Vorlage - 5589/15-AW

Betreff: Schadstoffmessungen
Anfrage der SPD-Ratsfraktion vom 27.10.2010 für die Sitzung des Rates am 24.11.2010
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter   
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
24.11.2010 
44. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Die Verwaltung beantwortet die Fragen der SPD-Ratsfraktion wie folgt:

 

Einleitung:

 

Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden in den Schulgebäuden Salzgitters für alle darin lernenden und arbeitenden Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben für die Verwaltung hohe Priorität. Neben dem Schulsanierungsplan wird die Ermittlung und Beseitigung von Schadstoffen, die von Baustoffen ausgehen könnten, vorangetrieben. Bei den aktuellen Sanierungs-, Neu- und Erweiterungsbaumaßnahmen werden nur Materialien verwendet, die den aktuellen Richtlinien zur Verwendung gesundheitsgerechter, unschädlicher Baustoffe entsprechen.

 

Schädliche Baustoffe können mit modernen Messmethoden immer genauer identifiziert werden. Daher werden bei der Umsetzung des Schulsanierungskonzepts bereits die möglichen Schadstoffquellen in den einzelnen Sanierungsbauteilen ermittelt, Schadstoffmessungen durchgeführt und die Sanierungsplanung auf die Schadstoffbeseitigung ausgerichtet.

 

Untersucht werden Materialproben und die Raumluft in Gebäudeteilen, die aufgrund ihres Alters und ihrer Materialverwendung folgende Schadstoffe enthalten könnten: Asbest, Formaldehyd, polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), polychlorierte Biphenyle (PCB), Holzschutzmittel (wie Pentachlorphenol, Lindan), künstliche Mineralfasern (KMF) und Flammschutzmittel (TCEP). Bei der Bewertung der Ergebnisse wird sich nach den technischen Baubestimmungen und den Vorgaben der Innenraumluftkommission des Umweltbundesamtes und der Oberen Landesgesundheitsbehörden gerichtet.

 

Aktuelles Vorgehen

 

Neben den aktuellen Baumaßnahmen und den damit verbundenen Schadstoffsanierungen wird zusätzlich besonderer Wert auf Erkenntnisse von möglichen Schadstoffquellen gelegt, die aufgrund der regelmäßig stattfindenden Schulbegehungen und aufgrund aktueller Informationen über Beeinträchtigungen weitergegeben werden. Hier werden sofort Schadstoffmessungen durchgeführt. Bei Überschreiten der Eingreifwerte erfolgt eine anschließende unverzügliche Sanierung der betroffenen Räume. Das Vorgehen basiert auf vier Bausteinen:

 

1.     Analyse der Gebäudedokumentation anhand der Bauunterlagen

 

Alle Bauakten sind hinsichtlich der verwendeten Baumaterialien durchgearbeitet worden.

 

2.     Regelmäßige Gebäudebegehungen, insbesondere Schulbegehungen

 

Es finden regelmäßig Sicherheits- und Hygienebegehungen statt. Im Rahmen dieser Begehungen werden augenscheinliche Schadstoffquellen erkannt. Es werden stichprobenartig und insbesondere bei Beschwerdefällen Messungen mit einer gesundheitlichen Bewertung und Sanierungsempfehlung durchgehrt.

 

3.     Anlassbezogene Maßnahmen

 

Ergeben sich aktuelle Hinweise über potenzielle Schadstoffbelastungen, wird sofort eine Untersuchung der Bauteile beauftragt. Nach dem Vorliegen des Untersuchungsberichts werden die erforderlichen Maßnahmen durchgeführt.

 

4.     Schulsanierungsplan

 

Bei der Abarbeitung dieses Sanierungsplans werden die Gebäude im Vorfeld auf Schadstoffbelastungen untersucht. Für die Sanierungsplanung werden eventuell ermittelte Schadstoffquellen berücksichtigt und im Zuge der Sanierungsarbeiten beseitigt.

