Vorlage - 3450/16

Betreff: Neubau einer Kindertagesstätte in SZ-Bad
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Süd Beschlussvorbereitung
17.09.2014 
26.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Jugendhilfeausschuss Beschlussvorbereitung
18.09.2014 
19. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
02.10.2014 
26. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
15.10.2014 
33. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

 

  1. Die Stadt Salzgitter errichtet auf dem Grundstück der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai NOAH, Martin-Luther-Platz 5 a in 38259 Salzgitter-Bad nach dem Abriss des Kita-Bestandsgebäudes eine neue Kindertagesstätte für drei Regelkindergartengruppen auf Basis der damit verbundenen Raumanforderungen und mit bedarfsgerechter Ausstattung im Innen- und Außenbereich.

 

  1. Der erforderliche Grundstücksanteil wird im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags an die Stadt Salzgitter verpachtet, um die Maßnahme in der geplanten Form zu realisieren.

Dem Abschluss des dazu erforderlichen Erbbaurechtsvertrags mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai NOAH für eine Teilfläche in Größe von ca. 1.100 m² aus dem Grundstück Gemarkung Bad, Flur 13 Flurstück 74/6 bei einer Erbbauzinszahlung von 1,00 € p.a. wird zugestimmt.

 

  1. Der mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Nikolai NOAH geschlossene Betriebsführungsvertrag vom 09.12.2008 / 09.01.2009 bleibt bestehen / wird fortgeführt.

 

  1. Die Gesamtinvestitionskosten inklusive der Ausstattungskosten von ca. 100.000 werden auf 1.700.000 € festgesetzt und sind in den Haushalts- und Investitionsplanungen für die Jahre 2014 und 2015 enthalten.

 

  1. Dem in dieser Vorlage dargestellten Projektentwurf (mit Raumprogramm) wird zugestimmt.

Begründung: 

 

Die Stadt Salzgitter plant den Neubau und damit Ersatz des Gebäudebestandes für die Kindertagesstätte KunterBund der St. Nikolai NOAH Kirchengemeinde in Salzgitter-Bad.

Die Planungsgrundlage des Neubaus erfolgt unter der Maßgabe einer 3-Gruppen-Einrichtung mit allen erforderlichen Raumfunktionen unter Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.

 

In der Kindertagesstätte KunterBund werden derzeit 75 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren in drei Gruppen, einer Vormittagsgruppe und zwei Ganztagsgruppen, betreut. Das pädagogische Konzept basiert auf Arbeit in festen Stammgruppen und den Schwerpunkten Gesundheitserziehung und Bewegung.

 

Die Kita ist voll belegt und erfreut sich einer hohen Nachfrage. Sie ist ein Mittelpunkt innerhalb der Ost- und West-Siedlung, die sich als erhebliche soziale Brennpunkte in Salzgitter-Bad erweisen, geprägt durch eine hohe Quote an Wohnungsleerstand und den Zuzug sozial schwächerer Familien. Es ist ein hoher Anteil an Familien mit Migrationshintergrund und/oder einkommensschwachen Familien zu verzeichnen.

 

Eine gut ausgestattete Kita ist wichtig für eine funktionierende Stadtteilarbeit und die Verbesserung der Standortstruktur. Die Ost- und West-Siedlung sind beteiligt an dem Programm „Soziale Stadt“

 

In der Kita KunterBund ist zum 01.01.2014 in zwei Gruppen eine Ganztagsbetreuung  eingeführt worden, eine Erweiterung zur Familien-Kita wird im Laufe des Jahres 2014  umgesetzt. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Gemeindehaus NOAH wird eine Krippengruppe mit Bezugstermin Herbst 2014 derzeit eingerichtet (s. Vorlage 2596/16 und 2596/16-1).

Die Veränderungen bedingen konzeptionelle und strukturelle Veränderungen in der Kita und bedeuten erhöhte Anforderungen an die Räumlichkeiten.

 

Schon jetzt entspricht das Gebäude nicht mehr den heutigen Standards.

