Vorlage - 5128/16

Betreff: Einrichtung Behindertenparkplätze am Hauptfriedhof in SZ-Lebenstedt
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Ortsrat
Federführend:10 - Fachdienst Ratsangelegenheiten und IT (10.1)   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Entscheidung
02.03.2016 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Antrag der SPD-Fraktion des Ortsrates der Ortschaft Nord:

 

Der Ortsrat bittet die Verwaltung, die unten aufgeführten behindertengerechten

und familiengerechten Stellplätze am Hauptfriedhof einzurichten.

 

1. Parkplatz vor der Friedhofskapelle

a. Die nach der Größe der vorhandene Stellfläche noch zu

ermittelnden behindertengerechten Parkplätze sind einzurichten, und zwar in unmittelbarer Nähe zur Friedhofskapelle.

b. Eine eindeutige Kennzeichnung von Behindertenparkzonen mit

sichtbaren Trennstreifen und Rollstuhlsymbolen auf dem Pflaster

der Parkflächen sind aufzubringen

c. Auf der vorhandenen Parkfläche sind in ausreichender Anzahl

familienfreundliche Stellplätze einzurichten und zu kennzeichnen.

 

2. Parkplatz gegenüber dem Haupteingang

a. Hier sind nach HBVA ( Hinweise für barrierefreie Verkehrsanlagen )

empfohlen, etwa 3% der vorhandenen Parkstände barrierefrei zu

gestalten.

b. Auf der vorhandenen Parkfläche sind in ausreichender Anzahl

familienfreundliche Stellplätze einzurichten und zu kennzeichnen.

 

3. Ampelgesteuerter Fußgängerüberweg vom Parkplatz zum Eingang

Haupttor Friedhof

a. Die Ampelsteuerung sollte dem neuesten Stand für Menschen mit

Behinderung entsprechen.


 

 

 


 


 

Begründung:

 

Das Auto ist für viele Behinderte das wichtigste Hilfsmittel, um mobil zu

bleiben und andere Lebensbereiche sollen ohne besondere Erschwernis

und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sein.

Um den Menschen mit Behinderungen einen eigenständigen Besuch ihrer

Gräber zu ermöglichen, sind behindertengerechte Parkplätze

vorzuhalten.

 

Da das Haupttor zum Innenparkplatz vielfach geschlossen ist und der

Parkplatz somit nicht mit dem Auto zu befahren ist, sind

behindertengerechte Parkplätze auch auf dem Parkplatz außerhalb des Hauptfriedhofes einzurichten.

 

Durch die familienfreundlichen Stellplätze wird der Kreis der potenziellen

Nutzer auch auf Menschen ausgedehnt, die nicht über eine formelle

Berechtigung zur Nutzung von Parkständen für Menschen mit Behinderungen verfügen, aber dennoch größeren Platzbedarf benötigen.

 

Der Ortsrat bittet außerdem die Verwaltung, bei den oben aufgeführten

baulichen Maßnahmen das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) mit

einzubeziehen. Als selbstverständlich betrachtet der Ortsrat auch, das

der Beirat für Menschen mit Behinderung in die Planungen mit

einbezogen wird.