Vorlage - 4344/16

Betreff: Neubau des Feuerwehrhauses Hallendorf
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:37 - Fachdienst Feuerwehr Beteiligt:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter
    20 - Fachdienst Haushalt und Finanzen
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Ost Beschlussvorbereitung
03.09.2015 
24. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Ost Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
10.09.2015 
34. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik zurückgestellt   
12.11.2015 
36. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
16.09.2015 
73. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung Beschlussvorbereitung
13.10.2015 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Öffentliche Ordnung Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
14.10.2015 
38. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
01.12.2015 
45. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:


Der Neubau eines Feuerwehrhauses in Hallendorf am Standort 2, Neubau ostwärts Hallendorf (Kanalstraße/südl. Maangarten), wird beschlossen.

 

Sachverhalt:
 

Das Feuerwehrhaus in Salzgitter Hallendorf ist sanierungsbedürftig.

Darüber hinaus erfüllt es auch die Energiesparverordnung und die Anforderungen der geltenden Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr. Im Fall von Personen- oder Sachschäden kann dies zu geringen oder keinen Versicherungsleistungen führen.

 

Nachfolgend wurden verschiedene Standorte (Anlage 1) und Alternativen betrachtet, um sich mit einem Neubau der baulichen ngel des bisherigen Feuerwehrhauses zu entledigen und einsatztaktische Verbesserungen zu generieren.

 

Standort 1              Neubau Ortseingang Hallendorf (Kanalstre/Hackenbeek) (Anlage 2)

 

Vorteil:              Das Grundstück ist im städtischen Besitz

 

Nachteil:              Das Grundstück ist im Bebauungsplan als Verkehrsvorbehaltsfläche eingetragen, eine Änderung ist aus Sicht des Fachdienstes Tiefbau und Verkehr nicht ernscht.

              Unter dem Grundstück verlaufen Versorgungsleitungen, die eine Baumaßnahme einschränken könnten

             

 

Standort 2              Neubau ostwärts Hallendorf (Kanalstraße/südl. Maangarten)

(Anlage 3)

 

Vorteile:              Das Grundstück ist im städtischen Besitz

              Die direkte Anbindung an die Kanalstraße ist ein einsatztaktischer Vorteil

              Es bestehen keine bauplanungsrechtlichen Bedenken

 

              Die Fläche wird zurzeit von einem örtlichen Kleingartenverein bewirtschaftet. In Vorgesprächen mit dem Städtischen Regiebetrieb (Grundstückseigner) signalisierte der Kleingartenverein deutliches Interesse an einer Verkleinerung des gepachteten Geländes um für brachliegende Parzellen keine Pacht mehr zahlen zu müssen. Der Pachtvertrag wirdr den benötigten Teilbereich aufgehoben. So steht das Grundstück für den Bau des Feuerwehrhauses zur Verfügung.

 

Standort 3               Neubau am derzeitigen Standort (Anlage 4)

 

Vorteil:              keine bauplanungsrechtlichen Bedenken

 

Nachteile:              Das Grundstück ist nicht im städtischen Besitz. Vor Baubeginn müsste das Grundstück gekauft oder ein Erbbaupachtvertrag geschlossen werden, was zutzliche Kosten verursacht

              Durch den Abriss des alten Gebäudes entstünden zusätzliche Kosten

 

Standort 4              Neubau im Gewerbegebiet ostwärts Peiner Straße

 

Vorteile:              Eine gemeinsame zentralgelegene Feuerwache für Salzgitter Hallendorf und Engelnstedt, wenn eine Sanierung des Feuerwehrhauses in Engelnstedt notwendig werden sollte.

              Ein Neubau ersetzt einen geplanten Neubau und eine zukünftige Sanierung in Engelnstedt.

              Kostengünstig, da Sanitär-, Umkleide- und Schulungsräume nur einmal vorgehalten werden müssen. Sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen, wäre nur die Fahrzeuggarage zu erweitern

             

Nachteile:              Da das Gewerbegebiet durch Fördermittel erschlossen worden ist, ist es nach Rücksprache mit der WIS nicht,glich in diesem Bereich ein Feuerwehrhaus zu errichten. Der Bau eines Feuerwehrhauses würde gegen die Förderrichtlinien verstoßen.

              Aufgrund der gewachsenen und bekannten Strukturen ist eine Zusammenarbeit der Wehren nur auf freiwilliger Basis möglich.

              Neue organisatorische Regelung der Löschbezirkerde notwendig werden, da beide Feuerwehren unterschiedlichen Bezirken angehören

 

 

Ergebnis der Standortprüfung

 

Die Prüfung hat ergeben, dass lediglich der Standort 2 Akzeptanz findet und nach dem Entwurf von EB 85 realisiert werden soll.

