Vorlage - 2843/14

Betreff: Erneuerung Spielplatz Hans-Böckler-Ring
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:61.4 -Referat für Soziale Stadt u. Sanierung-   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
03.09.2003 
15. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung Vorberatung
09.07.2003 
18. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtplanung ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss stellt unter der Bedingung, dass die EFRE-Mittel bewilligt werden, das Projekt zur Umgestaltung und Erneuerung des Spielplatzes Hans-Böckler-Ring mit einer Kostensumme von 60.000,00 Euro fest.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Sanierung Soziale Stadt Salzgitter-Fredenberg

Mit dem Ratsbeschluss vom 25. April 2001 zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes Salzgitter-Fredenberg im Rahmen der Förderkomponente Soziale Stadt wurde gleichzeitig mit den vorbereitenden Untersuchungen ein Maßnahmekatalog als Sanierungskonzept und Sanierungsprogramm beschlossen, das für die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen zugrunde zu legen ist. Im Rahmen dieses beschlossenen integrierten Handlungskonzeptes wurde die Umgestaltung und Sanierung der öffentlichen Kinderspielplätze im Sanierungsgebiet Fredenberg besondere Priorität zugeordnet.

 

Beteiligungsprozesse im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Fredenberg

Bewohnerbeteiligung ist einer der wichtigsten Bausteine bei der Umsetzung des Programms Soziale Stadt Fredenberg. Die Projektentwicklung und Umsetzung ist ohne Bewohnerbeteiligung nicht zielgerichtet durchführbar. Ohne Bewohnerbeteiligung ist eine nachhaltige Wirkung und Akzeptanz der Projekte nicht zu erreichen, so dass vor dem Hintergrund der kosten- und ressourcensparenden Projektumsetzung im Rahmen der Projekte zur Sozialen Stadt die Durchführung der Bewohnerbeteiligung eine unmittelbare Projektvoraussetzung darstellt. Es gibt jedoch keinen ‚maßgeschneiderten‘ Weg der Bewohnerbeteiligung. Vielmehr sind unterschiedliche Formen der Bürgerbeteiligung zu erproben, die sich an den jeweiligen Gegebenheiten der einzelnen Projekte in Fredenberg orientieren. Dies bedeutet insbesondere, dass neben der direkten Bewohnerbeteiligung die im Stadtteil bestehenden Netzwerke, Institutionen und Einrichtungen mit in den Erneuerungsprozess einbezogen werden. Gerade bei den Bauprojekten eröffnen sich besondere Chancen, Bewohnerbeteiligung bei der Realisierung konkreter Maßnahmen durchzuführen, da es erfahrungsgemäß hierbei besonders gut gelingt, Bewohner anzusprechen und zu motivieren, am Planungsprozess teilzunehmen. Diese Projekte stehen im direkten Lebenszusammenhang der Menschen, setzen an ihren Alltagserfahrungen an und haben einen überschaubaren Umsetzungshorizont.

 

Die Stadt Salzgitter zeigt mit den durchgeführten Beteiligungsprojekten im Rahmen der Sozialen Stadt, dass sie den § 22e NGO vorbildlich umsetzt, nachdem die Gemeinden bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, diese in angemessener Weise beteiligen sollen.

 

Spielplatz Hans-Böckler-Ring

Der in den letzten Jahren stark in Anspruch genommene und dadurch arg abgenutzte Kinderspielplatz Hans-Böckler-Ring wird im Rahmen des Programms Soziale Stadt Salzgitter-Fredenberg erneuert. Auf Anraten des Garten- und Friedhofsamtes der Stadt Salzgitter wurde die Erneuerung des Spielplatzes Hans-Böckler-Ring als Projekt der Sozialen Stadt Fredenberg aufgenommen. Die Defizite des Spielplatzes liegen auf der Hand. Der Spielplatz fristet momentan trotz seiner zentralen Lage im Stadtteil und Nähe zu Schule und Kindergarten ein ‚Schattendasein‘. Der Spielplatz ist mit wenigen und unattraktiven Spielgeräten ausgestattet.

