Vorlage - 0044/16

Betreff: Ausbau der Neißestraße zwischen der Peiner Straße (K10) und der Gleisanlage VPS
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Beschlussvorbereitung
01.02.2012 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
08.02.2012 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
15.02.2012 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Salzgitter stellt das Straßenbauprojekt vom 05.09.2011r die Maßnahme „Ausbau der Neißestraße zwischen der Peiner Straße (K 10) und der Gleisanlage VPS in Salzgitter- Lebenstedt“ mit einer Kostensumme von 1.288.000 fest.

Sachverhalt:

 

Heutige Situation

 

Die Neißestraße (K 13) verbindet Salzgitter- Lebenstedt mit dem östlich gelegenen Ortsteil Salzgitter- Hallendorf und dem Hüttengelände der Salzgitter AG.

Sie wird in die Verbindungsfunktionsstufe III regionale Verbindung eingestuft.

Die Baustrecke von der Peiner Straße (K 10) bis zur Gleisanlage der VPS liegt innerhalb eines Gewerbegebietes mit Grundstückszufahrten und hat in diesem Bereich angebauten Charakter.

Die geplante Baumaßnahme umfasst die grundhafte Erneuerung der Neißestraße sowie die Umgestaltung der Kreuzung Neißestraße/ Hammerschlag/ Schlosserstraße zum Kreisverkehrsplatz.

Von dem in diesem Projekt enthaltenen Straßenabschnitt liegt der Bereich nördlich der Fahrbahnachse im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Leb 20, Teilortsbauplan SZ- Lebenstedt zur Feststellung der Straßenlinien im Industriegebiet.

Der Bereich südlich der Fahrbahnachse liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Leb 88, 1. Änderung, Gewerbegebiet südlich der Neißestraße.

 

Die ca. 400 m lange Ausbaustrecke beginnt im Westen mit dem Bahnübergang des Industriegleises der Verkehrsbetriebe Peine/ Salzgitter (VPS) und endet am lichtsignalgeregelten Knotenpunkt Neißestraße/ Peiner Straße (K 10). Die Fahrbahn ist insgesamt 12,0 m breit und weist jeweils zwei 3,0 m breite Fahrstreifen je Richtung ohne Mitteltrennung auf. In die Neißestraße münden die Straßen Hammerschlag und Schlosserstraße ein, die die nördlich beziehungsweisedlich gelegenen Gewerbegebiete erschließen.

Beidseitig der Fahrbahn befinden sich mit Hochborden abgesetzte getrennte Geh- und Radwege. Die Straßenparzelle weist insgesamt eine Breite von 27 bis 28 m auf.

Die der Planung zugrunde gelegte prognostizierte durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) für die Neißestraße beträgt ca. 10.000 Kfz/24h. Der Schwerverkehrsanteil beträgt 3 %.

Sowohl die Befestigung der Fahrbahn als auch der Nebenanlagen befindet sich in einem desolaten Zustand.

Die Fahrbahn weist flächendeckend Risse, Unebenheiten, Spurrinnen, Flickstellen und abschnittsweise Ausbrüche auf. Die Fahrbahnkonstruktion ist der Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen, die erforderliche Tragfähigkeit ist nicht mehr gegeben.

Die Erhebung des vorhandenen Zustandes erfolgte im Jahr 2003, eine Nachbewertung des Straßenzustandes wurde im September 2011 vorgenommen.

Die maßgebenden Schäden führen in der Summe zu einer Bewertung in der Straßendatenbank. Der mittlere Zustandswert der Fahrbahn beträgt 3,84 (1 = sehr gut; 5 = sehr schlecht). Hieraus ergibt sich die vordringliche und bereits als überfällig eingestufte Erneuerungsbedürftigkeit der Fahrbahn. Die Nebenanlagen zeigen ebenfalls erhebliche Schäden  wie Absackungen und Verwerfungen, sie wurden mit der Zustandsnote 4,07 bewertet.

Der Kreuzungsbereich Neißestraße/ Schlosserstraße/ Hammerschlag, der zunächst als nicht lichtsignalgeregelte Kreuzung  ausgebaut war, zeigte in der Vergangenheit ein gehäuftes Unfallaufkommen. Häufigste Unfallursache war das Nichtbeachten der Vorfahrt beim Linkseinbiegen in die Neißestraße.

Um die Unfallhäufigkeit zu reduzieren, wurde der nicht signalgeregelte Knotenpunkt durch einen provisorischen Kreisverkehrsplatz mit mobilen Leitelementen ersetzt. Da dieser sich an dieser Stelle als geeignete Knotenpunktform erwiesen hat, soll nunmehr ein kleiner Kreisverkehrsplatz als endgültige Lösung baulich hergestellt werden.

 

Geplanter Zustand

 

Der Ausbau der Neißestraße verfolgt das Ziel, die Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer grundlegend zu verbessern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Straßenraum attraktiver zu gestalten. Dabei soll der Straßenquerschnitt neu aufgeteilt und den tatsächlichen Verkehrsverhältnissen angepasst werden.

Dabei wird die Anzahl der Fahrspuren von derzeit 4 auf 3 Fahrstreifen verringert. Geplant ist je ein 3,25 m breiter durchgehender Fahrstreifen pro Richtung, die dritte Spur mit einer Breite von 3,0 m dient als wechselseitige Linksabbiegespur.

