Vorlage - 5832/15

Betreff: Erneuerung der Straße Sonnenbergweg zwischen Am Fuchsloch und Hangweg in Salzgitter-Gebhardshagen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr Beteiligt:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft West Beschlussvorbereitung
08.03.2011 
25. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft West ungeändert beschlossen   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
09.03.2011 
46. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
17.03.2011 
69. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt vom 26.01.2011r die Maßnahme „Erneuerung der Straße Sonnenbergweg zwischen Am Fuchsloch und Hangweg in Salzgitter-Gebhardshagen“ mit einem Investitionsvolumen von 428.550  fest.

Sachverhalt:

 

1. Heutige Situation

Die Straße Sonnenbergweg ist eine Erschließungsstraße in SZ-Gebhardshagen. Sie verläuft von Westen nach Osten ab dem Knotenpunkt mit der Straße Am Festplatz bis zur Straße Am Fuchsloch und weiter bis zur Straße Hangweg. Die geplante Maßnahme umfasst den östlichen Abschnitt der Straße zwischen Am Fuchsloch und Hangweg.

Aufgrund der Aufteilung der vorhandenen Verkehrsflächen und durch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer kommt es morgens zu Schulbeginn und mittags zum Schulschluss häufig zu Gefährdungen für die Schulkinder. Viele Eltern bringen die Kinder mit dem Auto zur Schule und versuchen dabei möglichst direkt vor dem Eingangsbereich zu halten. Gerade dort sind die Gehwege aber nur provisorisch vorhanden. Appelle der Schulleitung an die Eltern haben nicht zu einer Änderung dieses Verhaltens geführt. Die selbständig zu Fuß zur Schule kommenden Kinder werden daher vielfach durch den Kraftfahrzeugverkehr gefährdet.

Die vorhandene Fahrbahn hat eine Breite von etwa 6,00 m. Ein rund 2,50 m breiter Gehweg befindet sich am nördlichen Rand der Fahrbahn. Am südlichen Fahrbahnrand befindet sich ebenfalls ein Gehweg, dessen Breite 3,00 m beträgt. Die für Fußnger nutzbare Breite wird durch halbseitig auf den Gehwegen geparkte Fahrzeuge (Schulterparken) erheblich eingeschränkt. Am östlichen Ende der Straße weitet sich die Fahrbahnfläche auf 17,00 m platzartig auf. Auf diesem Platz sind beidseitig Stellplätze in Senkrechtaufstellung markiert. Der südliche Gehweg ist auf diesem Platz nur provisorisch durch Markierung neben den Stellplätzen vorhanden.

Vor dem Haupteingang der Schule, östlich der Einmündung Hangweg, befindet sich eine asphaltierte Platzfläche, die mit Sperrpfosten von der Fahrbahnfläche des Sonnenbergweges getrennt ist. Auch die Gehwegverbindung zwischen der Schule und dem Hangweg über die Platzfläche ist nur provisorisch durch Markierung vorhanden.

Die vorhandene Fahrbahn des Sonnenbergweges besteht aus einer etwa 24 cm starken Betonbefestigung mit einem dünnen Asphaltüberzug (~ 1 cm) sowie einer rund 30 cm mächtigen Frostschutzschicht. In der Einmündung Hangweg besteht die Befestigung aus einer Deckschicht auf einer Makadampacklage mit einer Gesamtstärke von 18 cm auf einer 37 cm dicken Schottertragschicht. Die Platzfläche vor der Schule ist mit einer 10 cm dicken Tragdeckschicht aus Asphalt auf einer rund 45 cm mächtigen Auffüllung aus Sand befestigt. Die Gehwege sind größtenteils mit Betonverbundsteinpflaster befestigt. Kleinere Bereiche der Gehwege sind mit Betonplatten belegt.

Die Notwendigkeit der Straßenerneuerung wird durch den schlechten Zustand der Fahrbahn begründet. Die Zustandserfassung erfolgte bereits im August 2003. Im Bereich zwischen der Einmündung Am Fuchsloch und der Einmündung Hangweg ist der Zustand der Fahrbahn durchschnittlich mit der Note 4,13 (1 = sehr gut, 5 = sehr schlecht) bewertet. Die Schäden liegen vor in Form von stark ausgeprägten allgemeinen Unebenheiten, deutlich ausgeprägten Tragfähigkeitsdefiziten, vielen Flickstellen, Stufen mit über 25 mm Höhe und Risshäufungen. Die Entwässerung der Fahrbahn wird durch vorhandene Asphaltkeile behindert, die das Überfahren der Bordsteine erleichtern sollen. Die Erneuerungsnotwendigkeit wird als vordringlich eingestuft.

