Vorlage - 5732/15

Betreff: Bebauungsplan Lich 19, 2. Änderung für SZ-Lichtenberg "Nordost" - Standortvarianten für Nahversorger
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nordwest Beschlussvorbereitung
09.03.2011 
23. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordwest Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Mitteilung:  

Auf der Fläche des derzeitigen Festplatzes in Salzgitter-Lichtenberg ist der Neubau eines eingeschossigen Nahversorgungsmarktes mit einer Verkaufsfläche von knapp 800 qm und ca. 60 Stellplätzen vorgesehen. Hierzu wurde am 24.08.2010 die Aufstellung des Bebauungsplans Lich 19, 2. Änderung „Nordost“ beschlossen.

 

Die ca. 0,25 ha große, mit Schotter befestigte Festplatzfläche im Urplan mit einer Größe von ca. 0,9 ha festgesetzt -  soll hierzu in Richtung Osten verschoben und durch ein Überfahren der Marktfläche weiterhin von der Burgbergstraße her erschlossen werden. Die östlich anschließende Ackerfläche im rechtskräftigen Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportplatz festgesetzt - würde durch die Verlegung des Festplatzes reduziert werden. Um eine eventuell zukünftige Sportplatznutzung auf diesem Areal weiterhin vorhalten zu können, wird als Platzhalter“ eine Sportfeldgröße von 68 m Breite und 105 m nge angenommen. Weiterhin ist der Verlauf einer Schmutzwasserleitung zu berücksichtigen, die inklusive eines beidseitigen Schutzstreifens nicht überbaut werden darf.

 

Es sind vier Bebauungsvarianten entwickelt worden, die als Anlagen 1 4 dieser Vorlage beiliegen. Diese Varianten werden mit ihren wesentlichen Vor- und Nachteilen im Folgenden kurz vorgestellt:

 

Variante A

Der Markt befindet sich in direkter Nähe zur Kreuzung Burgbergstraße/ An der Heerstraße. Hierdurch wird der vorhandene grüne Wall teilweise überbaut. Der wesentliche Vorteil dieser Variante liegt im sparsamen Flächenverbrauch. Der neue Festplatz  würde sich - unter Beibehaltung seiner festgesetzten Flächengröße (0,9 ha) -  lediglich ca. 50 m entfernt zum öffentlichen Straßenraum der Burgbergstraße befinden.

Durch die Position des Marktes an dieser exponierten Stelle im Stadtraum sowie durch den teilweisen Wegfall des markanten grünen Walls ist eine Beeinträchtigung des Ortsbildes zu befürchten. Zudem ist die Lage der Anlieferung sowie die Anordnung der dlichen Stellplatzreihe im Hinblick auf die Nachbarschaft zu den Wohn- und Mischgebieten am Krühgarten nicht optimal gewählt.

 

Variante B

In diesem Bebauungsvorschlag rückt das Gebäude so eng wie möglich an den bestehenden grünen Wall heran. Der Parkplatz befindet sich von der Burgbergstraße aus gesehen hinter dem Markt. Vorteil dieser Variante ist die städtebauliche Einbindung in die Umgebung: Die grüne Raumeinfassung des Geländes bleibt erhalten, vom öffentlichen Straßenraum aus steht die eigentliche Nutzung - mlich der Nahversorgungsmarkt - im Vordergrund und nicht eine weite Parkplatzfläche. Die Anlieferung des Marktes liegt auf der Nordseite des Gebäudes und somit weitestmöglich von der Wohnbebauung Krühgarten entfernt. Durch die Lage der Stellplätze kann zum Einen der nördlich der Wohnbebauung eingegrünte Wall bis zur Burgbergstraße hin verlängert werden und somit ein Schall- und Sichtschutz für die betreffenden Anwohner entstehen. Zum Anderen besteht u.U. die Möglichkeit, den Parkplatz im Falle einer Festveranstaltung mit nutzen zu können.r den Festplatz selbst stünden in dieser Variante ca. 0,75 ha zur Verfügung.

Aus Sicht des Investors stellt sich die rückwärtige Anordnung des Parkplatzes äerst ungünstig dar. 

 

Variante C

Bei diesem Entwurfsansatz ist der Markt östlich der Schmutzwasserleitung platziert worden. Die Anlieferung ist durch ihre Lage zur Wohnbebauung hin abgeschirmt. Wie in Variante B ist es auch hier möglich, die vorhandene Eingrünung rdlich der Wohnbebauung Krühgarten zu verlängern.

Nachteil dieser Variante ist der hohe Flächenverbrauch. Unter Vorbehalt des Sportplatzes im östlichen Bereich würde für den neuen Festplatz ein Areal von ca. 0,6 ha zur Verfügung stehen. Die Lage des Festplatzes würde sich zudem in ca. 100 m Entfernung zum öffentlichen Straßenraum der Burgbergstraße befinden. Bei dieser Lösung wäre aufgrund der in Anspruch genommenen Flächen neben der Änderung des Bebauungsplanes zudem eine Flächennutzungsplanänderung erforderlich. 

 

Variante D

In Variante D befindet sich das Marktgebäude direkt auf der Schmutzwasserleitung, sodass eine Verlegung dieser Versorgungsleitung unumgänglich ist. Nach Aussage des Leitungsträgers ist eine Verlegung kostenintensiv aber durchaus realisierbar. Der neue Festplatz hätte eine Größe von ca. 0,75 ha.

 

 

Allen Varianten ist gemein, dass trotz der Verringerung der bisher festgesetzten Sportplatzfläche eine zukünftige sportliche Nutzung - zumindest im Hinblick auf den Flächenanspruch - durchaus möglich erscheint. Die zur Verfügung stehende Fläche für den neuen Festplatz variiert.

Die Übernahme der Kosten durch den Investor, z.B. r die Verschiebung des Festplatzes sowie r die eventuelle Verlegung der Schmutzwasserleitung, wird im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages zwischen der Stadt Salzgitter und dem Investor geregelt werden.

 

 

Aufgrund des sparsamen Flächenverbrauchs bei gleichzeitig guter Einbindung des Marktes und seiner Außenanlagen in die umgebende Struktur wird von der Verwaltung der Bebauungsvorschlag B favorisiert. Sdtebaulich vorstellbar ist zudem Variante D.

 

 

 

Anlagen:

1.     Variante A

2.     Variante B

3.     Variante C

4.     Variante D

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 (549 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Anlage 2 (670 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Anlage 3 (718 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Anlage 4 neu (654 KB)