Die Bauweise beeinträchtigt die Arbeit in den Gruppen und der gesamten Mitarbeiter vor Ort. Das pädagogische Konzept, das den aktuellen Standards entspricht, ist aufgrund der räumlichen Situation kaum umsetzbar. Das Raumprogramm und der Zuschnitt der Räume lassen die problemlose Umsetzung nicht zu. Die gesamte Kita ist durch räumliche Enge und schlechte Tageslichtverhältnisse geprägt.

 

Es gibt keine Ausweichräume für Kleingruppenarbeit oder Einzelkontakte für Überprüfungen, Elterngespräche etc. Dies ist aber für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit zwingend erforderlich. Das Leitungsbüro ist zu klein, vertrauliche Eltern- und Personalgespräche können dort nicht stattfinden. Der Mitarbeiterraum ist nur über einen Gruppenraum begehbar. Der Raum ist für die Anzahl der Mitarbeiter zu klein.

 

Es fehlen Garderoben und Ablagemöglichkeiten zum Schutz persönlicher Wertgegengestände für das Personal.

 

Durch den Ganztagsbetrieb ist ein separater Schlafraum für die „Mittagsschläfer“ erforderlich, der bisher nicht vorhanden ist. Zurzeit verbringen die Kinder ihre Schlafenszeit in einem Raum, der Durchgangsraum in den Personalraum ist.

 

Abweichend von der Verordnung über Mindestanforderungen an Kindertagesstätten (1. DVO-KiTaG), verfügt die Kita innerhalb des Gebäudes nicht über einen erforderlichen Bewegungsraum.

Mit Zustimmung der Landesschulbehörde wurde in der Betriebserlaubnis bislang die Ausnahme zugelassen, die Räume im benachbarten Gemeindehaus als Mehrzweck- und Bewegungsraum zu nutzen. Mit dem Neubau wird der gesetzlich geforderte Bewegungsraum im Hauptgebäude der neuen Kita untergebracht. Eine dauerhafte Mehrfachnutzung des Gemeindesaals ist rechtlich nicht zulässig.

 

Der Bedarf der Kinder an täglicher und spontaner Bewegung, die üblicherweise nicht immer angeleitet wird, kann mit dem ausgegliederten Bewegungsraum im Gemeindehaus nicht erllt werden. Der Zugang ist nur in Begleitung des Personals möglich, eine ständige Aufsicht ist erforderlich.

Ein im Raumprogramm erforderlicher Zusatzraum für Kleingruppenarbeit oder Einzelkontakte für Überprüfungen, Früh- und Sprachförderungen etc. fehlt. Dieser ist für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit - auch vor dem Hintergrund des Klientels - zwingend erforderlich.

 

Der vorhandene Gebäudebeständ mit dem Grundriss lässt eine räumliche Veränderung zur Schaffung dieses Raumes wegen Platzmangels nicht zu.

 

Besonders eingeschränkt ist die Waschraumsituation in der Einrichtung. Für die 75 Kinder steht nur ein Waschraum mit drei Toiletten und sechs Waschbecken zur Vergung. Das Zähneputzen, das pädagogisch begründet angeboten wird, stellt alle vor große Herausforderungen. In dem Waschraum werden auch die Wickelkinder versorgt. Ganz abgesehen davon, dass die Anzahl der Toiletten nicht ausreichend für eine solche Kinderanzahl ist, ist die erforderliche Ruhe und Abgeschiedenheit zur Wahrung der Intimsphäre und Rücksicht auf das Schamempfinden der entkleideten Kinder nicht gewährleistet.

 

Die Küche ist ein Durchgangsraum und erfüllt die Anforderungen an Hygiene und Sicherheit somit nicht. Die Anzahl der Mittagessen ist durch die Ganztagsbetreuung von 34 auf derzeit 48 Essen gestiegen. Gegessen wird in den Gruppenräumen und in dem Durchgangsraum neben der Küche.

 

Es fehlen Abstellflächen für Materialien, diese werden entgegen den Brandschutzbestimmungen im Dachraum gelagert und sind nur über eine Bodenauszugtreppe erreichbar.

 

Von den Mängeln ist die Betriebserlaubnis durch die Landesschulbehörde betroffen. Wenn die notwendigen Voraussetzungen nicht geschaffen werden, kann es den Entzug der Betriebserlaubnis zur Folge haben. Dies wäre vor dem Hintergrund der Gesamtsituation in Salzgitter-Bad und besonders der Ost- und West-Siedlung nicht wünschenswert. Es würde die Versorgung des Stadtteils mit Kitaplätzen erheblich behindern und hätte Auswirkungen auf die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz.