Die Gehwege sind in einem etwas besseren Zustand als die Fahrbahn und werden durchschnittlich mit der Note 3,51 bewertet. Obwohl dieser Wert allein noch keine Erneuerung zum heutigen Zeitpunkt rechtfertigt, sollen die Gehwege ebenfalls erneuert werden. Zum einen ist aufgrund der vorhandenen Verkehrssituation eine Neuaufteilung der Verkehrsflächen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit notwendig, zum anderen kann die vordringliche Erneuerung der Fahrbahn nicht erfolgen ohne die Gehwege an die erneuerte Fahrbahn anzupassen. Daher ist es wirtschaftlicher und sinnvoll, die mittelfristig notwendige Erneuerung der Nebenanlagen zusammen mit der Fahrbahn durchzuführen.

 

2. Geplanter Zustand

r die Erneuerung der Straße Sonnenbergweg ist folgende Querschnittsaufteilung vorgesehen: Die Fahrbahn wird von der Straße Am Fuchsloch bis zur Aufweitung vor der Schule in einer Breite von 5,00 m mit grauem Betonverbundsteinpflaster befestigt. In der Fahrbahnbreite ist am nördlichen Fahrbahnrand und ab der Einmündung Auf der Tanne an beiden Fahrbahnrändern eine zweireihige Gosse aus Betongossensteinen enthalten. Die Einmündungen Am Fuchsloch, Hinterberg und Auf der Tanne werden mit rotem Pflaster gekennzeichnet. Die platzartige Aufweitung wird zu einer Wendeanlage umgestaltet, die von 3-achsigen Müllfahrzeugen ohne Rangiermanöver befahren werden kann. In der Mitte der Wendeanlage werden 8 Stellplätze (2,50 m X 5,00 m) angeordnet. Die Fahrgasse hat nördlich und südlich der Stellplätze eine Breite von 6,00 m.

Zwischen der Straße Am Fuchsloch und der Straße Auf der Tanne wird neben der Fahrbahn an der Südseite ein 3,00 m breiter Gehweg mit grauem Betonrechteckpflaster hergestellt. An der Nordseite werden zwischen den Einmündungen zwei Parkbuchten für insgesamt 20 Fahrzeuge angeordnet und mit Betonverbundsteinpflaster im Farbton Anthrazit gepflastert. Daneben wird ein etwa 1,75 m breiter Gehweg ebenfalls mit grauem Betonrechteckpflaster befestigt. Im Bereich der Wendeanlage beträgt die Breite des Gehweges auf der Nord- und der Südseite jeweils 2,00 m.

Die Einmündung des Hangweges und die Platzfläche vor dem Haupteingang der Schule sollen neu aufgeteilt werden. Die gesamte Fläche wird als Mischverkehrsfläche gestaltet und mit einem 5 cm hohen Rundbord von der Fahrbahn der Wendeanlage getrennt. Vor dem Haupteingang der Schule wird ein etwa 9,70 m breiter Bereich freigehalten. Diese Fläche stellt die Sichtbeziehung auf das vorhandene Ehrenmal und die Erreichbarkeit der östlichen Feuerwehrzufahrt sicher. Dieser Bereich soll mit einer Reihe Sperrpfosten gegen das Befahren gesichert werden. Für die Feuerwehr und zur Unterhaltung werden ausreichend Sperrpfosten mit Schlössern vorgesehen. Auf der nördlichen Hälfte der Platzfläche sollen 6 Stellplätze mit Betonverbundsteinpflaster (Farbton Anthrazit) hergestellt werden. Um die neuen Stellplätze und die Grundstücke mit den Häusern Nr. 34 und Nr. 36 erreichen zu können, wird eine 6,00 m breite Fahrgasse entlang der nördlichen Platzgrenze angeordnet. Die Verbindung zur Straße Hangweg wird in einer Breite von 6,00 m hergestellt und an die vorhandene Breite des Hangweges mit etwa 4,40 m angeschlossen. Die Befestigung der befahrbaren Platzflächen erfolgt, mit Ausnahme der Stellplätze, mit grauem Betonrechteckpflaster. Zwischen der südlichen Fläche und den Stellplätzen wird zur Trennung und Gliederung eine Grünfläche angeordnet und mit Hochborden eingefasst. Darauf werden 4 ume gepflanzt und je Baum 2 Baumschutzbügel aufgestellt.

