Vorlage - 5231/15

Betreff: Bau- und Ausstattungsmaßnahmen für die Grundschule Dürerring im Rahmen des Ganztagsschulunterrichts
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:40 - Fachdienst Bildung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur Beschlussvorbereitung
01.09.2010 
29. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
09.09.2010 
35. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Werksausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
23.09.2010 
59. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

1.   Für den Ganztagsschulunterricht ist das Schulgebäude der Grundschule Dürerring baulich zu erweitern und bedarfsgerecht auszustatten.

In einem Anbau sollen die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine angemessene Mittagessenversorgung und die Nachmittagsbetreuung der Schülerinnen und Schüler geschaffen werden.

 

2.   Die Gesamtinvestitionskosten werden auf 565.500.- € festgesetzt.

 

3.   Dem Projektentwurf des Eigenbetriebes Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter wird zugestimmt.

 

4.   Die Maßnahme ist in den Jahren 2011 und 2012 zu realisieren.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Mit Zustimmung des Rates der Stadt Salzgitter vom 25.02.2009 (Vorlage 3459/15) und Genehmigung durch das Nieders. Kultusministerium (MK) wird die Grundschule Dürerring seit dem 01.08.2009 als offene Ganztagsschule geführt.

Im Schuljahr 2009/2010 wurden dort insgesamt 201 Schülerinnen und Schüler beschult (Quelle: städt. Schülerstatistik vom 15.09.2009). Für das Schuljahr 2010/2011 sind nach Aussage der Schulleitung 212 Grundschulkinder angemeldet. In den folgenden Schuljahren muss von einer vergleichbaren Schülerzahl aufgrund des Ganztagsschulstatus der Schule ausgegangen werden. Am Ganztagsbetrieb (freiwillig) nehmen 162 Schulkinder teil.

 

Ganztagsschulen können nur sinnvoll arbeiten, wenn die infrastrukturellen Grundvoraussetzungen für deren Betrieb vorliegen. Als Schulträger hat die Stadt Salzgitter gemäß § 23 des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) in Verbindung mit dem MK-Runderlass „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztagsschule“ vom 16.03.2004 diese Voraussetzungen (insbesondere für Mittagessenversorgung und Freizeitaktivitäten) zu schaffen. Konkret bedeutet es, dass der Schulträger die Pflicht hat, eine angemessene Mittagessenversorgung sicherzustellen.

Dafür sind im letzten Jahr einige kleine Gruppenräume baulich und ausstattungsmäßig für den Ganztagsunterricht umgestaltet worden (Ruheraum, Leseraum, Sprachförderraum, Spielraum).

Wesentlicher Bestandteil der Ganztagsbeschulung ist die tägliche Mittagessenversorgung. Hier bestand schon vor Umwandlung zur Ganztagsschule eine Kooperation mit dem in örtlicher Nähe befindlichen Diakonie-Treff Fredenberg. Im Rahmen des städt. Nachmittagsbetreuungsprojektes wurde den Schulkindern u. a. eine warme Mahlzeit gereicht. Dieses Projekt war auf max. 20 Grundschulkinder ausgelegt, da die Raumkapazitäten des Treffs begrenzt sind und eine Erweiterung der Einrichtung nicht möglich ist.

 

In Absprache mit der Schule hat die Verwaltung nach Lösungsmöglichkeiten für eine Mittagessenversorgung für eine größere Anzahl von Schulkindern im eigenen Schulgebäude gesucht. Umgestaltungen der Unterrichtsräume für diesen Zweck sind nicht möglich, da der vorhandene Raumbestand von 10 AUR und 2 FUR (Werken, Freizeitraum) auch mittel- und langfristig für Unterrichtszwecke vorgehalten werden muss. Es ist in diesem Planungszeitraum von einer Zwei – Dreizügigkeit auszugehen.

Zur vorübergehenden Sicherung der Mittagessenversorgung wurde als Übergangslösung die kleine Schulküche als Zubereitungsküche umgestaltet. Die Esseneinnahme erfolgt im Mehrzweckareal (Pausen-, Freizeit- und Veranstaltungsbereich). Personell wird die Versorgung durch eine Cateringfirma sichergestellt. Alle Geschäftsbeziehungen werden direkt zwischen der Grundschule und der Firma geregelt. Für die Stadt Salzgitter entstehen außer der Übernahme der Energiekosten keine weiteren Kosten.

