Vorlage - 3637/16

Betreff: Genehmigung der Deutsch-Israelischen Jugendbegegnung der internationalen Jugendarbeit im Jahr 2015
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie   
Beratungsfolge:
Jugendhilfeausschuss Beschlussvorbereitung
15.01.2015 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

1.              Das Folgeprojekt: „Deutsch-Israelische Jugendbegegnung 2015 in Israel“ (25.03. - 04.04.2015) wird genehmigt.

 

2.              Die Auslandsdienstreise der Diplom-Sozialpädagogin/-arbeiterin Tamara Hagen nach Qualansuwa (Israel) vom 25.03. - 04.04.2015 wird genehmigt.

 

3.              Weiterhin wird die Auslandsdienstreise für eine/-n weitere/-n Betreuer/-in genehmigt (Benennung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt).

 

Sachverhalt:

 

Internationale Jugendbegegnungen ermöglichen in einem hohen Maß neue weitrei­chende Erfahrungen mit sich selbst und anderen Menschen zu sammeln. Neben dem Zuwachs an sprachlichen Kenntnissen und dem Abbau von Hemmungen Fremdspra­chen zu benutzen, wird auch das geographische und kulturelle Wissen durch persön­lich erlebte Erfahrungen bereichert und vertieft. Man kann u.a. beobachten, dass teil­weise zu Beginn der Projekte auftretende Unsicherheiten/Berührungsängste im Um­gang mit der jeweils „anderen Kultur“ bei den jungen Menschen schnell abgebaut werden können und eine nachhaltige Öffnung in diesem Sinne bestehen bleibt.

 

Aus dem konkreten Folgeprojekt ergibt sich die Beteiligten die persönliche Erfahrung des Rollentausches zwischen Gast und Gastgeber. Es bietet die Chance als Gast, das Land, die Kultur und den Alltag der Anderen kennenzulernen bzw. als Gastgeber das „eigene Zuhause“ vorstellen zu können. Im Rahmen der Rückbegegnung die Perspektive des Anderen einzunehmen fördert das Verständnis für das Empfinden der Partnergruppe aus dem Vorjahr und schult die Empathiefähigkeit. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus beiden Ländern können bestehende Bekanntschaften und Freundschaften vertiefen und neue Kontakte knüpfen.

 

Im Rahmen internationaler Jugendbegegnungen hat sich die Bearbeitung aktueller Themen bewährt. Während im Winter 2014 das Thema „Grenzen im eigenen Land - die innerdeutsche Grenze“ im Vordergrund steht, soll im Jahr 2015 aus beiderseiti­gem Interesse das Thema: „Vorurteile nein danke!  - Familie und Alltag im Hinblick auf Religion und Demokratie (Religion hier im Sinne: Judentum, Christentum und Islam) bearbeitet werden.

 

Sachverhalt Jugendbegegnung mit Israel:

 

Frau Dipl.-Sozialpädagogin / -arbeiterin Tamara Hagen wird im Zeitraum vom 25.03. - 04.04.2015 gemeinsam mit einer weiteren ehrenamtlichen pädagogischen Kraft aus Salzgitter sowie zwei Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen aus Israel eine internationale Jugendbegegnung mit 26 jungen Menschen im Alter von 16-20 Jahren aus Salzgitter und Qualansuwa begleiten. Neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden vorwie­gend direkt aus der offenen Jugendarbeit heraus geworben. Ein Grund hierfür ist, gezielt auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu werben, die aus sozial benachteilig­ten Familien stammen und somit im Regelfall nicht die Möglichkeit haben, mit ihren Eltern in ferne Länder zu reisen. Es handelt sich hierbei um ein Projekt der „offenen Kin­der- und Jugendarbeit“ im Rahmen des § 11 Absatz 1-3 SGB VIII. 