Eine Behebung der unhaltbaren Situation durch einen Neubau ist unausweichlich.

 

Die Ausweitung zur geplanten Familien-Kita vergrößert die Außenwirkung und das Handlungsfeld der Einrichtung. Sie kann durch niederschwellige Angebote für Eltern und Kinder, z. B. Elterncafe, Sprachkurse, Erziehungsratgeber etc. vermehrte Kontaktmöglichkeiten schaffen und so zur Verbesserung des sozialen Klimas beitragen.

 

Bauliche Mängel des Gebäudebestands

 

Das Gebäude entspricht konstruktiv und energetisch dem Baujahr. Instandhaltungen der letzten Jahre beschränkten sich auf Boden- und Wandbeläge sowie die Neuordnung der Kinder-WC-Anlage.

 

Der Wärmeerzeuger der Heizungsanlage wurde vor kurzem erneuert und vorausschauend so ausgelegt, dass dieser auch in einem Kindergartenneubau wiederverwendet werden kann.

 

Der mittelfristige Sanierungsbedarf betrifft folgende Bauteile und Maßnahmen:

 

-  Dämmung und Erneuerung aller Fassaden

-  Erneuerung der Fenster und Außentüren

Erneuerung Dacheindeckung inkl. Dämmung Dachkonstruktion bzw. Decke zum

              Dachraum

-  Brandschutzertüchtigung der Deckenkonstruktion

-  Erneuerung der Elektroinstallation wg. Brandschutzanforderungen

-  Erneuerung der Wärmeverteilung wg. unzureichender Dämmung

-  Erneuerung der Warmwasserverteilung wg. Anforderungen an die Wasserhygiene

-  Herstellung von 2. Rettungswegen im Sinne der Bauordnung

 

Der mittel- bis langfristige Aufwand für den Erhalt der Gebäudenutzung, die vorgenannten funktionalen Mängel und die beengten Verhältnisse rechtfertigen die Investitionen in einen Kindergartenneubau.

 

Vertragssituation mit der Kirchengemeinde

 

Der Betriebsführungsvertrag zwischen der Stadt und der Kirchengemeinde St. Nikolas NOAH bleibt bestehen.

Im Rahmen der Sondervereinbarung zwischen der Kirchengemeinde und der Stadt Salzgitter wird auf die besonderen Konditionen für die Neuerrichtung der Kita eingegangen.

Einer Kündigung des bestehenden Betriebsführungsvertrags bedarf es nicht.

 

Regelung der Vorbedingungen

 

Das Grundstück wird im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags an die Stadt Salzgitter verpachtet, um die Maßnahme in der geplanten Form zu realisieren.

 

Folgende Eckdaten werden hierin geregelt:

 

r den Erbbaurechtsvertrag ist eine Laufzeit von 80 Jahren bei einem jährlichen Erbbauzins in Höhe von 1,00 vorgesehen. Die Stadt Salzgitter als Erbbaurechtsnehmerin ist verpflichtet, das auf dem Erbbaugrundstück befindliche Kita-Gebäude abzureißen und ein neues zu errichten. Zudem besteht die Verpflichtung, im neuen Gebäude mindestens 25 Jahre eine Kindertagesstätte zu betreiben. Sofern auf dem Erbbaurechtsgrundstück vor Ablauf der Vertragslaufzeit keine Kindertagesstätte mehr betrieben wird, ist die Erbbaurechtsgeberin berechtigt, den vereinbarten Erbbauzins entsprechend der veränderten Nutzung anzupassen.

 

Im Falle der Beendigung des Vertrags ist vorgesehen, dass das auf dem Erbbaugrundstück errichtete Bauwerk entschädigungslos an die Erbbaurechtsgeberin übergeht. Tritt der Heimfall ein, ist vorgesehen, dass das auf dem Erbbaugrundstück errichtete Bauwerk gegen Zahlung einer Entschädigungssumme, die sich entweder an dem Buchwert oder an dem Verkehrswert des Gebäudes orientiert, an die Erbbaurechtsgeberin übergeht.

