Vorlage - 4605/16

Betreff: Umgestaltung des Knotens An der Erzbahn / Breslauer Straße in Salzgitter-Bad
- Variantenvergleich -
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66 - Fachdienst Tiefbau und Verkehr   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Süd Beschlussvorbereitung
03.02.2016 
40.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
10.02.2016 
42. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses zurückgestellt   
09.03.2016 
43. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

Die Verwaltung schlägt vor, den aus der Variantenuntersuchung des Ingenieurbüros SHP aus Hannover für die Umgestaltung der Einmündung An der Erzbahn / Breslauer Straße als verkehrsgünstigste Lösung hervorgegangenen Minikreisverkehr der weiteren Planung zu Grunde zu legen.


          

Begründung:

 

Der Rat der Stadt Salzgitter hat die Verwaltung damit beauftragt, einen Planungsauftrag für die verkehrsgerechte Umgestaltung des Knotens An der Erzbahn/Breslauer Straße in Salzgitter-Bad an ein externes Fachbüro zu erteilen. (Vorlage 3827/16)

 

Diesen Ratsauftrag hat die Verwaltung mit dem Abschluss eines Ingenieurvertrages mit dem Büro SHP Ingenieure aus Hannover am 29.04./10.05.2015 umgesetzt.

 

Im Rahmen der Untersuchungen sollte das Büro Lösungsvorschläge zu einer verkehrsgerechten Umgestaltung des Knotens entwickeln.

 

Ziel der Umgestaltung des Knotenpunktes ist es, die unerlaubten Abbiegemanöver von Süden nach Westen zu unterbinden, die Mängel in der Straßenraumgestaltung zu beseitigen und die problematische Fußgänger- und Radverkehrsführung verkehrssicherer zu gestalten.

 

Dabei sollte die Verkehrserzeugung und –verteilung  durch die Neueröffnung des ALDI-Marktes berücksichtigt werden.


Am 21.05.2015 fand von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr eine Verkehrszählung an den Knoten An der Erzbahn/ Breslauer Straße/Zufahrt ALDI, Breslauer Straße/Braunschweiger Straße und Braunschweiger Straße/Vogelwinkel statt. Hieraus wurde die Verkehrsbelastung und – verteilung an den Knotenpunkten in der Spitzenstunde berechnet.

 

Diese war dann Grundlage für die weitere Planung und Bemessung der Verkehrsanlagen sowie für die Simulation.

 

 

 

Das Planungsbüro erarbeitete 3 mögliche Knotenpunktvarianten:

 

Variante1:   Vorfahrtgeregelter Knotenpunkt

 

 

 

      Verschwenkung der Achse Breslauer Straße Süd, dadurch sind alle Fahrtrichtungen möglich

      Überquerungshilfen in den Zufahrten Breslauer Straße Nord und Süd

      Radverkehr auf der Fahrbahn, ergänzend Freigabe der Seitenräume

      Rückbau der Busbucht, barrierefreier Haltestellenausbau

 

 

Variante 2:              Signalgeregelter Knotenpunkt

 

 

 

 

      Verschwenkung der Achse Breslauer Straße Süd,  dadurch sind alle Fahrtrichtungen möglich

      Signalisierte Furten in den Zufahrten Breslauer Straße Nord, An der Erzbahn und ALDI

      Radverkehr auf der Fahrbahn, ergänzend Freigabe der Seitenräume

      Rückbau der Busbucht, barrierefreier Haltestellenausbau

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Variante 3:              Minikreisverkehr (Außendurchmesser: 18m)

 

 

 

 

      Anbindung der Zufahrt ALDI an die Breslauer Straße Nord

      Fußgängerüberwege in allen Zufahrten

      Radverkehr auf der Fahrbahn, ergänzend Freigabe der Seitenräume

      Rückbau der Busbucht, barrierefreier Haltestellenausbau

 

 

Die umzubauende Fläche ist bei allen 3 Varianten ungefähr gleich.

Folgende Investitionskosten wurden überschläglich geschätzt:

 

Variante 1 (vorfahrtgeregelter Knoten):                            ca. 220.000 €

Variante 2 (signalisierter Knotenpunkt):                            ca. 295.000 €

Variante 3 (Minikreisverkehr):                                          ca. 225.000 €

 

Im Rahmen der Untersuchung wurden die Verkehrsabläufe für alle drei Knotenpunktformen auf Grundlage der aktuellen Verkehrsdaten simuliert.

 

Anhand der Kriterien Verkehrsqualität/Wartezeiten, Verträglichkeit mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer sowie Investitions- und Folgekosten wurden die 3 Varianten miteinander verglichen.

 

 

                   Variante 1                Variante 2              Variante 3

              (vorfahrtgeregelt)              (signalgeregelt)                 (KVP)

 

Verkehrsqualität                    +              -              +

ÖPNV                     +                                 -              +

Fußgänger/Radfahrer                     -                  -                +

Invest.kosten                     +                   +              +                               

Folgekosten                        +                            -              +

 

 

Der signalgeregelte Knotenpunkt ist bedingt durch die höheren Baukosten  und die Folgekosten der Lichtsignalanlage die kostenintensivste Variante.

 

Die Wartezeiten wirken sich darüber hinaus negativ auf den öffentlichen Personennahverkehr aus.

Bei der vorfahrtgeregelten Einmündung entstehen durch die fehlende Überquerungshilfe in der Straße An der Erzbahn Umwege für Fußgänger und Radfahrer. Da es sich bei dieser Wegebeziehung zwischen Braunschweiger Straße und Breslauer Straße um eine äußerst wichtige und bedeutende Fußgänger- und Radwegachse handelt, die insbesondere von Schülern genutzt wird,  ist dieser Nachteil ein Ausschlusskriterium für die Variante vorfahrtgeregelter Knotenpunkt.

Da der Kreisverkehrsplatz auf Grund gesicherter Querungen in allen Knotenpunktzufahrten (Radfahrerfurt und Fußgängerüberwege) neben einer sehr guten Verkehrsqualität die höchste Verkehrssicherheit und den besten Komfort für Radfahrer und Fußgänger bietet, schlägt die Verwaltung vor, diese Variante den weiteren Planungen zu Grunde zu legen.

          

Finanzielle Auswirkungen:  

 

Für die Maßnahme wurden bisher 100.000 € im Rahmen der Haushaltsanmeldung 2016-2019 für das Jahr 2019 angemeldet. Weitere Mittel müssten entsprechend der gewählten Planungsvariante und den sich hieraus ergebenden Kosten für die folgenden Haushalte bereitgestellt werden, um eine Projektumsetzung zu finanzieren.        

Anlagen    

 

Die Präsentation zum Variantenvergleich ist im Ratsinformationssystem ALLRIS unter dieser Vorlagennummer eingestellt.     

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2015 08_Salzgitter-Bad_KP Breslauer Str-Erzbahn (2203 KB)