Der östliche Teil der Platzfläche wird bisher vom Städtischen Regiebetrieb als Teil der angrenzenden Grünfläche verwaltet. Da sie funktional zur Platzfläche gehört wird sie vom Fachdienst Tiefbau übernommen und für den Verkehr gewidmet.

Zusätzlich zur öffentlich gewidmeten Verkehrsfläche soll für den Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik (EB 85) etwa 540 Fläche auf dem Schulgrundstück neu gestaltet werden. Im Besonderen sollen Stellplätze für die Lehrer der Schule geschaffen werden und die Eingangsbereiche der Schule an die neue Straßenbefestigung angepasst werden.

Diese Fläche wird im Zuge der Straßenbaumaßnahme mit umgebaut, ist aber kein Teil der Straße und daher auch nicht Gegenstand der Berechnung der Straßenausbaubeiträge.

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Maßnahmen ist es erforderlich, eine neue Haltung Regenwasserkanal DN 300 mm im Hangweg zu bauen. Bisher sind die Straßenabläufe am östlichen Ende der Wendeanlage sowie die Regenwasseranschlüsse der Häuser Sonnenbergweg 30, 32, 34 und 36 an die Entwässerung der Sonnenbergschule angeschlossen. Diese Fehlanschlüsse sollen nunmehr entsprechend den Regeln der Technik an die Entwässerungsanlagen angeschlossen werden. Die ASG wird diese Maßnahme direkt vor der Straßenbaumaßnahme durchführen.

Das Straßenbauprojekt „Erneuerung der Straße Sonnenbergweg“ liegt teilweise im Geltungsbereich der Bebauungspläne Ghg 3 (alt:G-3-1-55) für SZ-Gebhardshagen „ Teilorts- zugleich Aufbauplan zwischen ‚Auf der Tanne und ‚Am Galgenberg‘“ und Ghg 11 (alt: G-3-4-57) für SZ-Gebhardshagen „Teilortsbauplan zu Festlegung der Straßenlinien ‚Am Fuchsloch‘“. Diese Bebauungspläne setzten für die Straße Sonnenbergweg lediglich in Teilbereichen die Straßenverkehrsfläche fest.

Die neuen Verkehrsflächen werden gemäß RStO 01 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen) befestigt. Da für die Straße keine aktuellen Verkehrsbelastungszahlen vorliegen, wird die Bauklasse und der Aufbau für die Fahrbahn gemäß Tabelle 2 aus Tafel 1, Zeile 3,  RStO 01 gewählt.

Der Oberbau für die Fahrbahn wird aus Tafel 3, Zeile 1 RStO 01 gewählt:

              10 cm              Betonverbundsteinpflaster (grau bzw. rot)

              3 cm              Splitt-Sand-Gemisch 0/5, SZ < 22 M.-%

              15 cm              Schottertragschicht 0/32 (B1), SD < 18 M.-%

              19 cm              Frostschutzschicht 0/56 (B2)

              13 cm              Schottertragschicht 0/56 (B2) (Teilbodenaustausch)

                                          Gitter-Vlies-Kombination             

              60 cm              Gesamtaufbau (Bauklasse V)

 

 

Die Befestigung der Stellplätze in den Längsparkbuchten und auf der Platzfläche erfolgt gemäß RStO 01 Tafel 3, Zeile1:

 

              8 cm              Betonverbundsteinpflaster (anthrazit)

              3 cm              Splitt-Sand-Gemisch 0/5, SZ < 22 M.-%

              15 cm              Schottertragschicht 0/32 (B1), SD < 18 M.-%

              19 cm              Frostschutzschicht 0/56 (B2)

