Vorlage - 3223/16

Betreff: Pflegebericht 2013 der Stadt Salzgitter
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:50 - Fachdienst Soziales und Senioren   
Beratungsfolge:
Seniorenbeirat zur Kenntnis
24.07.2014 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Seniorenbeirates Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Ausschuss für Soziales und Integration zur Kenntnis
02.07.2014 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Integration Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss zur Kenntnis
Rat der Stadt Salzgitter zur Kenntnis
16.07.2014 
31. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Mitteilung:

 

Als Anlage wird der Pflegebericht 2013 der Stadt Salzgitter vorgestellt.

 

Das Niedersächsische Pflegegesetz hat zum Ziel, eine leistungsfähige, wirtschaftliche und räumlich gegliederte Versorgungsstruktur zu gewährleisten, damit für die Pflegebedürftigen die notwendige pflegerische Versorgung sichergestellt wird.

 

Die Erstellung von kommunalen Pflegeberichten über den Stand und die voraussichtliche Entwicklung der pflegerischen Versorgung vor Ort durch die Landkreise und kreisfreien Städte ist ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen.

 

Das Land Niedersachsen hat im Jahr 2005 den ersten Landespflegebericht erstellt. Inzwischen liegt der Landespflegebericht 2010 vor, der sich auf die Daten der Pflegestatistik 2007 stützt.

 

Erstmals im Jahr 2005 erfolgte eine statistische Erhebung zur Pflege. Diese wird seitdem im zweijährigen Turnus erhoben und veröffentlicht.

 

Auch Salzgitter hat im Jahr 2005 einen Pflegebericht erstellt. Daten der Pflegestatistik lagen damals leider noch nicht vor.

 

Der jetzt erstellte Pflegebericht 2013 umfasst die statistischen Daten der Pflegestatistik und der Einwohnerstatistik der Jahre 2005, 2007, 2009 und 2011. Die Pflegestatistik 2013 wurde bisher nicht veröffentlicht und konnte daher in die Auswertung nicht einbezogen werden. Deshalb umfasst der Pflegebericht 2013 den Informationsstand bis 31.12.2012.

 

Teil A des Pflegeberichtes 2013 stellt die rechtlichen Rahmenbedingungen dar.

 

Die aktuelle Entwicklung zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wurde noch nicht aufgenommen, da erst am 08.04.2014 durch den Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe, dem GKV-Spitzenverband die Zustimmung zur Durchführung von zwei Modellprojekten erteilt wurde. Diese dienen der wissenschaftlichen Erprobung und Überprüfung eines neuen Begutachtungsverfahrens, das mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes einher geht. Das bisherige System der drei Pflegestufen wird durch fünf ersetzt. Dadurch kann dem individuellen Unterstützungsbedarf besser Rechnung getragen werden. Neben körperlichen Einschränkungen werden auch Einschränkungen einbezogen, die bei Demenzkranken häufig vorkommen.

 

Das neue Begutachtungsverfahren soll nun in zwei Modellprojekten auf seine Alltagstauglichkeit überprüft und getestet werden. Die Ergebnisse sollen Anfang 2015 vorliegen und dann gesetzgeberisch umgesetzt werden.

 

Teil B des Pflegeberichtes 2013 stellt den Stand der pflegerischen Versorgung in Salzgitter hinsichtlich der Angebotsstruktur am 31.12.2012 und die Entwicklung der pflegerischen Versorgung nach Bevölkerungsentwicklung, Gewährung von Leistungsarten und Pflegekräften von 2005 bis 2011 dar. Auch auf die Entwicklung der Vergütungsätze für Pflegeleistungen wird eingegangen.

 

In Teil C wird eine Bedarfsprognose bis 2031 erstellt. Dabei wird auf die Bevölkerungsentwicklung eingegangen und daraus die Entwicklung des Bedarfs von Pflegeleistungen und Pflegepersonal hergeleitet.

 

Der vorgelegte Pflegebericht soll u.a. dazu dienen, die tatsächliche Inanspruchnahme von Pflegeleistungen darzustellen, die Versorgungssituation der Pflegebedürftigen zu ermitteln und daraus den notwendigen Handlungsbedarf festzustellen.

 

Ein Handlungsschwerpunkt liegt bei der zukünftigen Personalausstattung, insbesondere mit Fachkräften, in der Pflege. Hier heißt es, die bereits bestehenden Aktivitäten der Interessengemeinschaft „Pflege“, der Arbeitsgruppe „Nachwuchs in der Pflege“ und der Örtlichen Pflegekonferenz weiterzuverfolgen und damit alle Akteure zur Erreichung des Zieles zusammenzuführen. Die spezifischen Bedarfe von Migrantinnen und Migranten sollen im Dialog mit den Migrationsselbsthilfeorganisationen identifiziert werden.

 

Der Pflegebericht 2013 soll, angepasst an den Turnus der Veröffentlichung der Daten der Pflegestatistik, in den Teilen B und C fortgeschrieben werden. Veränderung im Teil A erfolgen, sofern sich die dort dargestellte Rechtslage ändert.

 

 

 

Anlage: Örtlicher Pflegebericht 2013

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Örtlicher Pflegebericht 2013 (2787 KB)