Vorlage - 3168/16

Betreff: Städtebauliche Gesamtmaßnahme "Steterburg"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:60 - Referat Stadtumbau und Soziale Stadt   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nordost Beschlussvorbereitung
10.07.2014 
18. nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordost Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
17.09.2014 
56. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
08.10.2014 
28. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
15.10.2014 
33. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Rat beschließt die Absicht, die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Steterburg“ durchzuführen.

 

  1. Vorbehaltlich der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt-Investitionen im Quartier“ im Jahr 2015 wird beschlossen, den städtischen Eigenanteil zur Finanzierung des nicht über Fördermittel gedeckten Anteils bereit zu stellen.

 

  1. Der Rat der Stadt Salzgitter nimmt den in der Anlage befindlichen Bericht über das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen zur Kenntnis und beschließt die daraus abgeleitete Maßnahmenübersicht als erstes Handlungskonzept für den Bereich Steterburg.

Sachverhalt:

 

In seiner Sitzung am 05.07.2012 regte der Ortsrat der Ortschaft Nordost an, die Siedlung Steterburg zur Anmeldung in ein Städtebauförderungsprogramm vorzusehen und die Bereitstellung der Haushaltsmittel durch den Rat beschließen zu lassen.

 

Nachdem dieses geschehen ist, wurde mit Beschluss des Verwaltungsausschusses vom 20.08.2013 die Vergabe und Durchführung der vorbereitenden Untersuchungen und die damit verbundene Erstellung eines ersten Handlungskonzeptes an die Planungsgemeinschaft Meissner/Chmiel/Kahmann vergeben.

 

Den Untersuchungen wurden zunächst die Ergebnisse des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) in seiner Fortschreibung von 2012 zugrunde gelegt, das Steterburg als Schwerpunktraum der Stadtentwicklung definiert.

 

Die Ausführungen des ISEK zu Potenzialen und Entwicklungszielen wurden in den vorliegenden vorbereitenden Untersuchungen noch einmal differenziert betrachtet und weiter verfeinert. Innerhalb eines mehrstufigen umfangreichen Beteiligungsprozesses wurden die Untersuchungen durchgeführt, die Ergebnisse liegen der Vorlage als Bericht bei.

 

Die Entwicklungsziele wurden folgenden Handlungsfeldern zugeordnet, die im Bericht weiter ausgeführt werden:

 

  1. Wohnungsmarkt und Wohnungswirtschaft
  2. Wohnumfeld und öffentlicher Raum
  3. Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur
  4. Schule und Bildung
  5. Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen
  6. Quartiersmanagement
  7. Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit

 

Innerhalb dieser Handlungsfelder wurden von den beauftragten Architekten erste Maßnahmen definiert, die sich in der anliegenden Maßnahmenübersicht in den vorbereitenden Untersuchungen wiederfinden.

Die im Realisierungskonzept und der Kostenübersicht beschriebenen Maßnahmen bilden dabei den Rahmen, in welchem in dem ca. 15 Jahre dauernden Erneuerungsprozess Projekte umgesetzt werden könnten.

 

Das dieser Beschlussvorlage zugrundegelegte Handlungskonzept ist auf Fortschreibung angelegt. Es ist in der Fassung der Verwaltung nicht in allen Punkten in der in den vorbereitenden Untersuchungen von den Planern vorgeschlagenen Maßnahmenübersicht identisch. So zum Beispiellt die Verwaltung derzeit einen eigenen Jugendtreff in Steterburg nicht für erforderlich, da von den größeren Jugendlichen der Jugendtreff in Thiede genutzt werden und für die jüngeren Jugendlichen eine Ganzutagsbetreuung in der GS Steterburg erfolgen soll.

 

hrend der Durchführung der Untersuchung wurden begleitende Gespräche mit rgerinnen und rgern, örtlichen Akteuren und der Fachverwaltung geführt, die einerseits die Informations- und Datenbasis erweiterten und zum anderen wichtige Rückkopplungen für die Bewertung der Analysedaten boten.

 

Am 02.03.2014 wurden die Ergebnisse des Konzeptes abschließend mit den Bürgerinnen und Bürgern und anderen diskutiert.

 

Nach der Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm wird von der Verwaltung eine Vorlage zum Beschluss einer Sanierungssatzung (mit Gebietsabgrenzung) gemäß § 142 Baugesetzbuch vorgelegt. Die mit der jetzigen Vorlage zu fassenden Beschlüsse 1 bis 3 sind gemäß Städtebauförderungsrichtlinien des Landes Niedersachsen Bestandteil der Aufnahmeanmeldung und deshalb verbindliche Voraussetzung für eine Programmaufnahme.

