Vorlage - 5127/16

Betreff: Bauliche Maßnahmen für Behindertenparkplätze rund um den Salzgittersee in Lebenstedt
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Ortsrat
Federführend:10 - Fachdienst Ratsangelegenheiten und IT (10.1)   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Entscheidung
02.03.2016 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Antrag der SPD-Fraktion des Ortsrates der Ortschaft Nord:

 

Der Ortsrat bittet die Verwaltung, die unten aufgeführten baulichen

Maßnahmen für behindertengerechte Parkplätze rund um den Salzgittersee

auszuführen.

 

1. Parkplatz Westufer ( siehe Bild 1 )

a. Die nicht mehr erkennbaren Hinweisschilder als

Behindertenparkplatz auszutauschen gegen witterungsbeständige

Behinderten- Hinweisschilder.

b. Eine eindeutige Kennzeichnung von Behindertenparkzonen mit

sichtbaren Trennstreifen und Rollstuhlsymbolen auf dem Pflaster

der Parkflächen sind aufzubringen.

c. Der erhöhte Übergang vom Parkplatz zum Fußweg ist

schwellenfrei auszuführen, siehe Markierung.

d. An den jeweiligen Begrenzungen mit Rasenkantensteinen (4 x ) ist

auf ausreichende Bewegungsfläche zu achten.

e. Mindestens zwei der Stellflächen sind als familienfreundliche

Stellplätze auszuweisen und zu kennzeichnen.

 

2. Parkplatz Eissporthalle ( siehe Bild 2 )

a. Der im Eingangsbereich der Eissporthalle bereitgestellte

Behindertenparkplatz reicht für die Größe der Eissporthalle bei

weitem nicht aus. Hier wird nach HBVA ( Hinweise für barrierefreie

Verkehrsanlagen ) empfohlen, etwa 3% der vorhandenen

Parkstände barrierefrei zu gestalten.

b. Auf der vorhandenen Parkfläche sind in ausreichender Anzahl

familienfreundliche Stellplätze einzurichten und zu kennzeichnen.

 

3. Parkplatz Süd, Zugang zu den öffentlichen Tennisplätzen und Zugang

zum See ( siehe Bild 3 )

a. Die nur noch sehr schemenhaft ( siehe Kennzeichnung ) zu

erkennenden Behindertenparkplätze sind mit

witterungsbeständigen Hinweisschildern und mit

Rollstuhlsymbolen auf der Bepflasterung zu kennzeichnen.

 

b. Der Freiraum links neben den Parkplätzen ( siehe Pfeil ) ist als

Halteverbotszone zu kennzeichnen .

c. Eine ausreichende Anzahl familienfreundlicher Stellplätze sind

einzurichten und zu kennzeichnen.

 

4. Parkplatz Namenlos an der Kreuzung Humboldallee/Max-Plank-Str.

gelegen( siehe Bild 4 )

a. Der auf einer nichtbefestigten abgefahrenen Rasenfläche

gekennzeichnete Parkplatz, ist in einem befestigten, zugangsfreien

und von der Straße aus zu erkennenden Parkplatz auszubauen.

Auch hier sind nach der Empfehlung der HBVA etwa 3% der neu

Entstehenden Parkflächen barrierefrei einzurichten und zu

kennzeichnen.

b. Auf der vorhandenen Parkfläche sind in ausreichender Anzahl

familienfreundliche Stellplätze einzurichten und zu kennzeichnen.

 

5. Parkplatz Hallenbad ( siehe Bild 5 )

a. Die vier eingerichteten Behindertenparkplätze in der Nähe der

Eingangshalle zum Hallenbad sind von der völlig irreführenden

Kennzeichnung zu entfernen und in einem ordnungsgemäßen, für

die Nutzer der Behindertenparkplätze zu verstehenden

Kennzeichnung umzuwandeln.

b. Der Zugang von der Straße zum Fußweg ist schwellenfrei zu

gestalten und deutlich zu kennzeichnen, sprich in eine

Halteverbotszone zu kennzeichnen.

c. Neben den Behindertenparkplätzen sind in ausreichender Anzahl

familienfreundliche Stellplätze einzurichten und zu kennzeichnen.

 

6. Parkplatz Hallenbad/Campingplatz ( siehe Bild 6 )

a. Die eingerichteten Behindertenparkplätze sind mit

witterungsbeständigen Hinweisschildern auszurüsten.

b. Die Kennzeichnung auf der Parkfläche ist zu erneuern und jeweils

mit einem Rollstuhlsymbol zu versehen.

c. Der Übergang von der Parkfläche zur Straße ist schwellenfrei neu

zu gestalten, siehe Kennzeichnung.

d. Die Bewegungsfläche am linken Parkplatz zur Bordsteinkante ist

zu vergrößern, Parkfläche mindestens 390 cm.

e. In Erweiterung der Stellfläche zur rechten Seite, sollten

mindestens zwei familienfreundliche Stellplätze neu eingerichtet

und gekennzeichnet werden.


 

 

 

 

 

 

 


 


 

Begründung:

 

Die Stadt Salzgitter gibt sich viel Mühe den Salzgitter See

ansprechender, familienfreundlicher, anziehender und

zukunftsorientierter zu gestalten. Dazu gehört es selbstverständlich

auch, die mobilitätseingeschränkten Menschen, z.B. Rollstuhlfahrer,

Rollatorennutzer und Familien mit Kinderwagen in die Mitte der

Gesellschaft aufzunehmen und nicht auszugrenzen.

 

Das Auto ist für viele Behinderte das wichtigste Hilfsmittel, um mobil zu

Bleiben, und andere Lebensbereiche sollen ohne besondere Erschwernis

und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein.

 

Durch die familienfreundlichen Stellplätze wird der Kreis der potenziellen Nutzer

auch auf Menschen ausgedehnt, die nicht über eine formelle

Berechtigung zur Nutzung von Parkständen für Menschen mit

Behinderungen verfügen, aber dennoch größeren Platzbedarf benötigen.

 

Der Ortsrat bittet außerdem die Verwaltung, bei den oben aufgeführten

baulichen Maßnahmen das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) mit

einzubeziehen. Als selbstverständlich betrachtet der Ortsrat auch, das

der Beirat für Menschen mit Behinderung in die Planungen mit

einbezogen wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Bilder Parkplätze (116 KB) PDF-Dokument (74 KB)