Standort 1 ist bauplanungsrechtlich nicht verfügbar und ungeeignet. Standort 3 ist nicht im städtischen Eigentum. Standort 4 widerspricht den Förderrichtlinien für das Gewerbegebiet und könnte nicht auf die Zustimmung der betroffenen Wehren stoßen.

Das Grundstück am Standort 2 befindet sich im städtischen Besitz, die direkte Anbindung an die Kanalstraße stellt einen einsatztaktischen Vorteil dar und es bestehen keine bauplanungsrechtlichen Bedenken.

Um das Projekt zu realisieren ist ein Teilgrundstück aus einem Pachtvertrag mit einem Kleingartenverein herauszulösen. Die Vertragsänderung wird zu keinen Schwierigkeiten führen, da die betroffenen Parzellen nicht bewirtschaftet werden und sich der Verein von diesen Parzellen trennen möchte.

 

 

Baukonstruktion, Technik und Funktionalität

 

Das Gebäude soll auf einem städtischen, nicht erschlossenen Grundstück errichtet werden. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen müssen auf das Grundstück zu den Übergabepunkten gelegt werden.

Das Feuerwehrhaus wird in Massivbauweise eingeschossig und barrierefrei errichtet. Bei diesem Neubau werden alle Anforderungen an Sicherheit, Stellplatzgröße, Durchfahrtshöhe und -breite, Funktionsräume und geschlechterspezifische Sanitärräume erfüllt. Das Gebäude wird in seinen Funktionsbereichen entsprechende, verschiedene Raumhöhen haben um den umbauten Raum zu minimieren. Eine Erweiterungsfläche für einen möglichen zusätzlichen Einstellplatz für ein Einsatzfahrzeug ist in dieser Planung berücksichtigt.

Als Außenanlage sollen die Zufahrten und der erforderliche Parkplatz für die Einsatz- kräfte, als gepflasterte Fläche erstellt werden.

 

Raumprogramm:

Fahrzeughalle                                                        62 qm

Trockenraum (Einsatzkleidung)                            10 qm

Werkstatt                                                                      10 qm

Abstellraum                                                                      6 qm

nner-Umkleide                                                        26 qm

nner-Waschen, WC                                          9 qm

Frauen-Umkleide                                                        17 qm

Frauen-Waschen, Handicap-WC                            9 qm

Einsatz-Büro                                                                      9 qm

Schulung                                                                      91 qm

 

Kostenaufstellung nach DIN

 

100                            Grundstück                                                        10.000 €

200                            Herrichten, Erschließen                            20.000 €

300 + 400              Baukonstruktion und

                            Technische Anlagen                             455.000 €

500                            Außenanlagen                                          46.000 €

600                            Ausstattung (Möbel)                                          25.000 € von FD 37

700                            Baunebenkosten                                          69.000 €

 

                                          Gesamtkosten                    625.000 €

 

Stellungnahme der Berufsfeuerwehr

 

Die Ortsfeuerwehr Hallendorf der Freiwilligen Feuerwehr Salzgitter erfüllt vollumfänglich die Vorgaben gemäß § 3 der Verordnung über die kommunalen Feuerwehren (Feuerwehrverordnung) vom 30.04.2010.

Aus einsatztaktischer Sicht ist eine Ortsfeuerwehr am vorgesehenen Standort Hallendorf notwendig, da diese die schnelle Unterstützung für die Berufsfeuerwehr in den neuralgischen Gewerbegebieten in Watenstedt inkl. der Salzgitter AG darstellt.

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die Investitionskosten betragen 625.000 €. Die jährlichen Folgekosten belaufen sich auf ca. 35.000 €.

Im Wirtschaftsplan des EB 85 sind für das Projekt 600.000 € eingestellt.

Die Investitionsmittel für die Ausstattung in Höhe von 25.000 € werden vom FD 37 in den Haushalt 2017 eingebracht.

Anlagen:

 

Standorte (4)

Grundrisse (2)

Investitions- und Folgekostenberechnung (1)

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2013 08 23 Anlage 1 Standortübersicht (316 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 2013 08 23 Anlage 2 FFW Hallendorf Standort 3 (310 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 2013 08 23 Anlage 3 FFW Hallendorf Standort 1 (295 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich 2013 08 23 Anlage 4 FFW Hallendorf Standort 2 (305 KB)      
Anlage 5 5 öffentlich 1503Feuerwehr - Plan - 001 - Lageplan (43 KB)      
Anlage 6 6 öffentlich 1503Feuerwehr - Plan - 002 - Erdgeschossgrundriss (65 KB)      
Anlage 7 7 öffentlich 07 07 2015 Investitions- und Folgekostenberechnung Hallendorf (17 KB) PDF-Dokument (43 KB)