Vorlage - 0619/17

Betreff: Strategie gegen gewerbliche Beherbergung in Wohngebieten
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag Ortsrat
Federführend:10 - Fachdienst Rats- und Kommunalangelegenheiten   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nordost Entscheidung
04.05.2017 
4. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordost geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Gemeinsamer Antrag des OM Klaus Metje (MBS), Fraktion BL38239 und der CDU-Fraktion des Ortsrates der Ortschaft Nordost:

 

Der Ortsrat der Ortschaft Nordost fordert die Verwaltung der Stadt Salzgitter auf zusammen mit dem Großeigentümer der Siedlung Steterburg Van der Horst zeitnah eine Strategie zur Beendigung der gewerblichen Beherbergungen zu erstellen und den Ortsrat hierüber in Kenntnis zu setzen.

   


Begründung:

 

In der Siedlung Steterburg gibt es wohl derzeit ca. 50 Wohnungen, die gewerblich vermietet werden.

Die Unterbringung ständig wechselnder Gäste fällt aber nicht mehr unter den Begriff des Wohnens, sondern ist eine gewerbliche Beherbergung. Das gilt auch für ein faktisch reines Wohngebiet ohne Bebauungsplan, wie es in Steterburg der Fall ist.

Das Gebiet ist durch seine reine Wohnnutzung geprägt und durch die lockere Bebauung mit viel Grün zwischen den Häusern eigentlich ein ruhiges Wohnquartier, bzw. soll wieder zu diesem werden.

Gewerbliche Beherbergungsbetriebe in der hier praktizierten Form haben an solchen Orten regelmäßig keinen Platz. Sie sind durch ihre typischerweise damit verbundenen Auswirkungen gebietsunverträglich, sie gefährden den Gebietscharakter und wirken störend.

Der Ortsrat geht daher davon aus, die sie unzulässig sind.

Hinzu kommt, dass die derzeitigen gewerblichen Beherbergungsbetriebe größtenteils Vermietungen an ausländische Monteure vornehmen, die ihren Lebensmittelpunkt nicht in Steterburg haben und die gesellschaftliche Entwicklung in der Siedlung hemmen. Es kommt häufig zu sozialen Konflikten.

Da diese Beherbergungsbetriebe aber auch ortsansässige Arbeitgeber sind, die Investitionen in die Objekte getätigt haben, ist auch in Hinblick auf deren wirtschaftliche Situation eine Strategie mit entsprechendem Augenmaß erforderlich.

 

 

Gez. OM Klaus Metje,   Gez. OM Dr. Kristina Wilkens   Gez. OM Sylvia Lange-Nosseck