Vorlage - 6020/15

Betreff: Sanierung des A-Platzes des STV-Ringelheim
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Süd Beschlussvorbereitung
04.05.2011 
43. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Umwelt-,Planungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
11.05.2011 
48. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
25.05.2011 
49. Nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Der sich im Eigentum der Stadt Salzgitter befindende A-Platz des Parkstadions des STV Ringelheim wird auf Kosten der Stadt Salzgitter saniert. Im Haushalt 2011 werden dafür Mittel in Höhe von 282.000,- Euro eingestellt. Die Sanierung des A-Platzes wird durch die Sport und Freizeit Salzgitter GmbH durchgeführt.

 

 

Sachverhalt:

Der STV Ringelheim hat von der Stadt Salzgitter Flächen angemietet, auf denen der Verein einen Sportplatz (A-Platz) betreibt. Die Verwaltung hat abschließend geprüft, dass die Stadt Salzgitter verpflichtet ist, die Fläche in einem Zustand zu vermieten, der eine Nutzung für den beabsichtigten Zweck der Vermietung, hier die Nutzung als Sportplatz, ermöglicht.

 

Hintergrund sind die Untersuchungen von Bodenbelastungen im Bereich der Innerste, die durch den jahrhundertelangen Bergbau im Harz verursacht worden sind. Die Verwaltung hat dabei hohe toxikologische Belastungen des Sportplatzes des STV Ringelheim mit Blei festgestellt. Das Blei ist durch Überschwemmungen der Innerste im Laufe der Jahrhunderte dorthin gelangt und führt entlang des gesamten Flusslaufes zu einer flächenhaften schädlichen Bodenveränderung im Sinne des Bundesbodenschutzgesetzes. Die rechtlich zulässigen Werte für Blei der Bundesbodenschutzverordnung sind auf dem Sportplatzgelände für den Wirkungspfad Boden Mensch um ein Vielfaches überschritten.

Daraus lässt sich ein direktes Gefährdungspotential für die menschliche Gesundheit der Nutzer ableiten. Deshalb ist die Nutzung des Sportplatzes nur noch befristet und eingeschränkt zulässig. Für die dauerhafte sportliche oder auch andere Nutzung ist eine Sanierung der Fläche zwingend erforderlich. Als geeignete Sanierungsmaßnahmen werden z.B. die Abdeckung der belasteten Flächen oder der Austausch des Bodens empfohlen. Andere geeignete Sicherungs oder Sanierungsverfahren, die eine dauerhafte Weiternutzung des Geländes als Sportplatz  ermöglichen, stehen nicht zur Verfügung.

 

Sofortmaßnahmen zur Minimierung der Gefährdung der Nutzer des Platzes sind bereits mit der Sanierung der Strafräume im Jahr 2008 durchgeführt worden. Zurzeit ist eine Nutzung des Geländes als Sportplatz nur bei nachweislich geschlossener Vegetationsdecke zulässig. Um eine ganzjährliche Bespielbarkeit des Platzes zu gewährleisten, ist der gesamte Boden der Sportanlage auszutauschen oder alternativ eine Sanierung als Rasen- oder als Kunstrasenspielfeld durchzuführen. Der Neubau eines Kunstrasenspielfeldes entfällt wegen der hohen Kosten (ca. 590.000.- €). Als Sanierungsmaßnahme wird vorgeschlagen, die Fläche mit einer 20 cm starken Mutterbodenschicht abzudecken und darauf Rasen aufzubringen.

Daneben besteht auch für die anderen Flächen, die sich im Eigentum des STV Ringelheim befinden und als Sportplatz genutzt werden, die Pflicht zur Sicherung oder Sanierung der betroffenen Flächen. Die Stadt hat sich diesbezüglich mit dem Verein in Verbindung gesetzt und ist mit den zur Verfügung stehenden verwaltungsrechtlichen Mitteln tätig geworden. Dabei handelt es sich um den B und C Platz sowie den Kinderspielplatz auf dem Gelände des Parkstadions Ringelheim. Diese Flächen sind zurzeit durch die Verwaltung gesperrt. Eine Freigabe der Flächen erfolgt, soweit gegenüber der Verwaltung nachgewiesen wurde, dass der direkte Kontakt mit dem belasteten Boden durch geeignete Maßnahmen unterbrochen worden ist. Der Verein plant für diese Bereiche eine Abdeckung mit unbelastetem Boden.

Finanzielle Auswirkungen

Die Kosten für die Sanierung der Spielfläche betragen ca. 282.000,-€. Diese Mittel sind im Haushalt 2011 der Sport und Freizeit Salzgitter GmbH für die Sanierung des Platzes zusätzlich bereitzustellen. Die Mittelbereitstellung erfolgt durch investive Ansätze des Fachdienst Haushalt und Finanzen (siehe Anlage) im noch nicht genehmigten Haushalt 2011 und geht nicht zu Lasten der „normalen“ Sportfördermittel.

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Beiblatt Finanzielle Auswirkungen (13 KB)