Im vergangenen Schuljahr haben bereits 70 Schulkinder am Mittagessen teilgenommen (ca. 35% der Schülerinnen und Schüler). Die Schulleitung erwartet im kommenden Schuljahr noch einen Anstieg dieser Zahl.

Erfahrungen nach diesem Schuljahr belegen, dass es sich hier tatsächlich nur um eine räumliche Übergangslösung handeln kann. Die Küche ist zu klein und unzureichend ausgestattet, die Hygieneauflagen können nicht im vollen Umfang erfüllt werden, es fehlen Lagermöglichkeiten, der Weg zwischen Küche und Essenseinnahme ist zu weit. Im Mehrzweckareal gibt es immer wieder Störungen, eine ruhige Essenseinnahme ist nicht möglich; zudem ist das Raumangebot ebenfalls begrenzt und nicht zuletzt entstehen zusätzliche Aufbau- und Abbauarbeiten für Tische und Stühle. Insoweit besteht dringender Handlungsbedarf.

 

Gemeinsam mit der Schulleitung hat die Verwaltung eine Gebäudeerweiterung geplant, die einerseits die Mittagessenversorgung von bis zu 100 Schulkindern (Essen im Zweischichtsystem) und andererseits auch noch die unzureichenden Lager- und Abstellmöglichkeiten (Schule hat keine Kellerräume) berücksichtigt.

 

 

Raumprogramm:

 

Das Raumprogramm ist in der Anlage beigefügt und stellt sich wie folgt dar:

·      Speisesaal (85 m²) mit 48 Sitzplätzen

·      Küchentrakt (56 m²) mit Essenzubereitungs und –ausgabebereich (26 m²), Spülküche (12 m²), Lager (7 m²), Personalraum (6 m²), WC (2 m²) und Abstellraum (4 m²).

·      Gruppenraum (25 m²) im Ganztagsunterricht multifunktional nutzbar als AG- bzw. Förderraum

·      2 Abstellräume (42 m²) zur Aufbewahrung von Spiel-, Sport- und Freizeit-utensilien (1 Raum auch von außen zugänglich)

·      Flur (10 m²) als Verbindung zwischen Gebäudealtbestand und Erweiterungstrakt

 

 

Erschließung und Nutzung

Der geplante Versorgungstrakt ist eingeschossig konzipiert und wird mittels eines Durchbruchs an den vorhandenen Flur im Bestand angeschlossen. Das Gebäude bleibt somit barrierefrei. Von hier werden Ver- und Entsorgungsleitungen aus dem Bestand in den Neubau verlängert. Die Lage des Anbaus ist so gewählt, dass die Außenanlagen nur minimal beansprucht werden.

 

 

Grundstücksverhältnisse

1993 wurde die Grundschule Dürerring mit den dazugehörigen Sportanlagen unter der Regie der WBV gebaut. Das Grundstück wurde im Rahmen eines Erbaurechtsvertrages an die WBV verpachtet. Die Vermögensverwaltungsges. Thiede mbH u. Co. Grundschulen-Vermietungs-KG, Hannover, an der zu 99,8% die Nord/LB und die Sparkasse sowie zu 0,2% die WBV beteiligt ist, hat am 30.12.1993 das Schulgebäude zu den Herstellungskosten übernommen. Das Schulgebäude wurde an die WBV und weiter an die Stadt Salzgitter vermietet. 1994 wurde die WBV beauftragt, auf dem Erbbaugrundstück einen Schulerweiterungsbau zu errichten. Das Erbbaurecht fällt nach Ablauf des Erbbaurechtsverhältnisses von 25 Jahren samt Schulgebäude entschädigungslos an die Stadt Salzgitter zurück. Anlässlich einer steuerlichen Prüfung bei der Vermögensverwaltungsges. Thiede wurde festgestellt, dass das Schulgebäude dem wirtschaftlichen Eigentum der Stadt Salzgitter und damit zuständigkeitshalber dem Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter (EB SZ-G.E.L.) zuzurechnen sei. Aufgrund dessen erfolgte zum 01.01.2008 die Übertragung der Objekte zu einem Buchwert von insgesamt 2,59 Mio. € in das Anlagevermögen des Eigenbetriebs. Zusätzlich übernahm der Eigenbetrieb den aktuellen Stand der Darlehensverpflichtung in gleicher Höhe.