 

 

Projektentwurf

 

Projektschritte

 

Das Projekt soll wie folgt realisiert werden:

 

Die Gesamtmaßnahme umfasst im Ganzen 3 Projektabschnitte:

 

  1. Abriss der bestehenden Kita KunterBund und Neubau an gleicher Stelle, mit Interimslösung in den Räumlichkeiten des dortigen Gemeindehauses während der Bauzeit.
  2. Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung zur Kinderkrippe (s. Vorlage 2596/16 und 2596/16-1).
  3. Umbau des Gemeindehauses.

 

Lediglich der Projektabschnitt 1 ist Bestandteil dieser Beschlussvorlage.

Die Projektabschnitte 2 und 3 werden im Rahmen anderer Projekte („Soziale Stadt“) realisiert.

 

Art und Umfang des Abrisses und der Neubau der Kindertagesstätte werden von der Verwaltung sowie einem externen Architekturbüro erarbeitet und einvernehmlich mit der Kirchengemeinde und der Leitung der Kindertagesstätte abgestimmt. Der Baubeginn ist im April 2015 und die Baufertigstellung Ende 2015 vorgesehen. r die Dauer der Bauzeit wird eine Interimslösung angestrebt. Geplant ist ein Ausweichen der Kita zum Einen in das Gemeindehaus und zum Anderen in die GS Am Ziesberg. Für das Außengelände wurde der Spielplatz “Roxy-Helco“ als Ausweichmöglichkeit angestrebt.

 

Im Gebäude werden 75 Kindergartenplätze nach den gesetzesspezifischen Vorgaben eingerichtet und die dazu notwendigen drei Gruppenräume mit Waschräumen, Toiletten, einem Bewegungsraum, Ruheumen sowie weitere Nebenräume geschaffen (s. Näheres in der folgenden Projektbeschreibung und den als Anlagen beigefügten Skizzen für das Nebengebäude).

 

Grundrissorganisation

 

Gegenüber dem Eingang öffnet sich in beiden Entwurfsvarianten die Erschließungsachse durch räumliche Aufweitung zum Garten und entspannt die Situation beim Bringen und Abholen der Kinder. Eltern, Kinder und Erzieher erhalten hier die Möglichkeit der Begrüßung und der Kommunikation.

 

Die geöffneten Fassaden unterstützen die natürliche Belichtung der Raumtiefe und dienen der Orientierung.

 

Die Gruppenräume, Küche und Personalraum sind gartenseitig angeordnet. Die Erschließungsflächen erweitern sich in die Garderoben, strukturieren die Orientierung und ordnen die jeweiligen Funktionen. Durch die Garderobennischen wird die Flurfläche freigehalten und kann so an Schlechtwettertagen zusätzlich auch als Bewegungsfläche genutzt werden.

 

Jeder Gruppenraum erhält eine Spielgalerie für die Schaffung erforderlicher Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten der Kinder. Die verbleibenden Flächen dienen mit loser Möblierung den vielfältigen Anforderungen pädagogischer Arbeit und ermöglichen eine flexible Anpassung und Zonierung.

Den Gruppenräumen sind in direkter Nähe die jeweiligen Waschräume zugeordnet. Die Ausstattung mit einem durchgehenden Waschtisch bietet den Kindern dieglichkeit gemeinsamer haptischer und spielerischer Erfahrungen.

Zusätzlich zu den Gruppenräumen ist ein Differenzierungsraum für die Arbeit in Kleingruppen, Sprachförderungen, Schulvorbereitung etc. vorgesehen.

 

Die weiteren Funktionsräume für Hauswirtschaft und Materiallager, Abstellräume, Vorratsraum und Küche, Leitungsbüro, Personalraum und WC-Anlagen sind mit den Raumflächen einem 3-Gruppen-Kindergarten angemessen ausgelegt und angeordnet.

Die Gesamtanlage ist als barrierefreie Einrichtung geplant.

 

Außenanlage

 

Vor jedem Gruppenraum gibt es eine individuell nutzbare Terrassenfläche. Erlebnispfade mit unterschiedlichen Belägen zur Körpererfahrung führen in die Gartenanlage, vorbei an diversen Spielangeboten wie Klettern, Sand, Schaukeln etc. Je nach Entwurfsvariante setzt sich die Halle oder der Mehrzweckraum mit einer Terrasse als „Sommerwohnzimmer“ in die Außenanlage fort.