 

 

Information und Kommunikation

 

Die Schulleitungen werden in die Schadstoffermittlungen einbezogen. Die Standorte, Zeiten und Arten der Messungen werden abgesprochen. Nach Auswertung wird über die Ergebnisse und die einzuleitenden Maßnahmen informiert. Zeitgleich werden die politischen Gremien über die Sachlage und das weitere Vorgehen unterrichtet. Es wird großer Wert auf eine transparente Information und eine offene Kommunikation gelegt.

 

Bisher hat die Verwaltung über gesicherte Gesamtergebnisse (Messungen und nachfolgende Kontrollmessungen) einzelner Schulgebäudekomplexe / Schulstandorte unverzüglich und zusammenfassend berichtet, wobei gleichzeitig die Maßnahmen aufgezeigt werden. Sichergestellt ist, dass künftig zeitgleich Politik, Schule, Eltern und die Öffentlichkeit informiert werden.

 

Stadtrat Grunwald hat in der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses am 10.11.2010 und im Werksausschuss für Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik am 11.11.2010 die Fraktionen gefragt, ob diese Informationsweise beibehalten werden soll oder ob die Fraktionen künftig über jede einzelne Messung unterrichtet werden möchten. Eine diesbezügliche Positionierung steht ausgenommen F.U.W. noch aus.

 

 

Frage 1:

 

Trifft es zu, dass in den letzten 3 Monaten Schadstoffmessungen an Schulen vor­genommen wurden?

 

Antwort:

 

Ja.

 

Frage 2:

 

An welchen Schulen wurden diese Messungen durchgeführt?

 

Antwort:

 

An folgenden Schulen wurden Messungen durchgeführt:

 

?         Gymnasium SZ-Bad, Standort Helenenstraße (Messung bereits im Januar 2010)

?         Kranichgymnasium, SZ-Lebenstedt

?         Grundschule SZ-Hallendorf

?         Grundschule Steterburg, SZ-Thiede

?         Grundschule Am Sonnenberg, SZ-Gebhardshagen

?         Dr.-Klaus- Schmidt-Hauptschule, SZ-Bad

?         Grundschule Am Ziesberg, SZ-Bad

?         BBS Fredenberg, SZ-Lebenstedt

?         Realschule SZ-Bad

?         Emil-Langen-Realschule, SZ-Lebenstedt

 

Nachrichtlich: Im Rahmen der Inaugenscheinnahme der Schulen in Salzgitter mit Parkettböden wurde festgestellt, dass an der Hauptschule An der Klunkau (Außenstelle Goethestraße), SZ-Lebenstedt, und der IGS Amselstieg, SZ-Lebenstedt, kein teerhaltiger Kleber vorhanden ist, so dass dort keine Messungen erforderlich wurden.

 

Frage 3:

 

Welche Schadstoffe (bitte konkret auflisten) wurden bei den Messungen festgestellt?

 

Antwort:

 

Zuvor wird aufgelistet, auf welche Schadstoffe untersucht wurde:

 

?         Gymnasium SZ-Bad, Standort Helenenstraße: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         Kranichgymnasium: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         GS Hallendorf: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         GS Steterburg: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         GS Am Sonnenberg: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA) und Probeentnahme zur PCB/PCN-Untersuchung aus der Holzvertäfelung an der Decke und der Teerkleber auf Asbestbestandteile

?         Dr.-Klaus-Schmidt-HS: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         GS Am Ziesberg: Messungen auf die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA)

?         BBS Fredenberg: Asbestuntersuchung und periodische PAK-Kontrollmessungen in der Werkstatt.

?         RS SZ Bad: Messung auf leichtflüchtige, organische Substanzen (VOC)

?         Emil-Langen-RS: Untersuchung auf Asbest und auf PCB

 

Die 16 PAK-Leitsubstanzen (nach EPA) beinhalten die leichter flüchtigen Substanzen (Naphthalin, Acenaphthalin, Acenaphthen, Anthracen, Phenanthen, Fluoranthen, Fluoren, Pyren) und die schwerer flüchtigen PAK (Chrysen, Benzo(a)anthracen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(k)fluoranthen, Benzo(a)pyren, Indeno(1,2,3-cd)pyren, Dibenzo(a,h)anthracen, Benzo(g,h,i)perylen).

