Vorlage - 2457/16

Betreff: Erneuerung der Nebenanlagen in der Jochim-Campe-Straße zwischen Kattowitzer Straße und Albert-Schweitzer-Straße in Salzgitter-Lebenstedt
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Beschlussvorbereitung
02.07.2014 
22. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
09.07.2014 
27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
09.07.2014 
55. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt das Straßenbauprojekt vom 11.12.2013r die Maßnahme „Erneuerung der Nebenanlagen in der Joachim-Campe-Straße zwischen Kattowitzer-Straße und Albert-Schweitzer-Straße mit einer Kostensumme von 350.000 fest.

 

Begründung:

 

 

1. Heutige Situation

Die Joachim-Campe-Straße ist eine innerörtliche Hauptverkehrsstraße, die neben ihrer verkehrlichen Funktion auch der Erschließung mehrerer öffentlicher Gebäude und Einrichtungen (Stadtverwaltung, Amtsgericht, Polizei) dient.

Die Nebenanlagen in der Joachim-Campe-Straße sind auf Grund ihres schlechten baulichen Zustandes dringend erneuerungsbedürftig.

r die Befestigung der vorhandenen Oberflächen wurden verschiedene Materialien verwendet. So sind die Gehwege überwiegend mit Betonplatten, die Radwege mit Ortbetonplatten und Betonverbundpflaster befestigt. Die Schutzstreifen und die Restbreiten zwischen Gehweg und Anliegergrundstücken weisen Befestigungen aus Asphalt und Betonverbundpflaster auf. Die Überfahrten zu den öffentlichen Gebäuden auf der Südseite der Joachim-Campe-Straße wurden mit Kupferschlackensteinen gepflastert. Radweg und Gehweg werden mit einem Betonkantenstein mit geringer Ansicht getrennt.

Die Überfahrten zu den südlich der Joachim-Campe-Straße gelegenen Behörden wurden zur besseren Erkennbarkeit mit Schlackenpflaster oder Betonverbundpflaster hergestellt.

Insgesamt wirken die Nebenanlagen der Joachim-CampeStraße aufgrund der unterschiedlichen Materialien und der unebenen Oberflächen ungepflegt und nicht mehr zeitgemäß. Nach Straßendatenbank werden fast alle Bereiche in die Zustandsklassen 3,5 4,5 (Zustand mit deutlichen Schäden, in der Regel Instandsetzung oder Erneuerung notwendig) und 4,5 - 5 (Zustand mit sehr starken Schäden, teilweise Gefährdung der Verkehrssicherheit)   eingeordnet.

Der vorhandene Belag der Geh- und Radwege soll durch Beton-Rechteckpflaster ersetzt werden. Ausgenommen hiervon ist der Bereich vor dem im Jahr 2011 erstellten Verwaltungsgebäude der EON/Avacon, wo die Nebenanlagen bereits im Zusammenhang mit dem Neubau erneuert wurden.

2. Geplanter Zustand

Querschnitt und Gestaltung der Oberflächen

Die Nebenanlagen der Joachim-Campe-Straße sollen mit einer Pflasterdecke aus Betonrechteckpflaster grundhaft erneuert werden. Für die Gestaltung soll der bereits erneuerte Abschnitt im Bereich des neuen Verwaltungsgebäudes der eon - Avacon beispielhaft sein. Gewählt wird ein 0,80 m breiter Schutzstreifen, ein 2,00 breiter Radweg als Einrichtungsradweg und ein 3,20 m bis 3,40 m breiter Gehweg bis an die Flurstücksgrenze. Die Grundmaße für Sicherheitsräume und die Verkehrsräume des Fußnger- und Radverkehrs gemäß RAST 06 (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen) und die Grundmaße für die Verkehrsräume mobilitätsbehinderter Personen entsprechend RAST 06, Tabelle 4 werden eingehalten. Der vorhandene Granithochbord bleibt erhalten und wird bei Bedarf reguliert.

Im Bereich des öffentlichen Durchgangs zum Posthof wird der Parkstreifen zur Verbesserung der Sichtverhältnisse für Querende durch eine Aufpflasterung aus Granitkleinpflaster unterbrochen. Um die unter der Asphaltdecke vorhandene Betonfahrbahn zu erhalten, sollen für die Einfassung der Aufpflasterung Klebeborde verwendet werden.

Die Bushaltestelle am südlichen Fahrbahnrand im Bereich der Polizeiinspektion wird als Haltestellenkap mit Borden für mobilitätseingeschränkte Personen (Kasseler Borden) zur Erleichterung des Ein- und Aussteigens umgebaut. Die Einstiegsstellen in die Busse werden mit taktilen und optisch kontrastierenden Hilfen verdeutlicht. Zur besseren Erkennbarkeit, insbesondere für Radfahrer, wird der Bereich der Bushaltestelle in der Pflasterfarbe Grau für Gehwege auf gesamter Breite ausgeführt. Der Fahrgastunterstand wird aus gestalterischen Gründen in die Mitte der Bushaltestelle versetzt.      