 

Die Beteiligung der Kinder und Anwohner steht bei der Erneuerung des Spielplatzes an wichtiger Stelle. So wurde nach den ersten Abstimmungsgesprächen mit den zuständigen Fachämtern und Gesprächen mit dem Grundstücksnachbarn PSI schnell Kontakt zu den Akteuren im Stadtteil aufgenommen, die den Spielplatz mit ihren Kindern zusammen oder deren Kinder in der Freizeit auch alleine den Spielplatz nutzen. Der Kindergarten der ev. Friedenskirche sowie das Fredenberg Forum als der wichtigste Träger von Kinderarbeit im Stadtteil beteiligten sich aktiv an dem Projekt.

 

In den beiden Einrichtungen wurden über mehrere Wochen Plakate, Collagen und Modelle des Wunschspielplatzes gebaut. Durch den Einsatz von extern eingeworbenen Drittmitteln ist es in dieser Zeit gelungen, den Einrichtungen professionelle Künstler und Spielplatzgestalter als Unterstützer und Anleiter zu überlassen. Die Ergebnisse wurden dann im Herbst 2002 auf einem Spielplatzfest, welches auch durch das finanzielle Engagement der Preussag Immobilien möglich war, einer ‚Jury‘ aus Fachleuten und Politik präsentiert. Parallel gab es auf dem Fest die Möglichkeit für viele Kinder, die sich bis dahin noch nicht an dem Prozess beteiligt hatten, zusammen mit den Künstlern an einem Nachmittag ihre Ideen und Gestaltungsvorschläge zu basteln, modellieren oder zu zeichnen. So dass es insgesamt gelungen ist, ca. 250 Kinder an dem Partizipationsprozess zu beteiligen. Alle direkten Anwohner des Spielplatzes sind per Infobrief über die geplante Erneuerung des Spielplatzes informiert worden und hatten an einem extra für die eingerichteten Info und Diskussionsstand auf dem Spielplatzfest die Möglichkeiten, ihre Vorstellungen des Spielplatzes mit einzubringen.

 

Ergebnis dieses breit angelegten Partizipationsprozesses war interessanterweise kein ‚klassischer‘ neuer Spielplatz sondern der Wunsch nach einem ‚Drachen‘ als Multifunktionsspielgerät, welches besonders die Phantasie und die Sinne der Kinder anregt.

 

Die Planer und Architekten des Garten- und Friedhofsamtes widmeten sich dieser anspruchsvollen Aufgabe und legten einen Entwurf vor, der besonders den am Prozess beteiligten Akteuren gefällt, da er den Wunsch der Kinder aus der Partizipation ernst nimmt.

 

Baubeschreibung Spielplatz Hans-Böckler-Ring

 

Lage und Größe

Der Spielplatz ‚Hans-Böckler-Ring‘ liegt inmitten des Stadtteiles ‚Alt Fredenberg‘, in der Nähe des Stadions am Salzgittersee. Der Platz ist über ein Fußwegesystem im Baugebiet sehr gut erschlossen. Die Freiflächen und Wohnseiten der mehrstöckigen Wohnbebauung grenzen südlich, während sich nördlich eine Reihenhausbebauung anschließt. Der Spielplatz umfasst eine Gesamtfläche von rund 1.880 m² mit einem Grünflächenanteil von 1.458 m².

 

Erschließung

Die Erschließung erfolgt unverändert über das bereits erwähnte Fußwegesystem im Fredenberg mit Anbindung an den Salzgittersee. Eine Einfriedung des Platzes ist wegen seiner geschützten Lage ohne Autoverkehr nicht erforderlich.

 

Konzept

Das Konzept fußt auf einer umfassenden Kinderbeteiligung in Schulen, Kindergarten, Jugendtreff und Wohnquartier. Hier soll durch die Sanierungsmaßnahme eine zeitgemäße, wertvolle Spielmöglichkeit und Begegnungsstätte der Altersgruppen zwischen 6 - 14 Jahren entstehen. Die Einteilung in zwei verschiedene Spielräume für die verschiedenen Altersgruppen wird helfen, Konflikte zu vermeiden.