 

Anlage 1 fasst die Ergebnisse der PAK-Raumluftmessungen zusammen (Stand vom 15.11.2010). Folgende Schadstoffe wurden festgestellt:

 

?         Gymnasium SZ-Bad, Standort Helenenstraße: siehe Anlage 1, Seite 1

?         Kranichgymnasium: siehe Anlage 1, Seite 2 oben

?         GS Hallendorf: siehe Anlage 1, Seite 2 unten

?         GS Steterburg: siehe Anlage 1, Seite 3 und 4

?         GS Am Sonnenberg: siehe Anlage 1, Seite 5 und 6,

PCP/PCN in der Holzvertäfelung und Asbestbestandteile im Teerkleber konnten nicht nachgewiesen werden, siehe Anlage 1, Seite 6 Mitte

?         Dr.-Klaus-Schmidt-HS: siehe Anlage 1, Seite 7

?         GS Am Ziesberg: siehe Anlage 1, Seite 8

 

Weitere Ergebnisse der Messungen, die über die PAK-Raumluftmessungen hinaus ermittelt wurden, sind:

 

?         BBS Fredenberg: Kein Nachweis von Asbest. Die Ergebnisse der periodischen Kontrollmessungen in der Werkstatt werden zusammen mit den Analyseberichten (Antwort zur Frage 4) zur Verfügung gestellt.

?         RS SZ-Bad: 2-Ethyl-1-Hexanol

?         Emil-Langen-RS: Kein Nachweis von Asbest

 

Frage 4:

 

Welche Messwerte wurden bei den Schadstoffen (bitte konkret auflisten) ermittelt?

 

Antwort:

 

Die Laboranalyseberichte mit den einzelnen Messwerten werden zurzeit von der Verwaltung zusammengestellt, kopiert und den Fraktionen am 06.12.2010 zur Vergung gestellt.

 

Frage 5:

 

Gibt es für diese Schadstoffe Grenzwerte?

 

Wenn ja:               a)              wo liegen diese Grenzwerte?

              b)              welche Maßnahmen müssen bei welchen Grenzwertüberschreitungen              erfolgen?

 

Antwort:

 

a)

 

Eine einheitliche Begrifflichkeit (z.B. Grenzwerte) für alle Schadstoffe gibt es nicht. Für Schadstoffe gibt es Normalwerte, Richtwerte, Orientierungswerte, Auffälligkeitswerte und Geruchsschwellen. Für die Richtwerte gibt es Sanierungszielwerte und Eingreifwerte.

 

1.     PAK (polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

 

Vom Umweltbundesamt (UBA) wurde im Jahr 1999 für die analytische und regulatorische Praxis von PAK-Konzentrationen in Innenräumen Benzo(a)pyren als Leitsubstanz definiert. Bei Konzentrationen von > 10 mg Benzo(a)pyren/kg Hausstaub sollen expositionsmindernde Maßnahmen entwickelt werden. Ein Ablaufschema für den Umgang mit Parkettklebern dient seitdem als Leitfaden und fand bisher Anwendung auf Objekte der Stadt Salzgitter.

 

Seit 2004 bestehen behördliche Richtwerte für Naphthalin in der Raumluft mit einem Sanierungszielwert (Richtwert 1, RW I) von 2.000 ng/m³ und einen Eingreifwert (Richtwert 2, RW II) von 20.000 ng/m³.

 

Mit der Einführung eines KE-Wertes (Kanzerogenitätsäquivalent) veröffentlichte das Bremer Umweltinstitut im Jahr 2005 ein Bewertungsmodell für die Summe der 16 EPA-PAK. Nach Empfehlung des Bremer Umweltinstitutes gilt danach ein Sanierungszielwert KE < 2 und ein Eingreifwert KE > 10. Dieses Modell wurde behördlicherseits bisher nicht bestätigt.

 

2.     PCN (polychlorierte Naphthaline):

 

Zur Bewertung von Chlornaphthalin-Raumluftbelastungen liegen keine toxikologisch begründeten Richtwerte vor. Es wurden Mono- und Dichlornaphthaline nachge­wiesen, die weniger eine toxikologische als eine Geruchsproblematik darstellen. Mono- und Dichlornaphthaline fallen durch ihren typischen, unangenehmen, muffig-süßlichen Geruch auf, der auch Textilien anhaftet. Die Geruchsschwelle von Mono-Chlornaphthalin liegt bei ca. 4.000 ng/m³.

