Vorlage - 1176/17

Betreff: Inanspruchnahme der Stellenreserve; hier: Personalbedarf im Team "Ausländer- und Staatsangehörigkeitsstelle" des Fachdienstes BürgerService und Ordnung
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:11 - Fachdienst Personal und Organisation   
Beratungsfolge:
Wirtschafts-und Steuerungsausschuss Beschlussvorbereitung
23.11.2017 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wirtschafts-und Steuerungsausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Aus der Stellenreserve werden 2,5 Planstellen für zusätzliche Verwaltungskräfte des ehemals mittleren Dienstes (E 08 TVöD) im Team „Ausländer- und Staatsangehörigkeitsstelle“ im Fachdienst BürgerService und Ordnung freigegeben.
             

Sachverhalt:

Mit Beginn des Syrien-Konflikts und der Flüchtlingskrise ab 2015 ist die Anzahl der Ausländer/innen in der Stadt Salzgitter stark angestiegen.

Die Anzahl der Asylbewerber/innen ist zwar rückläufig, der Familiennachzug ist jedoch umso stärker angestiegen. Angehörige von Asylberechtigten, die im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland kommen, müssen keinen Asylantrag stellen, sondern reisen mit einem Visum ein.

 

Die Situation stellt sich anhand der Grund- und Kennzahlen wie folgt dar:

 

 

Beschreibung

2014

2015

2016

30.06.2017

Einwohner/innen mit Erstwohnsitz

101213

103399

106107

106910

Anzahl ausländischer Einwohner/innen mit Erstwohnsitz

11128

13483

16638

17952

Ausländerquote

11,00%

13,00%

15,70%

16,80%

 

 

Die KGSt hat ein Excel-Tool zum Stellenbedarf der Ausländerbehörden zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser anerkannten Modellrechnung wurde anhand der Daten mit Stand 30.06.2017 für das Jahr 2017 der Stellenbedarf der Ausländerbehörde ermittelt.

 

Dabei wurden die aktuellen Fallzahlen jeder einzelner Aufgabe zum 30.06.2017 erhoben und in das KGSt-Tool eingepflegt. Diese Fallzahlen wurden dann auf das Jahr 2017 hochgerechnet => das Stellen-Ist in der Ausländerstelle (ohne Teamleitung und SB Staatsangehörigkeiten) liegt bei 11,75 Vollzeitstellen, der Stellenbedarf lt. KGSt-Tool bei 14,15 Vollzeitstellen, mithin ein Mehrbedarf von 2,4 Stellen.

 

Der vorhandene Personalbestand ist für die Aufgabenerfüllung nicht mehr ausreichend.

Im Zusammenhang mit den weiterhin steigenden Fallzahlen ergibt sich für das Team „Ausländer- und Staatsangehörigkeitsstelle“ im Fachdienst 32 daher ein zusätzlicher Personalbedarf von 2,5 Vollzeitstellen (SB mittlerer Dienst – E 08 TVöD) versehen mit einem KW-Vermerk 2020, der zunächst aus der Stellenreserve zu decken ist.

 

Der zusätzliche Personalbedarf wird in den Planungen für den Stellenplan 2018 berücksichtigt. Da das Inkrafttreten des Stellenplanes nicht abgewartet werden kann, wird der aktuelle Bedarf bis dahin aus der Stellenreserve abgedeckt.

           

Finanzielle Auswirkungen:  

Gemäß den städtischen Personalkostendurchschnittssätzen entstehen durch die Freigabe der Stellen nach erfolgter Besetzung jährliche Personalaufwendungen i.H.v. 133.537,50 €.