 

Gestaltung und Ausstattung

Der Kinderspielplatz ist in ein bestehendes Grünsystem mit einem begrünten Erdwall zwischen den mehrgeschossigen Mietwohnungen und dem Spielplatz eingebettet. Hier liegen die Spielflächen inmitten der Rasenflächen, vom Fußweg her gut einsehbar. Die Rasenflächen stellen eine Verbindung zwischen Spielplatz und Grünflächen dar und dienen ebenfalls zum Spielen und Lagern. Wichtigster Bestandteil der Anlage ist als größter Wunsch der Kinder die Darstellung eines DINO, der über 25,00 m lang ist. Das Gerät besteht aus sehr widerstandsfähigen Robinenrundhölzen, die zu einem anspruchsvollen Gerät mit diversen Spielmöglichkeiten konstruiert wurden. Hier können alle Bewegungsabläufe wie laufen, klettern, balancieren aber auch Rollenspiele gespielt werden. Auf der sich anschließenden Sandspielfläche finden sich für die jüngeren Kinder ein Karussell, ein Spielschiff sowie Feder-Schaukelgeräte. Auch die ganz kleinen Kinder finden hier mit ihren Müttern in der südlichen Ecke des Platzes eine Möglichkeit zum Sitzen und Spielen. Abgerundet wird das Spielangebot durch eine Doppelschaukel inmitten der Rasenfläche.

 

Vegetation

Die Vegetation ist bereits üppig vorhanden, so dass lediglich in kleinen Bereichen ergänzt werden muss.

 

Befestigte Flächen

Die bestehenden Wegeverbindungen werden beibehalten. Die Verbindung nach Süden wird durch einen Betonpflasterweg ersetzt und befahrbar ausgebaut. Die anschließende Spielplatzerschließung wird ebenfalls in gleichem Material hergestellt. Eine Entwässerung über das Kanalnatz ist nicht vorgesehen. Die Flächen werden generell über Vegetationsflächen entwässert.

 

Kostenberechnung

 

Zusammenstellung der Kostengruppen (DIN 276)

 

200

Herrichten und Erschließen

 

 

210

Herrichten

 

 

211

Sicherungsmaßnahmen

 

300,00

212

Abbruchmaßnahmen

 

0,00

214

Herrichten der Geländeoberfläche

 

1.000,00

219

Herrichten, sonstiges

 

0,00

 

 

210 gesamt

1.300,00

500

Außenanlagen

 

 

510

Geländeflächen

 

 

511

Geländebearbeitung

 

0,00

512

Vegetationstechnische Geländebearbeitung

 

300,00

514

Pflanzen

 

500,00

515

Rasen

 

495,00

519

Entwicklungspflege

 

    200,00

 

 

510 gesamt

1.495,00

520

Befestigte Flächen

 

 

521

Wege

 

4.139,00

524

Stellplätze

 

0,00

526

Spielplatzflächen

 

1.443,00

 

 

520 gesamt

5.582,00

530

Baukonstruktionen

 

 

531

Einfriedungen

 

0,00

532

Schutzkonstruktionen

 

0,00

533

Mauern

 

0,00

538

Wasserbauliche Anlagen

 

0,00

 

 

530 gesamt

0,00

540

Technische Anlagen

 

 

541

Abwasseranlagen

 

0,00

 

 

540 gesamt

0,00

550

Einbauten

 

 

551

Allgemeine Einbauten

 

8.055,00

552

Besondere Einbauten

 

35.272,00

 

 

550 gesamt

43.327,00

 

 

500 gesamt

50.404,00

 

Baukostengruppe 200 + 500 gesamt netto

51.704,00

 

+ 16 % Umsatzsteuer

  2.272,64

 

Baukosten gesamt brutto

59.976,64

 

Baukosten brutto gerundet in Euro

60.000,00

 

 

Bauzeiten

Die Sanierungsmaßnahme soll im Herbst 2003 begonnen werden. Je nach Witterung können die Pflanzmaßnahmen eventuell erst im Jahre 2004 durchgeführt werden.

 

Baukosten und Finanzierung

Die Baukosten belaufen sich auf 60.000,00 Euro.

 

Die Stadt Salzgitter stellt für dieses Projekt den Antrag auf Förderung aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung). Die Förderungsmöglichkeit beträgt hier 50 % der Gesamtkosten. Für die Restkosten wird bei der Bezirksregierung Braunschweig ein Antrag auf Kostenanerkennung gestellt.

 

Folgekosten

Da es sich um eine Erneuerung einer heute schon bestehenden Spielanlage handelt, werden sich die Folgekosten für den Kinderspielplatz nicht wesentlich verändern.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Vermögenshaushalt:

 

1.HH-Stellen/

   Bezeichnung

2. Investitionsausgaben

 

3. Folgekosten/

   -einnahme

    VwHH jährlich

 

2.1 HH-Jahr

2.2 Folgejahre

 

6157.95000

60.000,00 €

 

 

 

 

Anlagen:

Anlagen:

Lageplan