Vorlage - 0526/16

Betreff: Mobilitätsmuseum
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:41 - Fachdienst Kultur   
Beratungsfolge:
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
08.02.2012 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
14.03.2012 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
15.02.2012 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
19.03.2012 
6. öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter geändert beschlossen   
Ausschuss für Bildung und Kultur zur Kenntnis
01.03.2012 
3. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Umwelt- und Klimaschutzausschuss Beschlussvorbereitung
06.03.2012 
2. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
08.03.2012 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Im städtischen Museum Schloß Salder wird auf der Grundlage der Museumskonzeption von 2000, ergänzt 2007 („Museum zur Stadtgeschichte“ / „Museum für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität MITAM“) und des Masterplanes von 2011 der Gebäudeteil Schafstall saniert und der Neubau einer Halle auf der Fuhsewiese (Modellkonzeption 3B oder 3B II) für das MITAM errichtet. Das Kostenvolumen beträgt nach DIN 276 3,9 Mio. €.

Die erforderlichen Planungsleistungen (Genehmigungs- und Ausführungsplanungen) werden extern vergeben.

Das Vorhaben soll im Wesentlichen durch externe Zuschüsse finanziert werden. Die Verwaltung wird beauftragt, einen Finanzierungsplan zu erarbeiten.

 

 

Sachverhalt:

 

Seit dem Jahre 2000 liegt für die Entwicklung des Museums Schloß Salder eine Museumskonzeption vor, die im Jahre 2007 nochmals verändert und präzisiert wurde. Dieses Konzept geht von der Dreigliederung des städtischen Museums aus:

-Stadtmuseum“, das im Schloß und im Pferdestall untergebracht ist,

-Kunstmuseum“, das im Kuhstall untergebracht ist, und

-Museum für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität MITAM, das im       Schafstall und Pferdestall untergebracht ist.

r das MITAM wurden im Laufe der letzten zehn Jahre erstaunlich viele und sehr große neue Exponate erworben, so z. B. eine umfängliche Büssing-Sammlung (LKWs, Busse, Unterlagen, Planungsarchiv u.a.). Hinzu kommt das Angebot der Fa. Alstom/LHB, das LHB-Werksmuseum mit rund 20 historischen Schienenfahrzeugen und anderem Gerät und Sammlungsexponaten dem MITAM in Schloß Salder zu übergeben (Anlage 1).

Die Stadt Salzgitter hat daher ein Team von vier Fachleuten beauftragt, einen Masterplan für die Weiterentwicklung und Erweiterung des „Museums für Industrie, Technik, Arbeit und Mobilität MITAM“ zu erarbeiten. Die Kosten dafür hat in vollem Umfang die Stiftung Nord/LB-Öffentliche übernommen. Unverzichtbare Forderungen der Stadt an die Ersteller des Masterplans waren:

  1. Die Integration des Eisenbahnsammlung Alston/LHB in das MITAM am Standort Salder,
  2. die Planung für ein überregional bedeutendes Technikmuseum,
  3. geringstmögliche Eingriffe in die in Schloß Salder bereits bestehenden Ausstellungsbereiche,
  4. nur geringe bauliche Eingriffe in das unter Denkmalschutz stehende Bauensemble Schloß Salder
  5. und Erstellung einer Konzeption, die für Förderanträge genutzt werden kann.

 

Der Masterplan ist jeder Fraktion im Rat der Stadt überlassen worden (CD). Die Kurzfassung ist als Anlage 2 4 beigefügt. Die Masterplangruppe hat drei Konzepte untersucht:

 

  1. Mehrspartenkonzept  (Text Masterplan S. 170-176) Anlage 2,

 

  1. Portalmuseumskonzept (Text Masterplan S. 177-181) Anlage 3,

 

  1. Überregionales Technikmuseum mit Schwerpunkt Mobilität und Arbeit (in 3 Varianten S. 182-190 und Ergänzungen) Anlage 4 6.

 

Die beiden ersten Konzeptmodelle kommen nicht in Frage, da sie die von der Stadt vorgegebenen Bedingungen in keiner Weise aufgreifen und planerisch umsetzen. In Konzeptmodell 1 soll die Alstom/LHB-Sammlung nur z.T. nach Schloß Salder überführt werden, allerdings in Räumlichkeiten, die so nicht realisierbar sind. Die zurückbleibenden Exponate sollen dann an andere Museen abgegeben werden.

Bei Konzeptmodell 2 soll die Alstom-Sammlung am Alstom-Standort verbleiben und dort als Außenstelle des Museums Schloß Salder geführt werden.

Das Konzeptmodell 3 wurde im Bereich der Raumplanung mit zwei verschiedenen Bebauungsvorschlägen ausgearbeitet. Neben einem Anbau an das Werkstattgebäude sowie der Aufstockung des Zwischenbaus sieht der Bebauungsvorschlag 3A die Erweiterung um einen großen Neubau auf dem Teichgrundstück und bei 3B um einen Neubau in der Fuhseniederung vor.

Die Gruppe Masterplan schlägt vor, von den drei Konzepten das Portalmuseumskonzept zu verwirklichen, was der Idee der Einrichtung eines überregional bedeutenden Museums widerspricht. Für dieses Konzept wird es keinerlei Fördermittel von dritter Seite geben und muss deshalb abgelehnt werden.

Nur die Variante 3B, die in den Varianten 3B l (4.000 qm Ausstellungsfläche) und   3B II (5.000 qm Ausstellungsfläche) vorliegt, ist realistisch und für die Stadt Salzgitter umsetzbar. Nur das Konzeptmodell 3 bietet bei entsprechend überregionaler Ausrichtung des Museums die Möglichkeit, Fördergelder dafür einzuwerben. Nur Konzeptmodell 3B II bietet die Möglichkeit, die beiden, seitens der Stadt Salzgitter wichtigsten Punkte, die Überführung der Alstom/LHB-Sammlung nach Salzgitter-Salder und die Förderfähigkeit der Erweiterung durch Drittmittel, zu erfüllen. Das für die Realisierung der Variante 3B I / II ins Auge gefasste Gelände Fuhseniederung kann wie ein Bodenuntergrundgutachten erwiesen hat problemlos, ohne Kostensteigerungen bebaut werden.

Die Kosten für die Realisierung des Konzeptmodells nach DIN 276 3B I oder 3B II liegen beide bei 3,9 Mio. €. Weitere Kosten für Transport der Schienenfahrzeuge von Alstom ins Museum, der Einbau von Schienen im neuen Museumsgebäude und die Ausstellungsinszenierung müssen noch ermittelt werden.

Die Stadt ist im Gespräch mit Stiftungen u. a. Geldgebern.

 

Anlagen:

 

  1. Exponate“, Anlage 1
  2. Mehrspartenkonzept, Anlage 2
  3. Portalmuseumskonzept, Anlage 3
  4. Überregionales Technikmuseum mit Schwerpunkt Mobilität und Arbeit, Anlage 4 - 6

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Alstom Anlage 1 (772 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich BiKu-Anlage2 (914 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich BiKu-Anlage3 (411 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich BiKu-Anlage4 (827 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich BiKu-Anlage5 (3677 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich BiKu-Anlage6 (4031 KB)