 

Im Winter 2014/Frühjahr 2015 wird gemeinsam mit der israelischen Partnerorganisa­tion das Programm erarbeitet. Wichtig ist hierbei die Partizipation der jungen Men­schen auf beiden Seiten. Ein erster Kontakt entsteht für Viele bereits während der Jugendbegegnung in Deutschland im Winter 2014. Fortgesetzt und gehalten wir der Kontakt im Anschluss über soziale Netzwerke. Im Frühjahr 2015 werden alle aktuel­len Teilnehmer und Teilnehmerinnen dann im Rahmen einer Videokonferenz „Face-to-Face“ in Kontakt treten.  Eine altersgerechte Information der Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die wichtigsten Eckdaten (Basiswissen) des Partnerlandes ist Bestandteil der Vorbereitung in Deutschland und Israel. Die Eltern werden u.a. im Rahmen eines Elternabends informiert.

 

glicher Ablaufplan:

 

Shuttle zum Flughafen, Flug, Abholung am Flughafen in Tel Aviv, Zusammentreffen aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus beiden Ländern, Begrüßung der Gäste aus Salzgitter, Unterbringung in Gastfamilien. Offizielle Begrüßung und Besichtigung in Qualansuwa, Mittagessen, Warm-Up, gemeinsamer Einstieg in das Thema, Vor­träge, Inhaltlicher Austausch. Schultag mit der Gastgeberin/dem Gastgeber, gemeinsa­mes Programm am Nachmittag, Tag in Jerusalem mit Besichtigung bedeuten­der Plätze in Bezug Christentum, Judentum, Islam; Nachmittag mit der Gastge­berfamilie, gemeinsames Kochen, Austausch innerhalb der Gruppen und zwi­schen den Gruppen, Auswertung und Abschiedsveranstaltung, Transfer zum Flugha­fen, Flug, Shuttle nach Salzgitter

 

dagogische Ziele:

  • Kreativer, gesellschaftlicher und persönlicher Austausch von jungen Men­schen über ihre Ziele, Hoffnungen und ihren Alltag (Reelle Erfahrungen sam­meln, Vorurteile abbauen)                                                                                                                                  
  • Einblicke in andere Kulturen erhalten - persönliche und gesellschaftliche Unter­schiede und Gemeinsamkeiten wahrnehmen                                                                               
  • Stärkung von Toleranz und Akzeptanz
  • Erfahrungen in der Gruppe machen
  • Stärkung sozialer Kompetenzen, Entwicklung von Zielkompetenzen
  • Grenzen erfahren
  • Verantwortung für die Gruppe und sich selbst übernehmen
  • Erfahrungen über die Grenzen des eigenen Landes, der eigenen Stadt hinaus machen
  • Kooperationen zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmern/Teamern
  • Erarbeitung demokratischer Grundwerte
  • Kenntniserweiterung über bestehenden Kulturen im Heimatland/Partnerland

 

 

Finanzielle Auswirkungen:  

 

Die geplanten Sachkosten für das Projekt (Vorbereitungstreffen und Jugendbegeg­nung: Verpflegung, Unterbringung und Transport­kosten) betragen lt. Kalkulation vom 29. September 2014 = 10.100 € (inkl. Flüge)

 

Es werden Teilnehmerbeiträge in Höhe von 2.210 € erhoben (= 170 pro Person r die 13 deutschen Teilnehmerinnen und Teilneh­mer). Ein Zu­schuss aus KJP-Fördermitteln für das Vorbereitungstreffen sowie die Jugendbegeg­nung selbst ist in Höhe von 5.783,- € beantragt.

 

Die erforderlichen Mittel in Höhe des städt. Zuschusses von 2.107,- € (= 10.100 € abzügl. 5.783,- € und abzügl. 2.210,- €) sind aus dem Haushalt 2014 vorhanden und sollen sobald möglich nach 2015 übertragen werden. Es würden insofern keine zusätzli­chen finanziellen Mittel aus 2015 benötigt.

 

Die Finanziellen Auswirkungen sind als Anlage beigefügt.

Anlage:

 

1-              Finanzielle Auswirkungen

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Finanzielle Auswirkungen als Anlage für Vorlage_JB_Israel_2015 (32 KB) PDF-Dokument (57 KB)