Vorlage - 0572/16-AW

Betreff: Museum Salder,
Anfrage der SPD-Ratsfraktion vom 13.02.2012 im Ausschuss für Bildung und Kultur am 01.03.2012 für die Sitzung am 03.05.2012
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:41 - Fachdienst Kultur   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur zur Kenntnis
03.05.2012 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt

Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der SPD-Ratsfraktion vom 13.02.2012 wie folgt:

 

Frage 1:              In welchem Umfang ist das Museum in Salder in den Jahren 2010 und 2011 von Schulklassen aus Salzgitter und Umgebung aufgesucht worden?

 

Anwort der Verwaltung:

In 2010 haben insgesamt 2213 Schüler und Schülerinnen in 118 Klassen bzw. Gruppen das Museum besucht. Darunter befinden sich 876 Grundschüler in 50 Klassenverbänden sowie 668 Schüler/innen in 53 Klassenverbänden/Arbeitsgemeinschaften aus dem Sekundarbereich. Dazu kommen 669 Schüler/Schülerinnen, die an Workshops, Familientagen, Ferienprogrammen sowie bei musealen Veranstaltungen wie Museumsfest, Museumstag bzw. Weihnachtsmarkt teilgenommen haben.

 

Außerdem haben 808 Vorschulkinder in 47 Gruppen an einer Museumsveranstaltung teilgenommen.

 

In 2011 besuchten insgesamt 1983 Schüler und Schülerinnen in 98 Klassen bzw. Gruppen das Museum. Diese Zahl setzt sich aus 829 Grundschüler/innen in 41 Gruppen sowie 577 Sekundarschüler/innen in 44 Klassen/Arbeitsgemeinschaften zusammen. Dazu kommen wiederum weitere 577 Schüler/innen, die an anderen musealen Veranstaltungen teilgenommen haben (s.o.)

 

Außerdem besuchten in 2011 909 Kindergartenkinder in 98 Gruppen das Museum.

 

Diese Zahlen spiegeln lediglich die besuchten museumspädagogischen Veranstaltungen des Museums wieder, die personell geführt bzw. betreut wurden. Weitere Gruppen, die ohne Programm in Eigenverantwortung das Museum besuchten, sind hierbei nicht erfasst.

 

Angefügt ist eine statistische Übersicht über die Besuche von Schul- und Kindergartenkindern, den Teilnehmern an Kindergeburtstagen im Schloss sowie Erwachsenengruppen der letzten Jahre.

 

 

Frage 2:              Welche Angebote mit museumspädagogischen Schwerpunkten werden wahrgenommen?

 

Antwort der Verwaltung:

Die Angebote sind im folgenden aufgeführt:

 

Veranstaltungen für Kinder von 4 8 Jahren

Womit Großmutter spielte

Kleine Führung in der Kinderwelt mit anschließender Märchenstunde.

Tauchfahrt zum Fischsaurier

Welche Tiere lebten im Kreidemeer? Kleine Führung mit anschließender Mitmachaktion.

 

Die Tiere der Eiszeit

Wie sahen sie aus und wo sind sie heute? Kleine Führung mit anschließender Mitmachaktion.

 

Die Arbeit der Müller

Wie funktionierten Windmühlen und wozu benötigte man sie? Mühlen zum Ma(h)len.

 

Backtag im Mühlengarten

Wie wurde früher Brot gebacken? Kinder können Teig kneten und im historischen Ofen backen lassen.

 

Im Atelier der Kunstmäuse

Kunst für kleine Kinder im großen Salon Salder. Kinder stellen ihre eigenen Kunstwerke her.

Das Städtische Museum Schloß Salder versteht sich als außerschulischer Lernort und bietet den Schulen in Salzgitter und der Region die Möglichkeit, neben unterrichtsrelevanten Themen auch weiterführende Inhalte, die manchmal im Unterricht zu kurz kommen, durch einen Museumsbesuch einzubeziehen. Mit folgenden Themen werden alle Schulformen sowie alle Klassenstufen angesprochen.

Schloß Salder als außerschulischer Lernort:

Leben vor 100 Jahren

Erziehung, Spiel und Schule früher.

 

Vom Korn zum Brot

Alte Erntegeräte zum Anfassen.

 

Bodenschätze in Salzgitter und andere Rohstoffe

Die Entstehung von Salz und Erz, wo wurde es gefunden und wie gefördert?

