Vorlage - 2676/16-AW

Betreff: Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Belastung der Fuhse
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Umwelt- und Klimaschutzausschuss zur Kenntnis
03.12.2013 
16.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Die Ratsfraktionndnis 90/Die Grünen stellt folgende Fragen:

 

Frage 1:              Ist das im Artikel dargestellte Problem zutreffend? Wenn ja, um welche Belastungen handelt es sich?

Antwort:              Das Ökosystem der Fuhse ist in ihrem gesamten Verlauf, der durch einen weiten Landschaftsraumhrt und intensiv landwirtschaftlich und industriell genutzt wird, aus dem Gleichgewicht geraten. Die aquatischen Lebensgemeinschaften sind beeintchtigt. Es wurde beispielsweise eine Abnahme der Makrozoobenthosarten festgestellt. Die Fuhse weist eine erhöhte Belastung mit Pflanzenschutzmitteln auf. Hinzuzurechnen sind die Auswaschungen aus den ehemaligen Bergbaubereichen in ihrem Einzugsgebiet. Weitere Untersuchungen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) belegen Belastungen mit Abwässern aus kommunalen und industriellen Bereichen. Das Zusammenspiel all dieser Belastungen macht nach Informationen des NLWKN am wahrscheinlichsten den verschlechterten Zustand der Fuhse aus. Eine Hauptursache lässt sich vermutlich nicht finden.

 

Frage 2:              Liegt die Quelle der Belastung auf dem Gebiet der Stadt Salzgitter? Wenn ja, welche Maßnahmen zur Beseitigung werden durchgeführt?

Antwort:              Nein, Untersuchungen des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasser-, Küsten- und Naturschutz konnten dabei keine regionalen Schwerpunkte ausmachen. Eine einzelne Quelle scheidet nach dem jetzigen Stand der Untersuchungen aus. Die untere Wasserbehörde der Stadt Salzgitter überprüft regelmäßig die Einleitgenehmigungen. Alle bisher überprüften Einleitwerte der kommunalen Kläranlagen und anderer Einleiter bewegen sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Die Ursachenforschung auf dem Gebiet der Stadt Salzgitter erfolgt auch weiterhin in engem Kontakt mit dem NLWKN. Nach Informationen des NLWKN konnten bei den aktuellen Untersuchungen der Lebensgemeinschaften der Fuhse im Sommer und Herbst 2013 derzeit wieder eine zumindest erkennbare leichte Verbesserung der Besiedlung mit Makrozoen festgestellt werden.

 

Frage 3:              Liegt das Konzept des Niedersächsischen Umweltministeriums vor? Wenn ja, wann werden die Ergebnisse vorgestellt? Wenn nein, wann ist mit den Ergebnissen zu rechnen?

Antwort:              Nein. Das vom Land Niedersachsen angekündigte gemeinsame Konzept des Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz und des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz oder zumindest Ergebnisse der Beratungen werden seitens der betroffenen unteren Wasserbehörden Ende November erwartet.