Finanzielle Auswirkungen

 

Um in städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen langfristig tragfähige Entwicklungen anzustoßen und umzusetzen, ist die Einbindung der privaten Akteure aus Wirtschaft, Wohnungswirtschaft und Zivilgesellschaft notwendig. So werden viele Projekte nur gemeinsam mit diesen Akteuren umzusetzen und die finanzielle Last gemeinsam zu tragen sein.

 

Die einzelnen Maßnahmen müssen vor Ihrer Realisierung sowohl inhaltlich als auch finanztechnisch vertieft ausgearbeitet werden und werden dann im Einzelnen den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.

 

r das Haushaltsjahr 2015 werden die erforderlichen Mittel in die Haushaltsanmeldung eingestellt.

 

Bezogen auf einen 15-Jahres-Zeitraum ergäben sich nach derzeitiger Einschätzung und nach dem Vorschlag der Verwaltung folgende Maßnahmen:

 

 

 

 

 

 

 

 

Maßnahmenübersicht (bezogen auf die geplante Gesamtmaßnahme)

 

 

 

Aufteilung nach Kostenträger

Maßnahme

Erläuterung

Gesamt- kosten in
Euro

Private

Öffentliche Mittel
gesamt

 

Handlungsfeld 1:  Wohnungsmarkt und Wohnungswirtschaft

Gutachten

z.B. Modernisierungsgutachten

200.000

0

200.000

Gebäudemodernisierung

Modernisierung/ Instandsetzung
10 Einheiten, Ansatz 465 € / m2

3.250.000

1.950.000

1.300.000

Umbau/Erweiterung der
user

ckwärtige bauliche Ergänzung
10 Einheiten, Ansatz 620 € / m2

4.350.000

4.350.000

0

Vergrößerung der
Wohnungen, horizontale
oder vertikale Zusammenlegung und Dachgeschossausbau

Neuordnung der Gebäude
10 Einheiten, Ansatz 620 €/ m2

4.350.000

4.350.000

0

Umwandlung von Mieter-
rten zu Hausgärten

Neuorganisation der Wohneinheiten

durch neue Zuordnung der Gärten direkter Gartenzugang der Wohnungen

625.000

625.000

0

Bau von Garagen, Carports und offenen Stellplätzen im Inneren der Häuserblöcke

Entlastung des öffentlichen Raumes vom Parksuchverkehr

10 Einheiten, Ansatz 5.000 €/St

50.000

50.000

0

Erschließung des
Blockinneren für den Bau
neuer Wohnhäuser

Ergänzende Neubebauung in verschiedenen Eigentums- und Finanzierungsformen
10 Einheiten, Ansatz 150.000 €

1.500.000

1.500.000

0

 

Ordnungsmaßnahmen, Rückbau / Vorbereitung, Erschließung Blockinnenbereiche

 

750.000

 

750.000

Alternative Wohnangebote auf dem Areal des ehem. Klosters St. Bernward

Sanierung, Umbau, ggf. auch (Teil)- Neubau oder Ergänzungsbauten des Gebäudebestands für besondere
Wohnnutzung, pauschal

3.500.000

3.500.000

0

 

Ordnungsmaßnahmen, Rückbau ehem. Klostergebäude

400.000

 

400.000

 

Handlungsfeld 2:  Wohnumfeld und öffentlicher Raum

Grüne Mitte"

Neugestaltung Markt und
Umgebung

Neugestaltung des Platzes als grüne Parkanlage mit Spielplatz,

300.000

 

300.000

 

Grunderwerb / Ordnungsmaßnahmen

150.000

 

150.000

Spielplätze und
Bewegungsräume

Spielplatz Unter den Eichen

216.000

 

216.000

 

Spielplatz Danziger Straße

328.000

 

328.000

Straßenspange Gerhard-
Hauptmann-Straße/
Eisenhüttenstraße

Straßenneubau, Entlastung Pappeldamm

1.500.000

 

1.500.000

Neugestaltung Kirchplatz
St. Bernward / KiTa

Aufwertung zu einem gestalteten Platz, Verkehrsberuhigung Pappeldamm (Einschränkung, ggf. Sperrung der Platzüberfahrt für MIV)

528.000

 

528.000

Neugestaltung Schulplatz

Vorplatz Grundschule

288.000

 

288.000

Ausbau Klosterweg

Zufahrt Kindertagesstätte

720.000

 

720.000

Ergänzende Begrünung der Straßenräume

- Aufwertung des Pappeldamms
- Aufwertung der Danziger Straße zu

  einer Allee
- Aufwertung der Schäferwiese
- Aufwertung der Langen Hecke mit

  Hecken

1.425.000

 

1.425.000

 

Aufwertung Fuß- und Radweg Lange Hecke zw. Schäferwiese und Eisenhüttenstraße

250.000

 

250.000

Aufwertung des privaten
Wohnumfelds

Neuorganisation der Mietergärten und der
gemeinschaftlichen Freiflächen, Privatisierung der Vorgärten. Verbesserung der privaten Spiel- und
Aufenthaltsbereiche und Vorgärten.