 

Vom ehemaligen Bundesgesundheitsamt (BGA) wurde ein Richtwert von 200.000 ng/m³ festgelegt.

 

3.     VOC (leichtflüchtige organische Substanzen)

 

Es gibt über hundert verschiedene leichtflüchtige organische Verbindungen in der Innenraumluft, für einige Stoffgruppen und Einzelsubstanzen wurden behördlicherseits toxikologisch hergeleitete Richtwerte bekanntgegeben. Für die größte Anzahl der Substanzen existieren bisher keine Richtwerte. Deshalb wurden von der AGÖF (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute) aus einer Vielzahl von Messergebnissen aus Wohnungen und öffentlichen Gebäuden Normalwerte, Auffälligkeitswerte und Orientierungswerte statistisch abgeleitet. Eine gesundheitliche Bewertung ist mit den Orientierungswerten nicht möglich.

 

Der AGÖF-Orientierungswert von 2-Ethyl-1-Hexanol beträgt 12.000 ng/m³.

 

b)

 

Entnommen aus: „Beurteilung von Innenraumluftkontaminationen mittels Referenz- und Richtwerten“ der Ad-hoc-Arbeitsgruppe der Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes und der Obersten Landesgesundheitsbehörden (7/2007):

 

Richtwert II-Überschreitungen:

Der Richtwert II (RW II) ist ein toxikologisch begründeter Wert. Er wurde unter der Bedingung einer kontinuierlichen und ganztägigen Nutzung (24-Stunden-Aufenthalt) eines Innenraums durch empfindliche Personengruppen (alte, schwache Personen, Kleinkinder) abgeleitet. Bei Überschreiten des RW II besteht unverzüglicher Handlungs- und Sanierungsbedarf. Unter Handlungsbedarf ist zu verstehen, dass umgehend eine Planung zur Verringerung der Exposition einzuleiten ist und die Sanierung kurzfristig erfolgen muss. Der Richtwert II gewährt dem Gutachter einen gewissen Handlungsspielraum, um z.B. weitere Bewertungsfaktoren wie Nutzungszweck, Nutzungsintensität, Lüftung o.ä. einbeziehen zu können. Nach Rücksprache mit dem NLGA (Niedersächsisches Landesgesundheitsamt) wird eine dreimonatige Sanierungszeit als zweckmäßig und angemessen angesehen.

 

Richtwert I-Überschreitungen:

Der Richtwert I (RW I) wird vom Richtwert II abgeleitet. Der RW I kann als Sanie­rungszielwert dienen. Eine Überschreitung des RW I weist auf eine erhöhte, aus hygienischer Sicht unerwünschte Exposition hin.

 

Orientierungswerte

Bei Überschreitung von Orientierungswerten entscheidet der Sachverständige unter Berücksichtigung des Einzelfalls in einer situativ-integrativen Bewertung über die weitere Vorgehensweise.

 

Frage 6:

 

Seit wann sind die Messergebnisse der Verwaltung bekannt?

 

Antwort:

 

Die Messergebnisse gehen per Fax und über den Postweg in der Verwaltung ein. Das Posteingangsdatum wird auf den Berichten dokumentiert. Die Proben werden vom Labor in der Regel innerhalb von 10 - 15 Tagen analysiert und der Verwaltung mitgeteilt. Einige Fälle, insbesondere die PAK-Analytik unter Lüftungsbedingungen, wurden im Eilauftrag im Oktober und November 2010 (Laboranalytik innerhalb von 3 bis 5 Werktagen) vergeben. Die letzten Ergebnisse wurden vom Analyselabor (Bremer Umweltinstitut) am 12.11.2010 mitgeteilt und sind seit diesem Tag der Verwaltung bekannt.

 

Frage 7:

 

Wann wurden die Messergebnisse den betreffenden Schulen bzw. ihren Schulleitun­gen mitgeteilt?

