Vorlage - 0460/17-AW

Betreff: Erstellung eines Baumkatasters für die Stadt Salzgitter
Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 17.03.2017 für den Umwelt- und Klimaausschuss am 02.05.2017 und den Betriebsausschuss SRB am 16.05.2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:EB 70 - Städtischer Regiebetrieb SRB Salzgitter   
Beratungsfolge:
Umwelt- und Klimaschutzausschuss zur Kenntnis
02.05.2017 
5. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss SRB zur Kenntnis
16.05.2017 
4. öffentliche Sitzung des Betriebsausschusses SRB Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 22.10.2013 einstimmig die Einführung eines digitalen Baumkatasters beschlossen. Die geschätzten Kosten von  ca. 300.000 € sind seit 2012 und 2013 in den Wirtschaftsplänen des Städtischen Regiebetriebes eingestellt.

Bereits im Zwischenbericht des SRB vom 30.6.2012 wurde ausgeführt, dass die

Vorarbeiten für die Einführung eines Baumkatasters begonnen wurden. Weiterhin wurde im Zwischenbericht des SRB vom 30.6.2016 mitgeteilt, dass die ursprünglich vorgesehene Baumerfassung durch eine Fremdfirma nicht umgesetzt wird und nach langandauernden EDV – Schwierigkeiten nun mit Hochdruck an der Baumerfassung gearbeitet wird.

Wie kürzlich der Presse zu entnehmen war, sind seit 2014 im SRB zwei Mitarbeiter mit der Erfassung der städtischen Bäume beschäftigt.

 

Vor diesem Hintergrund bitten wir um Beantwortung folgender Fragen:

 

Frage1:

Wann ist unter den gegebenen Bedingungen die Erfassung sämtlicher städtischer Bäume abgeschlossen und wann wird das Baumkataster vorgelegt?

 

Antwort der Verwaltung:

Das Baumkataster ist ein dynamisches System, da z.B. immer wieder neue Bäume gepflanzt werden und sich Kontrollintervalle einzelner Bäume ändern können. Bis zum 06.04.2017 wurden 15.603 Bäume erfasst. Zu Beginn der Planungen des Baumkatasters wurde von einem zu erfassenden Baumbestand von rd. 30.000 Bäumen im Stadtgebiet ausgegangen. Demnach ist aktuell etwas mehr als die Hälfte der Bäume erfasst. Parallel zu der Ersterfassung müssen die Baumkontrolleure bei den bereits erfassten Bäumen im Rahmen der Regelkontrollen tätig werden. Es handelt sich um einen zeitintensiven Prozess, so dass aus heutiger Sicht nicht abschließend gesagt werden kann, wann die Ersterfassung aller Bäume abgeschlossen ist.

 

Frage 2:

Kann angesichts der Bedeutung und Wichtigkeit des Baumkatasters für Baumpflege und Verkehrssicherungspflicht durch einen verstärkten Personaleinsatz der Abschluss der Erfassung und die Vorlage des Baumkatasters beschleunigt werden?

 

Antwort der Verwaltung:

Der Einsatz von zusätzlichem Personal würde die Erfassung der Bäume beschleunigen. Dies würde jedoch die Einstellung qualifizierter Baumkontrolleure erforderlich machen und wäre somit mit weiteren Personalkosten verbunden. Zusätzlich sind für die Baumerfassung vor Ort entsprechende technische Geräte nötig, deren Beschaffung weitere Kosten nach sich ziehen würde. Aus diesem Grund wurde bisher auf eine Ausweitung des Personaleinsatzes verzichtet.

 

Frage 3:

Wofür wurden nach dem gegenwärtigem Stand die zur Verfügung stehenden 300.000 € verwendet und sind diese Mittel ausreichend?

 

Antwort der Verwaltung:

Durch die erstmalige vollständige fachgerechte Erfassung der städtischen Bäume werden vermehrt Schäden und Pflegerückstände am Baumbestand festgestellt. Die Abarbeitung der Schäden dient der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit, hierzu werden die Mittel eingesetzt. Ob diese Mittel ausreichen kann noch nicht abschließend beantwortet werden