Vorlage - 0251/17

Betreff: Entwicklung und Vermarktung von Wohnbaugrundstücken unter Beteiligung von privaten Grundstücksentwicklern und Investoren
Status:öffentlichVorlage-Art:gem. Antrag SPD,MBS,B90
Federführend:SPD-Ratsfraktion   
Beratungsfolge:
Stadtplanungs- und Bauausschuss Beschlussvorbereitung
08.03.2017 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
15.03.2017 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Wirtschafts-und Steuerungsausschuss Beschlussvorbereitung
16.03.2017 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wirtschafts-und Steuerungsausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Grundstücksentwicklung Beschlussvorbereitung
21.03.2017 
3. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Grundstücksentwicklung Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
22.03.2017 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

 

Die Verwaltung wird beauftragt, in Ergänzung zu den Aktivitäten des EB 62 (Grundstücksentwicklung) und ggf. unter Einbeziehung externer Beratung, eine konkrete Vorgehensweise zur Entwicklung und Vermarktung von Wohnbaugrundstücken unter Einbezug privaten Engagements (Investoren, Entwicklern, Erschließungsträgern) bis spätestens Ende des 3. Quartals 2017 dem Rat zur Entscheidung vorzulegen.

 

Insbesondere sind

 

  1. die städtischen Flächen am ehemaligen Klinikum und der weitgehend leerstehenden Kleingartenanlage „Königsberg“ in Salzgitter-Bad (siehe Vorlage 5553/16),

 

  1. die Entwicklungsflächen „Schäferberg“ in Salzgitter-Thiede,

 

  1. eine bisher landwirtschaftlich genutzte Teilfläche in Lichtenberg

(siehe Anlage 1),

 

  1. der 3. Bauabschnitt Windmühlenbergstraße,

 

  1. das Grundstück zwischen Neißestraße und Marienbruchstraße in Lebenstedt,

 

  1. Freifläche SZ-Salder, Museumsstraße,

 

und   – sollte EB 62 dazu zeitnah nicht die Möglichkeit haben –

 

  1. ein 2. Bauabschnitt an der Kleingartenanlage in Gebhardshagen

 

zu berücksichtigen.

     

Sachverhalt:
 

Ziel ist es, aufgrund der fehlenden Investitionsmittel seitens der Stadt, durch Einbezug privaten Engagements schnell und unkompliziert attraktives Wohnbauland privaten Bauträgern und Wohnungsbauunternehmen zur Verfügung stellen zu können. Dabei sind u. a. die organisatorischen, inhaltlichen, rechtlichen, finanziellen und städteplanerischen Aspekte darzulegen. 

 

Das private Engagement für die Entwicklung von Wohnbaugrundstücken soll sich sowohl auf städtische als auch auf private Grundstücksflächen beziehen.

Dabei soll die Stadt städtische Flächen anbieten, auf geeignete private Flächen hinweisen und Flächenvorschläge von Investoren und Entwicklern prüfen.

 

Zu beachten ist, dass die Wohnbauentwicklung den grundsätzlichen Zielen der Stadt entspricht und die Entwicklung des Baugebietes sowie die Art der Bebauung, die räumlichen, die funktionalen, die freiraumplanerischen und die ökologischen sowie die infrastrukturellen Maßnahmen zu einem attraktiven Wohngebiet führen, das sich auch in die umgebende Bebauung einfügen muss.

 

Ausgangspunkt für die Überlegungen, privates Engagement für die Entwicklung und Vermarktung von Wohnbaugrundstücken zusätzlich zu den Aktivitäten des Eigenbetriebes Grundstücksentwicklung einzusetzen, ist die Tatsache, dass Salzgitter in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage nicht in der Lage ist, die Investitionsmittel zur Bereitstellung von ausreichenden und qualitativ interessanten Wohnbaugrundstücken für Bauwillige zur Verfügung zu stellen. Die Nachfrage von 1250 Bewerbern und Bewerberinnen nach Wohnbaugrundstücken übersteigt bei weitem das Angebot.

 

Salzgitter hat als Flächenstadt den Platz, Wohnbaugrundstücke zur Gewinnung von NeubürgerInnen und für bauwillige SalzgitteranerInnen nach den unterschiedlichen Qualitätsansprüchen zu schaffen. Das private Engagement für die Entwicklung von Wohnbaugrundstücken soll sich dabei sowohl auf städtische als auch auf private Grundstücksflächen beziehen. Dabei soll die Stadt Entwicklern und Investoren städtische Flächen anbieten, auf geeignete private Flächen hinweisen und Flächenvorschläge von Entwicklern und Investoren prüfen.

 

Des Weiteren sollte das Augenmerk auch auf ausreichend attraktive Wohnbau-grundstücke, auch in bevorzugter Wohnlage, für den Eigenheimbau und den Geschossbau gerichtet werden, um insbesondere diejenigen Arbeitnehmer anzusprechen, die heute schon in Salzgitter arbeiten, aber anderswo wohnen. Durch solche Zuzüge sind z. B. positive Auswirkungen auf den Einzelhandel durch Erhöhung der Kaufkraft, höhere Steuereinnahmen und die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu erwarten.

 

In dem Zusammenhang ist festzustellen, dass es in Salzgitter eine erhebliche Differenz zwischen dem Lohn- und Gehaltsniveau der in Salzgitter beschäftigten Arbeitnehmer und dem verfügbaren Einkommen der Privathaushalte von in Salzgitter lebenden Einwohnern (siehe Anlage 2) gibt. Die in der Anlage dargestellten Zahlen drücken die altbekannte Erkenntnis aus, dass viele der in Salzgitter gut Verdienenden eben nicht in Salzgitter wohnen, was einerseits ein Problem aber andererseits auch ein hochinteressantes Zuzugs-Potential darstellt.

 

 

 

Daher ist es auch notwendig, in einer Analyse die mittel- und langfristigen Bedarfe für die Ausweisung von Wohnbauland darzustellen, sowie ebenfalls dargelegt werden soll, wie eine lokale und regionale Vermarktungsstrategie aussehen kann. 

 

 

 

        

Anlagen     

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage 1 Antrag Wohnbaugrundstücke (385 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich Neue Anlage 2 zu Wohnbaugrundstücken 0251 (326 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 0251 Wohnbaugrundstücke (2358 KB)