Die vor den Terrassen angeordnete Spielwiese bietet großgigen Platz und Bildungsraum für gut besuchte Feste und Erfahrung der Begegnung. Ein Weg verbindet den Kindergarten barrierefrei mit dem Gemeindehaus und der hier untergebrachten Krippe.

Außenspielgeräte werden in einem separaten, preiswerten Raum, z.B. einem lustig bemalten Bauwagen, im Außengelände gelagert.

 

Bauweise und Materialien

 

Das Gebäude wird in Holzrahmenbauweise erstellt. Die Außenwände erhalten ein Wärmedämmverbundsystem mit Putzoberfläche. Teilbereiche der Fassade werden mit Holz bzw. großformatigen Fassadenplatten bekleidet.

 

Die Fenster sind als Holz-Aluminium-Fenster, die Türen als Alu-Türanlagen geplant. Die geneigten Dächer erhalten eine Ziegeleindeckung. Die Fußden in den Nasszellen und im Eingangsbereich erhalten einen Fliesenbelag, alle weiteren Flächen werden mit Linoleum belegt.

Die Wandoberflächen sind verputzt und mit Latexfarbe gestrichen.

Die Decken sind als Akustikdecken mit nachhallreduzierenden Eigenschaften geplant.

Innentüren werden als Röhrenspantürblatt mit farbiger Schichtstoffoberfläche ausgehrt.

Die Beleuchtung ist zweckmäßig und mit energiesparenden Komponenten ausgestattet.

Die Wärmeversorgung erfolgt über Gas-Brennwertgerät und Fußbodenheizung.

Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral über elektrischen Durchlauferhitzer.

Das energetische Niveau der Gebäudehüllfläche und der Bauteile liegt mit einem U-Wert unterhalb von 0,18 W/m²K im Bereich des Niedrigenergiestandards.

Der im Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) geforderte Einsatz von regenerativen Energien wird berücksichtigt.

 

Raumprogramm:

 

Nutzfläche (NF) m²             

 

Gruppe               51,39

Waschraum              12,08

Garderobe               14,76

Gruppe               51,18

Waschraum               12,08

Mehrzweckraum              50,75

Abstellraum Mz.              8,78

Differenzierung              19,97

che               9,28

ro              15,36

Personal              26,56

Gruppe              51,17

Waschraum              12,27

Garderobe              11,00

Hausw. / Material              18,73

Hausanschl. / Technik              9,16

Abstellraum              13,91

Vorräte              7,59

WC              6,91

Beh.-WC              7,73

Summe (NF)              420,66

 

Verkehrsfläche (VF) m²

 

WF              9,90

Halle / Flur              85,11

Summe (VF)              95,01

 

Zusammenstellung m²

 

Nutzfläche (NF)              420,66

Verkehrsfläche (VF)              95,01

Summe Nettogrundfläche (NGF)              515,67

 

Nachweis Freifläche

 

Verbleibende Grundscksfläche              1.446,00

Anzahl der Kinder              90,00

Freifläche / Kind               16,01

 

Kostenschätzung nach DIN 276

 

Entwurf mit Mehrzweckraum

 

Kostengruppe und Bezeichnung               Betrag (€) brutto

 

100               Grundstück Erschließung               19.850

200               Grundstück Herrichten, Abbruch Bestand,

              Baustellenzufahrt               115.050

300              Gebäude               761.554

400               Bauwerk-Techn. Anlagen (Hzg., San., Elt.)              229.866

500               Außenanlagen               147.656

600               Ausstattung, o. Berücksichtigung Bestand               100.555

              Anrechenbare Kosten               1.374.531

700               Nebenkosten               274.906

 

Gesamtbaukosten (brutto) für das Gebäude               1.649.437,00

 

Erläuterung der Interimslösung

 

Eine für die Bauzeit des Kindergartenneubaus erforderliche Interimsversorgung kann im benachbarten Gemeindehaus kostensparend vorgenommen werden.