 

Fossilien versteinerte Lebewesen

Was sind Fossilien und wo findet man sie?

Evolution

Die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten.

 

Die Evolution des Menschen

Von der Menschwerdung in Afrika bis zum Homo sapiens sapiens.

 

Klima und Klimawandel

Eiszeit und Umwelt.

 

Neandertaler in Salzgitter

Ernährung der Jäger und Sammlerinnen im eiszeitlichen Klima.

 

Leben in der Jungsteinzeit

Die ersten Bauern, Werkzeuge aus Stein.

mer und Germanen

Gab es Römer in Salzgitter?

 

Leben und Treiben im Mittelalter

Von Rittern, Mönchen und Handwerkern in Salzgitter.

 

Wissen rund ums Mittelalter

Fron und Lehen, Graf oder Vogt, Kaiser und Papst Fragestunde für Schüler

 

Barocke Fürsten Absolutistische Herrscher

Salzgitter und die Region um 1700

 

Vom Erz zum Stahl

Die Geschichte der Erzverarbeitung in Salzgitter

 

Energie aus Dampf

Die Dampfmaschine Mutter aller Motoren

 

Mobile Menschen Bewegte Maschinen

Vom Holzrad zum Hybridfahrzeug.

 

 

Frage 3:              Entstehen für die Schulen Kosten?

 

Antwort der Verwaltung:

              r die Schulen aus Salzgitter entstehen keine Kosten. Schulen, die von außerhalb des Stadtgebietes kommen, zahlen eine Pauschale von 12,90€ pro Gruppe.

             

Frage 4:              Welchen perspektivischen Erweiterungsbedarf im pädagogischen Angebot sieht der Fachdienst Kultur?

 

Antwort der Verwaltung:

Erweiterungsbedarf besteht im Zusammenhang mit der Erweiterung des Museum durch neue Dauerausstellungen und die dadurch bedingte Ausweitung des thematischen Angebots (z. B. 2012: Salzgitter-Die Neue Stadt). Nachgefragt und daher auszubauen sind weitere Nachmittagsangebote für Ganztagsschulen, aber auch die Möglichkeit, das Museum direkt in die Schule zu schicken, und regelmäßige Workshop-Angebote an Wochenenden (die gesamten Angebote werden demnächst in der Konzeption für eine „Kunst- und Kreativschule KuK mal in“ präzisiert). Inhaltlich ist der Bereich Computer und Technik aufzugreifen. Als Einstieg ist die Arbeit mit den Lego-Mindstorm-System zu empfehlen, mit dem Roboter gebaut und anschließend programmiert werden können. Mit diesem System lassen sich Kindern einfache Aspekte des Programmierens spielerisch vermitteln. In Folgekursen lassen sich aufbauende Programmierkurse anschließen, die Informatikthemen wie Interaktion bzw. Datenaustausch aufgreifen. Die Museumspädagogik des Städtischen Museums hat bereits Kontakt zum entsprechenden Fachbereich an der Ostfalia-Hochschule aufgenommen. Es ist geplant, im Herbst 2012 mit einer Arbeitsgemeinschaft zu starten. Das Gymnasium am Fredenberg hat bereits Interesse für eine Teilnahme angemeldet. Unter dem Namen „Robimus“ Roboter im Museum sollen spezielle Angebote entwickelt werden. Im Hinblick auf die Erweiterung des Museums in ein Mobilitätsmuseum wäre hiermit die Weiterentwicklung auch im musemspädagogischen Bereich gegeben. Es ist selbstverständlich, dass die Ausweitung der Aktivitäten nicht unbedingt mit vorhandenem Personal und Equipment zu leisten sein wird.

 

Frage 5:              Reichen die personellen Ressourcen aus?

 

Antwort der Verwaltung:

Die konzeptionell geplante und nun fertige Erweiterung der Ausstellung zur Stadtgeschichte Salzgitter mit dem Thema:“Salzgitter-Die neue Stadt“ (1933/1937/1942-1989/1990), die am 01.April 2012 auf rund 1.200 m² eröffnet wird, erfordert einen hohen Personaleinsatz.

Es wird aber versucht, trotz voller Auslastung des vorhandenen Personals, ohne eine Aufstockung der Personalkapazitäten, eine ausreichende Betreuung der Ausstellung sicher zu stellen.