Vorlage - 1139/17

Betreff: Konzept für eine gleichmäßige Verteilung von Flüchtlingskindern an allen Schulen Salzgitters
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag SPD-Ratsfraktion
Federführend:SPD-Ratsfraktion   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur Beschlussvorbereitung
02.11.2017 
9. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur ungeändert beschlossen   
07.12.2017 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
29.11.2017 
13. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter zurückgestellt   
20.12.2017 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter zurückgestellt   
13.03.2018 
16.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:


Die SPD-Ratsfraktion bittet die Verwaltung,

 

ein Konzept zu entwickeln und dem Rat bis Dezember vorzulegen, das eine

gleichmäßige Verteilung der Flüchtlingskinder an allen Schulen Salzgitters

zum Ziel hat.

     

Sachverhalt:
 

Die Aufstellung der Verwaltung, Stand 21.06.2017, über die Anzahl der „Ausländerkinder“ (Kinder von Flüchtlingen, EU-Bürgern und sonstigen Ausländern) an Salzgitters Schulen zeigt eine ungleiche Verteilung der „Ausländerkinder“ an den Schulen.

Der Anteil der „Ausländerkinder“ bewegt sich an sechs der 16 Grundschulen zwischen 25,6% und 79,6%.

Bei allen Hauptschulen liegt der Ausländeranteil, gemessen an der

Gesamtschülerzahl, bei 37,8% bis 58,7%.

Im Realschulbereich hat die Realschule Gebhardshagen 3,2%, alle anderen Realschulen haben mehr als 25%.

Auch die Gesamtschule Salzgitter hat mit 4,9% einen erstaunlich niedrigen Ausländeranteil.

Die Lehrerschaft aller Schulen mit einem hohen Prozentsatz an „Ausländerkindern“ beklagen die hohen Belastungen aufgrund der unterschiedlichen Sprachkenntnisse, des sozialen Verhaltens, der kulturellen Unterschiede - auch innerhalb der verschiedenen Ausländergruppen - sowie unbewältigter psychischer Probleme mancher Flüchtlingskinder. Zur Entlastung der Schul- und Unterrichtssituation erscheint eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlingskinder auf alle Schulen in Salzgitter dringend geboten.

 

 

 

 

 

Zur Entspannung der Schulsituation sollte zukünftig der Einsatz verschiedener Transportmöglichkeiten für Flüchtlingskinder in die Überlegungen einbezogen werden (z.B. Schulbusse).

 

Grundschulen der umliegenden Gemeinden (Baddeckenstedt, Cramme, Hohenassel, Söhlde, Sehlde), deren Anteil an „Ausländerkindern“ gering ist, sollten wegen einer Aufnahme von Flüchtlingskindern angefragt werden.