 

Im Erdgeschoss des Gemeindehauses können ausreichende Räumlichkeiten für eine 2-Gruppen Einrichtung mit max. 47 Kindern zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere durch die hier bereits untergebrachte Krippe kann eine gute Logistik zur Kinderbetreuung ohne wesentliche Einschränkungen vorausgesetzt werden.

Der bauliche Kostenaufwand ist überschaubar und beschränkt sich auf die Herstellung kindgerechter WC-Anlagen, Bodenbeläge sowie Sicherungs- und Schutzmaßnahmen u. a. an den Heizkörperflächen. Die bereits für die Krippenversorgung genutzte Teeküche kann auch für die Versorgung der Kita genutzt werden.

 

Als Außenspielgende kann der benachbarte Roxy-Helco-Spielplatz genutzt werden.

Weitere Kinder der Einschulungsjahrgänge können, nach Abstimmung zwischen Kindergarten- und Schulleitung, als dritte Kita-Gruppe in der benachbarten Ziesberg-Grundschule untergebracht werden.

 

Kostengruppe und Bezeichnung               Betrag (€) brutto

 

100               Grundstück Erschließung               0

200               Grundstück Herrichten               0

300               Gebäude

WC-Anlagen               17.850

Sicherungsmaßnahmen Heizkörperflächen               2.380

Bodenbeläge i.d. Gruppenräumen               4.760

400               Bauwerk-Techn. Anlagen (Hzg, San Elt.)

WC-Anlagen               14.280

Sicherungsmaßnahmen Steckdosen               1.785

500               Außenanlagen               0

600               Ausstattung und Kunstwerke o. Berück-

              sichtigung Bestand               0

Anrechenbare Kosten               41.055

700               Nebenkosten               4.105

 

Gesamtbaukosten (brutto) für das Gebäude               45.160

 

Raumprogramm der Interimslösung

 

Nutzfläche (NF) m²

 

Gruppe 1              47,37

Gruppe 2               48,16

WC 1               5,73

WC 2               5,60

Vorraum               7,64

ro               18,24

Teeküche, Mitnutzung               21,44

Summe (NF)               154,18

 

Verkehrsfläche (VF) m²

 

Halle / Flur               58,98

Summe (VF)               58,98

 

Technische Funktionsfläche (TF) m²

 

Raumbezeichnung               0,00

Summe (TF)               0,00

 

Zusammenstellung m²

 

Nutzfläche (NF)               154,18

Verkehrsfläche (VF)               58,98

Summe Nettogrundfläche (NGF)               213,16

 

Finanzielle Auswirkungen:  

 

Darstellung der finanziellen Auswirkungen in den Folgejahren für das Gebäude der Kita KunterBund

 

 

Gebäude

Investitionsvolumen (Auszahlung Finanzhaushalt)

1.600.000

Zinsen i.H. v. durchschnittl. p.a.*

(bei Zinssatz 3,75 %)

51.360

Abschreibung

(linear 1,25% auf die Nutzungsdauer von 80 Jahren)

20.000

Bauunterhalt (1,2% der Herstellungskosten p.a.)

19.200

sonstige umlagefähige Kosten

710

Kostenmiete p.a.

91.270

Betriebskosten

Zusätzliche Betriebskosten fallen mit Errichtung des Neubaus nicht an, da die Stadt Salzgitter bereits jetzt Betriebskostenzuschüsse an den Kita- Träger zahlt

0 €

 

* Annuitätendarlehen mit Laufzeit 80 Jahre (=Nutzungsdauer):

  - Tilgungsanteil steigt jährlich

  - Zinsanteil sinkt jährlich

  - nur im ersten Jahr beträgt die Zinszahlung 60.000

 

Die Gesamtinvestitionskosten, inklusive den Ausstattungskosten von ca. 100.000 werden auf 1.700.000 € festgesetzt und sind in den Haushalts- und Investitionsplanungen für die Jahre 2014 und 2015 enthalten.

 

Die Kostenschätzung des Architekturbüros geht derzeit von ca. 1.650.000 € (inkl. Einrichtungskosten) aus.

 

 

Anlagen:

 

Anlage 1 Lageplan

Anlagen Grundrisspläne

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlagen Lageplan u. Skizzen (4101 KB)