 

Antwort:

 

Die ersten Ergebnisse wurden den Schulleiterinnen der GS Steterburg und der GS Am Sonnenberg mündlich in den Herbstferien mitgeteilt. Die Dr.-Klaus-Schmidt-HS wurde am 29.10.2010 über erste Ergebnisse informiert. Die weiteren Messergebnisse wurden den Schulleitungen umgehend nach Eintreffen in der Verwaltung mitgeteilt.

 

Frage 8:

 

Welche Maßnahmen sind seitens der Verwaltung bisher erfolgt?

 

Antwort:

 

Die Schulleitungen wurde aufgefordert, nach jeder Unterrichtsstunde (nach den Vor­gaben des Schulleitfadens) die Klassenräume 5 Minuten mit weitem Öffnen der Fenster zu lüften. Wenn möglich, sollen bei RW II-Überschreitungen unter Lüftungsbedingungen bis zur Sanierung aus Vorsorgegründen Ausweichräume genutzt werden. Die Verwaltung hat umgehend die Sanierungsplanung eingeleitet.

 

Frage 9:

 

Welche Maßnahmen werden folgen, um die festgestellten Schadstoffbelastungen zu beheben?

 

Antwort:

 

Ab den Weihnachtsferien erfolgt eine kurzfristige Sanierung mit Entfernen der Parkettböden und dem PAK-haltigen Teerkleber. Estricharbeiten, Erneuerung des Bodenbelags und Malerarbeiten schließen sich an. Die Sanierungsmaßnahme wird durch so genannte „Freimessungen“ abgeschlossen. Erst danach werden die Räume zur Nutzung freigegeben.

 

Frage 10:

 

Welche Schlüsse zieht die Verwaltung darüber hinaus für die anderen Schulen?

 

Antwort:

 

Mit der getroffenen Maßnahme wurden alle Schulen der Stadt Salzgitter mit Parkett­den und teerhaltigem Kleber untersucht. In Bezug auf diese Schadstoffquelle ist damit die PAK-Untersuchung abgeschlossen

 

Frage 11:

 

Gab es in den vergangenen 2 Jahren Messungen in anderen Salzgitteraner Schulen, bei denen Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden?

 

Wenn ja:               a) wie hoch waren die Grenzwertüberschreitungen?

              b) welche konkreten Maßnahmen wurden dabei seitens der Verwaltung ergriffen?

 

Antwort:

 

a + b)

 

Siehe Mitteilungsvorlage 3254/15-AW (Anlage 2) und Mitteilungsvorlage 4728/15 (Anlage 3).

 

Ergänzende Information: Als Voraussetzung für durchzuführende Sanierungen (z. B. im Rahmen des Schulsanierungsplans 2007 plus) werden zur Bestimmung von ggf. vorhandenen Schadstoffentsorgungserfordernissen vorab Schadstoffanalysen durchgeführt. Die Analyseergebnisse werden für die Festlegung der Entsorgungsart benötigt. Beprobt werden Baumaterialien auf ihre Zusammensetzung. Diese Messungen stehen nicht unmittelbar im Zusammenhang mit den Schadstoffmessungen der Innenraumluft, auch wenn sie weitere wichtige Erkenntnisse liefern. Sie bilden den vierten Baustein im „4-Säulen-Vorgehenskonzept“ der Verwaltung. Diese Untersuchungspflicht resultiert aus dem Abfallrecht, da die Stadt Entsorgungspflichtiger/Entsorgungsverantwortlicher für die ordnungsgemäße Entsorgung von Bauabfällen ist.

 

 

 

 

(Klingebiel)                                                                                                                (Grunwald)

 

 

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Anlagen

Anlage 1              Zusammenstellung der Messergebnisse

Anlage 2              Mitteilungsvorlage 3254/15-AW

Anlage 3              Mitteilungsvorlage 4728/15

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2010-11-18 Anlage 1 Parkettböden Zusammenstellung von Ergebnissen-neu (41 KB) PDF-Dokument (108 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich BV-4728-15 Schadstoffbelastung (38 KB) PDF-Dokument (64 KB)    
Anlage 3 3 öffentlich Anfrage 3254-15-AW-Schadstoffe in Schulen (59 KB) PDF-Dokument (97 KB)