              15 cm              Schottertragschicht 0/56 (B2) (Teilbodenaustausch)

                                          Gitter-Vlies-Kombination             

              60 cm              Gesamtaufbau (Bauklasse V)

 

 

Die Befestigung der Stellplätze in der Mitte der Wendeanlage erfolgt gemäß RStO 01 Tafel 3, Zeile1:

 

              10 cm              Kleinpflaster (Basalt)

              3 cm              Splitt-Sand-Gemisch 0/5, SZ < 22 M.-%

              15 cm              Schottertragschicht 0/32 (B1), SD < 18 M.-%

              19 cm              Frostschutzschicht 0/56 (B2)

              15 cm              Schottertragschicht 0/56 (B2) (Teilbodenaustausch)

                                          Gitter-Vlies-Kombination             

              62 cm              Gesamtaufbau (Bauklasse V)

 

 

Die Befestigung der Gehwege erfolgt gemäß RStO 01 Tafel 7:

              8 cm               Betonrechteckpflaster (grau)

              3 cm               Splitt-Sand-Gemisch 0/5, SZ < 22 M.-%

              19 cm              Frostschutzschicht 0/56 (B2)             

              30 cm              Gesamtaufbau (in Zufahren verstärkt)

 

Im Zuge der Straßenbaumaßnahme sollen auch einige erneuerungsbedürftige Beleuchtungsmaste und Aufsatzleuchten erneuert werden.

 

3. Durchführung

Der Beginn der Durchführung der Baumaßnahme soll nach dem erforderlichen Projektbeschluss und der Bereitstellung der erforderlichen Mittel erfolgen. Der Baubeginn ist nach heutigem Stand für das Jahr 2011 vorgesehen.

 

 

4. Naturschutz

Eingriffe in Natur und Landschaft nach § 7 des Nds. Naturschutzgesetzes sind nicht vorgesehen.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:   siehe Anlage

 

Investitionskosten

Kostenträger für die Baumaßnahme ist die Stadt Salzgitter. Folgende Kosten wurden ermittelt:

 

              Straßenbauffentliche Straße FD 66)              371.000 €

              Straßenbeleuchtung              6.000 €

              Fläche Grundschule (EB 85)              47.500 €

              Grunderwerbskosten              4.050 €

              Gesamtkosten              428.550 €

 

 

Folgekosten

r die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich 1,5% der Investitionssumme (Straßenbau und Straßenbeleuchtung) zu rechnen (ca. 5.655).

 

r die Straßenbeleuchtung ist mit Folgekosten in Höhe von etwa 508 €hrlich zu rechnen. Diese setzen sich zusammen aus:

 

              Betriebskosten (Strom)              188

              Sachkosten (Ersatzlampen)              60 €

              Personalkosten              60 €

              Abschreibung              200 €

 

 

Beitragsfähigkeit

 

Die geplante Straßenbaumnahme ist straßenausbaubeitragspflichtig nach § 6 NKAG in Verbindung mit der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt Salzgitter. Die Höhe des von den Anliegern zu tragenden umlagefähigen Aufwandes bestimmt sich nach der Zuordnung der Straße „Sonnenbergweg“ zu den in § 4 Abs. 2 Straßenausbaubeitragssatzung aufgeführten Straßentypen.

Bei der Straße „Sonnenbergweg“ und dem Platz vor dem Haupteingang der Schule in Salzgitter-Gebhardshagen handelt es sich im Sinne des § 4 (2) Nr. 3 der Straßenausbaubeitragssatzung jeweils um eine selbstständige Einrichtung, die überwiegend dem Anliegerverkehr dient. Der beitragspflichtige Anteil der Anlieger beträgt daher 75% für Parkflächen und 50% für die anderen Teileinrichtungen.

 

Anlagen:

 

  1. Finanzielle Auswirkungen
  2. Übersichtsplan

 

Der Lageplan, die Querschnitte und der Grunderwerbsplan zu diesem Straßenbauprojekt können im Ratsinformationssystem ALLRIS unter dieser Vorlage eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Finanzielle Auswirkungen (11 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Übersichtsplan (68 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Lageplan (410 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich Schnitt A-A (52 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich Schnitt B-B (80 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich Schnitt C-C (143 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich Grunderwerbsplan (122 KB)