Vorlage - 0552/16-MV

Betreff: Museumsbus für Primarschulen
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:40 - Fachdienst Bildung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur zur Kenntnis
03.05.2012 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur abgelehnt   

Sachverhalt

Mitteilung:

 

Die CDU/FDP-Ratsfraktion hat mit Vorlage 0552/16 den Antrag gestellt, ab Schuljahr 2012/13 nach Bedarf Buskapazitäten für Primarschulen zur Verfügung zu stellen, damit Klassenverbände der Jahrgangsstufen 3 bzw. 4 während der Schulzeit vormittags das städtische Museum Schloß Salder besuchen können.

 

Der Ausschuss für Bildung und Kultur hat sich in seiner Sitzung am 01.03.2012 mit der Angelegenheit befasst, dazu aber noch keine abschließende Beschlussempfehlung getroffen. Er hat vielmehr die Verwaltung gebeten, den Sachverhalt zu prüfen und insbesondere die finanziellen Auswirkungen darzulegen.

 

Auf Nachfrage hat die KVG erklärt, dass vormittags außerhalb der schulischen Stoßzeiten (also zwischen 08.30 und 12.00 Uhr) freie Buskapazitäten zur Verfügung stehen, um mit einem so genannten Museumsbus für die Beförderung von Grundschulkindern zwischen der jeweiligen Schule und dem Museum sicherzustellen.

Ab dem Schuljahr 2012/13 ist mit maximal jeweils ca. 40 Klassenverbänden in den Jahrgangsstufen 3 und 4 zu rechnen, die den Museumsbus in Anspruch nehmen könnten. Die Kalkulation berücksichtigt, dass jeweils nur ein Klassenverband mit dem Museumsbus befördert wird. Für insgesamt 43 Fahrten wird mit einem jährlichen Finanzaufwand von 8.500 € gerechnet (die Fahrpreise liegen je nach Entfernung zwischen 100 € und 250 €/Fahrt). Dieser Finanzmehraufwand wäre zusätzlich im Haushalt zu veranschlagen (in 2012 anteilig mit 3.000 €).

 

Die Alternative, die Beförderung im Rahmen des ÖPNV zu organisieren und damit den Finanzaufwand zu reduzieren, wurde ebenfalls geprüft. Hier müssten dann für die Grundschulen Einzelfahrscheine für ca. 900 Schülerinnen und Schüler erworben werden. Der Finanzaufwand wäre auf den ersten Blick mit 2.700 € deutlich geringer, berücksichtigt allerdings nicht, die gravierenden Nachteile dieser Alternative (tlw. keine oder nur unzureichende ÖPNV-Verbindungen, längere Fahrzeiten, mehrmaliges Umsteigen, Wartezeiten für Anschlussbusse, Kapazitätsengpässe, unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand in Grundschulen und Verwaltung bei Erwerb und Abrechnung der Einzelfahrscheine).

Die vorgenannten Gründe schließen eine erfolgreiche Umsetzung dieser Alternative aus.