Der nun durchzuführende Erweiterungsbau und dessen Finanzierung erfolgt demzufolge direkt durch den EB SZ-G.E.L.

 

 

Bautechnik

Der Anbau ist in Massivbauweise geplant. Um das Volumen des Baukörpers in wirtschaftlichen Bereichen zu halten, beschränkt sich die erforderliche größere Raumhöhe auf den Speisesaal. Durch diese Konzeption wird die vorhandene langgezogene Dachlandschaft unterbrochen und sorgt so für eine angenehme Maßstäblichkeit auf dem Schulgelände wie auch aus städtebaulicher Sicht im Quartier.

 

 

Kosten nach DIN 276

 

100

Grundstück

vorhanden

200

Herrichten und Erschließen

12.500,- €

300 + 400

Baukonstruktion, technische Anlagen

335.000,- €

500

Außenanlage

44.000,- €

600

Ausstattung

84.000,- €

700

Baunebenkosten

90.000,- €

 

 

 

 

Gesamtsumme incl. 19% MwSt.

565.500,- €

 

 

Für das Projekt wurde im Zeitraum vom 22.07.2009 bis 13.04.2010 ein Investitionscontrollingverfahren durchgeführt, in dem die hier vorgelegte Planung sowohl aus schulfachlicher und schulentwicklungsplanerischer Sicht als auch unter wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten geprüft wurde. Anzumerken ist, dass die für die Übergangsregelung angeschafften Küchengeräte (Kühltheke, Kühl-und Gefriergeräte, Gardämpfer) auch in der neuen Küche Verwendung finden werden; gleiches gilt für Tische und Stühle.

 

Die Bauinvestitionsmittel für das Projekt sind in Anlage 4 des Wirtschaftsplanes 2010 des EB SZ-G.E.L. mit 200.000,-€ für das Jahr 2011 und 281.500 € für das Jahr 2012 veranschlagt. Die Ausstattungsmittel in Höhe von 84.000,-€ werden im Haushaltsplanentwurf 2011 bei den Investitionsmaßnahmen des Fachdienstes Bildung für 2012 vorgemerkt.

 

Darstellung der finanziellen Auswirkungen in den Folgejahren:

 

Gebäude

Ausstattung

 

Investitionsvolumen (Auszahlung Finanzhaushalt 2010 und 2011 gesamt)

481.500,- €

84.000,- €

Zinsen i.H. v. durchschnittl. p. a.*

(bei Zinssatz 3,75 %)

14.350,- €

 

Abschreibung

(linear 1,515 % auf die Nutzungsdauer von 66 Jahren)

7.300.- €

 

Bauunterhalt (1,2 % der Herstellungskosten p. a.)

5.800.- €

 

sonstige umlagefähige Kosten

350,- €

 

Kostenmiete p. a. (ab 2011)

27.800,- €

 

Nebenkosten

(Betriebskosten z.B. für Energie, Versicherung, Abfall, Grünpflege, Hausmeisterdienst, Reinigung für 242 m² BGF= 56,00 € /m² p. a.)

13.000,- €

 

Summe Miete incl. Nebenkosten

40.800,- €

 

Zinsen i. H. v. 3,75 % p. a., im ersten Jahr

(Investitionsvolumen von 84 .000 €)

(Tilgung 2% p. a. €)

 

3.150.- €

Tilgung 10% p. a.

 

8.400.- €

Abschreibung

(linear 10 % bei durchschnittl 10 Jahren Nutzungsdauer)

 

8.400.- €

ersparter Bauunterhalt

0.- €

0.- €

* Annuitätendarlehen mit Laufzeit 66 Jahre (=Nutzungsdauer):

  - Tilgungsanteil steigt jährlich

  - Zinsanteil sinkt jährlich

 

 

Finanzielle Auswirkungen: sind in der Vorlage dargestellt

 

Finanzielle Auswirkungen: sind in der Vorlage dargestellt

Anlagen:

Anlagen:

Grundriss

              Lageplan (Luftbild)

              Schaubild

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Grundriss (207 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Luftbild (125 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Schaubild (119 KB)