur Anbindung des Bahnhofsvorplatzes an die Altstadt (Ziffer 6.4.2, Maßnahmen 10a und b) wird die Verwaltung die Schaffung eines weiteren Zebrastreifens in Höhe des Bahnhofsvorbereiches prüfen. Die vorgeschlagene Überdachung wird abgelehnt.

 

Die in Ziffer 6.5.1 genannten Maßnahmen zur Umgestaltung des Marktplatzes erscheinen nicht zuletzt aufgrund des erforderlichen Mitteleinsatzes überwiegend nicht realisierbar. Durch die Verwaltung geprüft wird jedoch die Attraktivitätssteigerung des Bereiches um den Pavillon durch Anlegen von kleinen Wasserläufen und/oder -spielen ausgehend von der bereits bestehenden Brunnenanlage. Weitet man diese „Wasserspiele“ auf Teile des Marktplatzes aus, könnte das durch den dort befindlichen Absatz bestehende Gefälle genutzt werden. Weiter könnten Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einladen und insgesamt zu einer Belebung des Bereiches führen.

 

3.)

Die Maßnahmen der nachfolgend aufgeführten Ziffern werden zur Umsetzung nicht empfohlen, da diese nicht geeignet sind, eine nachhaltige Belebung der Altstadt von Salzgitter-Bad herbei zu führen.

 

Ziffern:              6.1.2, Maßnahme 2

6.2.3, Maßnahme 5a, d und e

6.3.1, Maßnahme 6

6.3.2, Maßnahmen 7a und b

6.3.3, Maßnahmen 8a - e

6.4.1, Maßnahmen 9a - d

6.4.2, Maßnahmen 10a und b

6.4.3, Maßnahme 11b

6.5.1, Maßnahmen 12a - e

6.5.2, Maßnahmen 13a und b

6.5.3, Maßnahmen 14a und b

6.5.4, Maßnahmen 15a - c

6.6.3, Maßnahmen 19a und d

6.7.1, Maßnahmen 21a, b, d und e

6.7.2, Maßnahmen 22a - d

 

Die Verwaltung wird die Umsetzung der unter 1. genannten Maßnahmen angehen und die Umsetzung der unter 2. genannten Maßnahmen prüfen. Sollte ein Projektbeschluss erforderlich sein, erfolgt eine gesonderte Beschlussvorlage.

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:   keine

 

 

Anlagen:

Der über 180 Seiten umfassende sdtebauliche Rahmenplan Altstadt Salzgitter-Bad ist dieser Vorlage nicht beigefügt, aber im Ratsinformationssystem einsehbar. Den Fraktionen werden jeweils 3 Exemplare zur Verfügung gestellt.

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Rahmenplan SZ-Bad (12295 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 00 U-Gebiet nach S.8 (1193 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 01 Struktur UG nach S.24 (955 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich 02 Funktionale Aspekte nach S.32 (1289 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich 03 Gestaltaspekte nach S. 36 (743 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich 04 Durchgangszählung nach S.44 (885 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich 05 Überg_Aspekte nach S. 54 (1391 KB)      
Anlage 8 8 öffentlich 06 Eingänge_Übergänge nach S. 60 (182198 KB)      
Anlage 9 9 öffentlich 07 Durchgänge_Plätze nach S. 66 (134144 KB)      
Anlage 10 10 öffentlich 08 Vorrang.Zielvorstellungen nach S.76 (1576 KB)      
Anlage 11 11 öffentlich 09 Vorrangige Ziele+Maßnahmen nach S. 92 (93 KB)      
Anlage 12 12 öffentlich 09a Weitere Ziele+Maßnahmen nach S. 92 (33 KB)