Oberbau

r die Schutzstreifen, Rad- und Gehwege wird eine Bauweise gemäß Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus (RSTO 12), Tafel 6, Zeile 1 für Pflaster gewählt.

                            8 cm Betonrechteckpflaster

                            4 cm Pflasterbettung (Splitt)

                            15 cm Schottertragschicht

                            13 cm Frostschutzschicht              (im Bereich von Überfahrten 28 cm)

                            40 cm Gesamtaufbau              (im Bereich von Überfahrten 55 cm)

 

r den Radweg soll Betonrechteckpflaster ohne Phase verwendet werden.             

Farbe und Art des Pflasters werden im Bereich der Überfahrten  beibehalten.

Begrünung

Zur besseren Gestaltung des Straßenraumes werden insgesamt 12 Baumscheiben im Bereich des derzeitigen Parkstreifens angeordnet. Bäume verbessern das Kleinklima durch Temperaturausgleich, Beschattung, Veränderungen des Windfeldes, Staubbindung, Sauerstoffproduktion, Kohlendioxidreduktion und Erhöhung der Luftfeuchte.

Die Standorte wurden so gewählt, dass sich die Baumscheiben zur optischen Einengung der Fahrbahn möglichst gegenüberliegen und so für eine Geschwindigkeitsdämpfung sorgen.

Eine Anordnung der Baumscheiben in den Flächen für den Fußnger- und Radverkehr ist wegen der dort in Längsrichtung der Straße verlaufenden Versorgungsleitungen nicht möglich.

Die Baumscheiben haben eine Fläche von 8,00 m² (> 4,00 m² als Mindestgröße der RAST 06 Abs. 4.8.). Die Pflanzgrube soll gem. der „Empfehlungen für Baumpflanzungen, Teil 2: Standortvorbereitungen für Baumpflanzungen“  mindestens 12 m³ groß sein. Dies wird bei einer Fläche von  8,00 m² und der geforderten Mindesttiefe von 1,50 m erreicht.

Die Baumscheiben werden umlaufend mit einem Hochbord eingefasst. Die Abdeckung der Baumscheibe erfolgt durch Oberboden mit Raseneinsaat.

 

 

Entwässerung

Das Oberflächenwasser wird über beidseitig der Fahrbahn gelegene Straßenabläufe in den öffentlichen Regenwasserkanal abgeleitet.

Straßenbeleuchtung

Die Straßenbeleuchtung bleibt grundsätzlich unverändert erhalten, lediglich zwei abgängige Beleuchtungsmasten werden erneuert..

Durchführung

Die Durchführung der Baumaßnahme soll nach Vorliegen des Projektbeschlusses und Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel voraussichtlich im Jahr 2014 erfolgen.

 

Naturschutz

 

Da mit der Maßnahme keine Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden sind, kommt die Eingriffsregelung gemäß § 14 ff Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in Verbindung mit § 5 Niedersächsisches Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGNatSchG) nicht zum Tragen.

Grunderwerb

Grunderwerb ist nicht erforderlich, da die Maßnahme ausschließlich im öffentlichen Straßenraum erfolgt.

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:  

 

 

Investitionskosten

 

Kostenträger für die Maßnahme ist die Stadt Salzgitter.

Die Kosten für Straßenbau und Straßenbeleuchtung betragen 350.000 €.

 

 

Folgekosten

 

r den Straßenbau ist mit jährlichen Unterhaltungsaufwendungen i.H.v. 1,5% der Investitionskosten (5.250) zu rechnen.

 

Der Unterhaltungsaufwand für die Straßenbeleuchtung bleibt unverändert.

 

 

Beitragsfähigkeit

 

Die Maßnahme ist beitragspflichtig gemäß § 6 NKAG i.V.m. der Straßenausbaubeitragssatzung. Der von den Beitragspflichtigen zu tragende Anteil am tatsächlich beitragsfähigen Aufwand beträgt für die Nebenanlagen 30 %.

 

Anlagen:

 

Übersichtsplan

Formular Finanzielle Auswirkungen

 

Lageplan und Querschnitte sind im Ratsinformationssystem ALLRISS unter dieser Vorlage eingestellt.

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtslageplan (218 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Finanzielle Auswirkungen (17 KB) PDF-Dokument (48 KB)    
Anlage 6 3 öffentlich Lageplan Blatt 1 (266 KB)      
Anlage 7 4 öffentlich Lageplan Blatt 2 (243 KB)      
Anlage 8 5 öffentlich Schnitt A - A mit Baumscheibe (399 KB)