Beidseitig der Fahrbahn werden mit Hochbord abgesetzte Geh- und Radwege vorgesehen. In dem zwischen Radweg und Fahrbahn vorgesehenen Grünstreifen werden Bäume vorgesehen. Durch die unter Berücksichtigung der Ver- und Entsorgungsleitungen geplante alleeartige Bepflanzung soll der Straßenraum gefasst und gestalterisch aufgewertet werden.

Die Fahrbahn wird asphaltiert, Rad- und Gehwege werden mit Betonpflaster (anthrazit beziehungsweise grau) befestigt.

Die Kreuzung Neißestraße/ Hammerschlag/ Schlosserstraße soll als vierarmiger Kreisverkehrsplatz ausgebildet werden. Der Außendurchmesser des Kreisverkehrsplatzes beträgt auf Grund der örtlichen Zwangspunkte der Straßenparzelle 26 m.

Die Kreisfahrbahn besteht aus einem 5,50 m breiten asphaltierten Außenring sowie einem 2,50 m breiten Innenring. Dieser wird mit einer Betondecke befestigt. Die Kreiszu- und -ausfahrten werden in einer Breite von 4,25 m bzw. 4,50 m ausgeführt. Im Nordwest- bzw. Südostquadranten des Knotenpunktes werden zwei sichelförmige Fchen entsprechend der Schleppkurve des Bemessungsfahrzeuges (Sattelzug mit dreiachsigem Aufleger) außerhalb der Kreisfahrbahn mit Natursteinpflaster befestigt, um die problemlose Befahrbarkeit des Kreisverkehres sicherzustellen.

Die Ableitung des Oberflächenwassers erfolgt über dreireihige Pendelrinnen mit entsprechenden Straßenabläufen und Anschluss an den öffentlichen Regenwasserkanal.

Die bestehende Straßenbeleuchtungsanlage in der Neißestraße wird erneuert. Neue Maste mit einer Lichtpunkthöhe von 7,0 m werden im Grünstreifen aufgestellt.

Im Zuge der Baumaßnahme wird die Signaltechnik am vorhandenen Bahnübergang erneuert, da diese nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht. Zukünftig wird der Übergang mit Halbschranken und einem Blinklicht ausgestattet.

Die Kostenteilung erfolgt gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz. Auf die Stadt Salzgitter entfällt ein Kostenanteil von 1/3 der Gesamtkosten.

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:   siehe Anlage

 

Kostenträger für die Maßnahme ist die Stadt Salzgitter.

Folgende Investitionskosten wurden ermittelt:

 

Straßenbau:              1.146.000

Straßenbeleuchtung:              42.000 €                                         

Kostenbeteiligung Umbau Bahnübergang:                100.000

Gesamtkosten:              1.288.000 €                                                       

 

r die spätere Haushaltsführung ist für den Straßenbau nach der Fertigstellung mit einem Unterhaltungsaufwand von jährlich 1,5 % der Investitionskosten (ca. 17.190 / Jahr) zu rechnen.

Die Unterhaltungskosten für die Straßenbeleuchtungsanlagen betragen ca. 1.930 €/ Jahr.

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

 

Betriebskosten (Stromkosten)              ca.  850 € / Jahr

Sachkosten (z. B. Ersatzlampen)              ca.    30 € / Jahr

Personalkosten, Gerätekosten              ca.    50 € / Jahr

Abschreibung              ca. 1.000 € / Jahr

 

Beitragsfähigkeit

 

Die Maßnahme „Ausbau der Neißestraße zwischen der Peiner Straße (K 10) und  der Gleisanlage VPS“ ist mit Ausnahme der Herstellung des Kreisverkehrsplatzes nach § 6 NKAG i. V. m. der Straßenausbaubeitragssatzung der Stadt Salzgitter beitragspflichtig.

Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am tatsächlich beitragsfähigen Aufwand beträgt für die Fahrbahn, Trenn- und Seitenstreifen, Randsteine sowie Rad- und Gehwege 20% (überwiegend Durchgangsverkehr).

 

Anliegerinformation

 

Die betroffenen Anlieger werden schriftlich über das Projekt und die auf sie zukommenden voraussichtlichen Straßenausbaubeiträge informiert.

 

rderfähigkeit

 

Die Maßnahme ist im Mehrjahresprogramm enthalten, eine Förderung der Maßnahme im Rahmen des Entflechtungsgesetzes (ehemals GVFG) wurde von Seiten der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Fördergeber für 2012 in Aussicht gestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:

 

Übersichtslageplan ohne Maßstab

 

Lagepläne und Querschnitte zu diesem Straßenbauprojekt können im Ratsinformationssystem ALLRIS unter dieser Vorlage eingesehen werden.

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (152 KB)      
Anlage 3 2 öffentlich Anl03-1_LP-Straßenbau_Bl1-c (1937 KB)      
Anlage 4 3 öffentlich Anl03-1_LP-Straßenbau_Bl2 (1782 KB)      
Anlage 5 4 öffentlich Anl05_0_Straßenquerschnitte_Bl1 (902 KB)      
Anlage 6 5 öffentlich Anl05_0_Straßenquerschnitte_Bl2 (740 KB)      
Anlage 7 6 öffentlich Anl05_0_Straßenquerschnitte_Bl3 (795 KB)      
Anlage 8 7 öffentlich Anl05_0_Straßenquerschnitte_Bl4 (737 KB)      
Anlage 9 8 öffentlich Anl05_0_Straßenquerschnitte_Bl5 (752 KB)      
Anlage 10 9 öffentlich Anlage finanzielle Auswirkungen Neißestraße (40 KB) PDF-Dokument (45 KB)