1.750.000

1.050.000

700.000

Ordnungsmaßnahme, Rückbau Liegenschaft Brotweg

Abbruch der ehemaligen Interimsunterkünfte als stadteigene Liegenschaften

250.000

 

250.000

 

Handlungsfeld 3:  Soziale Aktivitäten und soziale Infrastruktur

Gemeinbedarfsein-

richtung (Soziales, Partizipation)

Errichtung einer Gemeinbedarfs-

einrichtung zur Stärkung und zum Ausbau der Netzwerkarbeit und des Bürgerschaftlichen Engagements im Quartier

500.000

 

500.000

Gemeinbedarfsein-

richtung (Gesundheit)

Errichtung einer Gemeinbedarfs-

einrichtung zur Stärkung und zum Ausbau des Gesundheitswesens

n.n.

 

n.n.

Stadtteilcafe

Beitrag zur interkulturellen Begegnung, Schaffung von Arbeitsplätzen im ersten und/oder zweiten Arbeitsmarkt

125.000

125.000

0

Partizipationsprojekte
Grüne Mitte, SpielGarten
und Interkultureller Garten

(garten-)künstlerische Partizipations- projekte mit Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung von erwachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern

siehe 2.2.2

 

siehe 2.2.2

 

Handlungsfeld 4:  Schule und Bildung

Entwicklung Grundschule
Steterburg als ganzheit-
licher Lern- und Lebensort für Kinder

Unterstützung der Schule in der Entwicklung zum Ganztagsbetrieb, offene Angebote und Hausaufgabenbetreuung,

siehe auch 2.2.5

 

 

Grüne Mitte, Schulplatz und  Spiel Garten Schüler gestalten ihren Stadtteil

Partizipationsprojekte Grüne Mitte, Schulplatz und SpielGarten, Pädagogische Betreuung und Integration in das Lehrangebot der Schule

siehe 2.2.1 und
2.2.2

 

siehe 2.2.1
und 2.2.2

Neubau/ Umbau
KiTa Steterburg

Neue KITA in der „grünen Mitte“ mit Familienzentrumsangebot sowie generationenübergreifenden Beratungs- und Unterstützungsangeboten

1.500.000

 

1.500.000

Reaktivierung der Flächen des ehem. Sportvereines Rot-Weiß Steterburg

Beseitigung des städtebaulichen Missstandes (Leerstand, ungenutzte, braach liegende Flächen) auf dem Gelände

n.n.

 

n.n.

 

Handlungsfeld 5:

Zusammenleben unterschiedlicher sozialer und ethnischer Gruppen

Interkultureller Garten

Fachliche Unterstützung Startphase. Interkultureller Austausch, Rahmen z. Aufbau nachbarschaftlicher Kontakte, Standort: zusammenhängende brach- liegende Mietergärten, (Block zwischen Pappeldamm und Schäferwiese)

siehe 2.2.1
und 2.2.2

 

siehe 2.2.1
und 2.2.2

 

Handlungsfeld 6:  Quartiersmanagement

Quartiersmanagement

ro- und Sachkosten

150.000

 

150.000

 

 

Honorar externes Planungsbüro

1.500.000

 

1.500.000

 

Handlungsfeld 7:  Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit

Imageverbesserung und
Öffentlichkeitsarbeit

Durchführung von Stadtteilfesten, Spiel- und Kulturevents, Stadtteilzeitung, Internet, Pressearbeit, Broschüren,
Zwischennutzungskonzept Ladenleer- stände

225.000

 

225.000

 

 

Da die Verwaltung einen eigenen Jugendtreff aufgrund alternativer Angebote nicht für erforderlich hält, sind die in der vorbereitenden Untersuchung geschätzten Kosten für diese Maßnahme in Höhe von 350.000,00  bei der Maßnahmenübersicht nicht berücksichtigt worden.

 

Eine Verwaltungsaußenstelle in Thiede ist zurzeit aufgrund der zur Verfügung stehenden Ressourcen und Strukturen nicht umsetzbar.

 

Der Anteil der öffentlichen Mittel beträgt demnach 13.180.000 Euro.

 

Anlage:

Bericht vorbereitende Untersuchungen

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2014-05-27 SZSteterburg_VUBericht_100max (9383 KB)