Vorlage - 0273/17-AW

Betreff: "Verwendung von Gummigranulat zur Pflege von Kunstrasenplätzen" - Anfrage der Ratsfraktion Bündnis 90 /Die Grünen vom 25.01.2017 in den Sitzungen des Umwelt- und Klimaschutzausschusses sowie des Ausschusses für Feuerwehr und öffentliche Ordnung vom 07.02.2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Beantwortung von Anfragen
Federführend:02.1 - Beteiligungsmanagement und Strategisches Konzerncontrolling   
Beratungsfolge:
Umwelt- und Klimaschutzausschuss zur Kenntnis
06.06.2017 
6. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung zur Kenntnis
06.06.2017 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Öffentliche Ordnung Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:

Die Ratsfraktion Bündnis90/Die Grünen hat im Umwelt- und Klimaschutzausschuss sowie im Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung am 07.02.2017 die folgende Anfrage an die Verwaltung gestellt:

 

1.Welche Erkenntnisse liegen der Stadt Salzgitter und/oder der Bäder, Sport und Freizeit-GmbH über mögliche Gefährdungen bei Verwendung von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen vor?

 

2.Wie viele Kunstrasenplätze werden in der Stadt Salzgitter für sportliche Zwecke benutzt?

 

3.Welche Mittel kommen zur Pflege dieser Kunstrasenplätze zur Anwendung?

 

4.Sind in Salzgitter Fälle von gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Benutzung von Kunstrasenplätzen bekannt?

 

5.Ist beabsichtigt, aufgrund der Untersuchungen und Erkenntnisse in den Niederlanden eine entsprechende Überprüfung und Bewertung der Kunstrasenplätze in Salzgitter einschließlich der angewendeten Pflegemethoden vorzunehmen?

 

 

Antwort der Verwaltung:

In Zusammenarbeit mit der Bäder, Sport und Freizeit Salzgitter GmbH (kurz: BSF) antwortet die Verwaltung nun wie folgt:

 

Zu 1 und 5

Bisher liegen keine Erkenntnisse über mögliche Gefährdungen bei der Verwendung von Gummigranulat auf Kunstrasenplätzen vor. Der Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz hat die Kunstrasenplätze im Stadtgebiet überprüft. Auf 2 Spielfeldern wurde Recyclinggranulat eingesetzt. Nach Herstellerangaben für das eingesetzte Produkt enthält das Granulat ≤20 mg PAK (8 n. REACH) /kg. Der Grenzwert von 1.000 mg PAK/kg wird deutlich unterschritten. Eine Gesundheitsgefährdung durch das Spielen auf dem Kunstrasen wird durch den jeweils nur kurzzeitigen Hautkontakt durch die Verwaltung nicht gesehen. Ein Austausch des Granulats ist daher aus Sicht der Verwaltung nicht erforderlich.

Die Verwaltung empfiehlt jedoch insbesondere bei Neubaumaßnahmen, sich zukünftig den Empfehlungen des DFB anzuschließen und nach dem Minimierungsgebot ausschließlich PAK- freie Produkte einzusetzen.

 

Zu 2.

In Salzgitter werden insgesamt sechs Kunstrasenplätze zu sportlichen Zwecken von Vereinen (VfL Salder, Glück Auf Gebhardshagen, SC Gitter und SV Union Salzgitter) und Schulen (Am Ziesberg und Gymnasium/Hauptschule Am Fredenberg) genutzt.

 

Zu 3.

Zur Pflege der Kunstrasenplätze erfolgt lediglich eine mechanische Aufbereitung zur gleichmäßigen Verteilung des Granulats. Weitere Pflegemittel werden nicht benötigt.

 

Zu 4.

Dem Gesundheitsamt wurden keine gemeldeten Fälle von gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei der Benutzung von Kunstrasenplätzen bekannt.