Vorlage - 0703/17

Betreff: Verordnung über die Verkürzung der Schonzeit für Rehwild in der Stadt Salzgitter (Schonzeitverordnung)
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:32 - Fachdienst BürgerService und Ordnung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung Beschlussvorbereitung
05.09.2017 
8. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Öffentliche Ordnung Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Umwelt- und Klimaschutzausschuss Beschlussvorbereitung
05.09.2017 
7. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Klimaschutzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
27.09.2017 
11. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:


Die als Anlage zu dieser Vorlage beigefügte Verordnung über die Verkürzung der Schonzeit für Rehwild in der Stadt Salzgitter wird beschlossen  

Sachverhalt:
 

Gemäß den Bestimmungen des Niedersächsischen Jagdgesetzes ist die Jagdbehörde (Stadt Salzgitter) ermächtigt, aus Gründen der Wildhege oder u.a. zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden Schonzeiten durch Verordnung vorübergehend aufzuheben.

 

Mit Verordnung vom 17.07.2013, welche am 01.06.2013 in Kraft getreten ist, wurde erstmalig die Schonzeit für Jährlingsböcke (männliche Rehe im 2. Lebensjahr) um den Monat April und für Schmalrehe (weibliche Rehe im 2. Lebensjahr) um die Monate April sowie Juni bis August verkürzt. Diese Verordnung tritt mit Ablauf des 31.12.2017 außer Kraft.

 

Der Jagdbeirat der Stadt Salzgitter hat sich in seiner Sitzung am 15.03.2017 für eine Verlängerung dieser Schonzeitverkürzung ausgesprochen. Über den positiven Verlauf der vorherigen Regelung wird in Mitteilungsvorlage 0679/17 berichtet. Hiernach ist die Anzahl der durchschnittlichen Rehwildunfälle gegenüber der Zeit vor Inkrafttreten der Verordnung um ca. 5 % gesunken.

 

Bezüglich einer effektiven Unfallwildreduzierung müssen die Rehe bereits dann bejagt werden, solange sich die Naturverjüngung noch nicht ausgebreitet hat und sie zu ziehen beginnen. Da zu dieser Zeit die Vegetation noch nicht soweit vorangeschritten ist, können die Tiere wesentlich besser angesprochen (präzise Beobachtung, Beurteilung und Identifizierung von Wild vor der Schussabgabe) werden.

 

Die Zahlen der zu schießenden Tiere werden in einem sog. dreijährigen Abschussplan festgelegt. Durch die Verkürzung der Schonzeit erfolgt die Erlegung lediglich zu einem früheren Zeitpunkt. Es werden dadurch nicht mehr Rehe geschossen.

Auch im Landkreis Hildesheim wird seit mehreren Jahren erfolgreich mit einer Schonzeitverkürzung gearbeitet. Eine gleiche Regelung wurde nun erstmalig auch im Landkreis Wolfenbüttel verabschiedet.

 

Neben dem Hauptziel der Verminderung von Wildunfällen führt eine frühzeitigere Bejagung zur Vermeidung von Verbissschäden im Wald.  

   

Anlagen: Verordnung über die Verkürzung der Schonzeit für Rehwild in der Stadt Salzgitter (Schonzeitverordnung)

 

 

   

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Verordnung über die Verkürzung der Schonzeit für Rehwild (28 KB) PDF-Dokument (41 KB)