Vorlage - 1380/17

Betreff: Ausbau der Kita Rasselbande in der ehemaligen Förderschule Am Steinberg
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:51 - Fachdienst Kinder, Jugend und Familie Beteiligt:EB 85 - Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Süd Beschlussvorbereitung
06.12.2017 
10. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
13.12.2017 
22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Beschlussvorbereitung
13.12.2017 
11. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Jugendhilfeausschuss Beschlussvorbereitung
14.12.2017 
11. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
20.12.2017 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

 

  1. Die Stadt Salzgitter richtet im Erdgeschoss des Schulgebäudes der ehemaligen Förderschule Am Steinberg, Salzgitter-Bad, Burgstraße 43, 38259 Salzgitter zwei weitere Regelkindergartengruppen und eine Krippengruppe ein.

 

  1. Dem in dieser Vorlage dargestellten Entwurf des Eigenbetriebs Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Salzgitter (SZ-G.E.L.) wird zugestimmt.

 

  1. Die Gesamtinvestitionskosten inklusive der Ausstattungskosten für den Innen- und Außenbereich betragen 930.000,00 €.

        

Sachverhalt:

Die Stadt Salzgitter plant in der Ortschaft Süd die Erweiterung der Kita Rasselbande um zwei weitere Regelkindergartengruppen in der Ganztagsbetreuung sowie einer Krippengruppe von ca. 15 Kindern bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres.

 

Dazu sollen in der ehemaligen Förderschule „Am Steinberg“ in Salzgitter-Bad nicht genutzte Schulräume des Erdgeschosses für die dann viergruppige Ganztagsbetreuung sowie eine Krippengruppe mit dem erforderlichen Raumangebot und mit bedarfsgerechten Ausstattungen eingerichtet werden. Einhergehend erfolgt die Ausweisung und Herstellung von bedarfsgerechten Spielflächen im Freien auf dem Schulgelände.

 

Mit Beschluss der Vorlagen 3392/16 und 3392/16-1 wurden bereits zwei zusätzliche Regelkindergartengruppen in der ehemaligen Förderschule Am Steinberg eingerichtet, die sich vollständig in Betrieb befinden und voll belegt sind.

 

Die zusätzlichen drei Betreuungsgruppen in der ehemaligen Förderschule Am Steinberg sollen nicht eigenständig geführt, sondern organisatorisch und betrieblich der nahezu gegenüberliegenden Kindertagesstätte „Rasselbande“ angegliedert werden.

 

Die geplante Betriebserweiterung bzgl. Betreuung der vier Kindergruppen und der Krippengruppe ist zwischen Stadt und der Kirchengemeinde NOAH abgestimmt.

 

Für den Planungsbereich Süd (Ortsteile Bad, Gitter, Groß Mahner, Hohenrode und Ringelheim) ergibt sich mit Stand 31.10.2017 folgende Versorgungssituation:

 

 

Kinderzahl

Plätze in
Krippe

Plätze in Kindergarten

Plätze in Tagespflege

Versorgungs-quote

Platzbedarf gem. Zielquote*

0 - 1 Jahre

200

 

 

28

 

 

1 - 3 Jahre

461

120

 

28

32,1%

13

3 - 6,5 Jahre

806

 

747

 

92,7%

59

 

* Zielquote Krippenplätze: 35 %

  Zielquote Kindergartenplätze: 100 %

 

Der Stadtteil Bad ist gekennzeichnet durch eine steigende sozialräumliche Konzentration von Personen mit Fluchthintergrund schwerpunktmäßig in der Ostsiedlung. Bereits seit Langem sind sowohl die Ost- als auch die Westsiedlung gekennzeichnet von einem überproportional hohen Anteil an Personen, die in SGB –II-Bedarfsgemeinschaften leben – 38,6% in der Ostsiedlung bzw. 38,3% in der Westsiedlung. Der städtische Durchschnittswert liegt im Vergleich dazu bei 16,3%. Besonders auffällig ist der Wert für den Faktor „Kinderarmut“ in der Ostsiedlung mit 56,8%. 193 von 340 Kindern leben hier in prekären Familienverhältnissen. Das ist der zweithöchste Wert stadtweit. Auch in der Westsiedlung ist der Anteil an Kindern in „Kinderarmut“ mit 44,1% deutlich erhöht.

 

Perspektivisch ist in 2019 vorgesehen die bestehende Gruppe in der Burgstraße 12 als Krippenaußenstelle zu führen. Die räumlichen Standards wurden geschaffen, sodass eine Änderung der Raumnutzung ohne größere bauliche Maßnahmen möglich ist. Pädagogisch ist dieser Ansatz zu bejahen. Das Verhältnis von Krippen- und Regelkindergartenplätzen ist damit ausgeglichen gestaltet. Die Kirchengemeinde unterstützt dieses Vorhaben.

 

Baubeschreibung:

 

Art und Umfang der Umnutzung von Teilbereichen der Förderschule „Am Steinberg“ zu einem sechsgruppigen Kindergartenbetrieb (Rasselbande I und Rasselbande II) sind von der Verwaltung erarbeitet und einvernehmlich mit der Kirchengemeinde, der Leitung der Kindertagesstätte und der Grundschule abgestimmt.

 

Der für die neuzuschaffenden Kindertagesgruppen und Krippengruppen vorgesehene Teilbereich befindet sich im Erdgeschoss des Schulgebäudetraktes.

 

Im Zuge der geplanten Umnutzung werden in dem entsprechenden Gebäudeteil (im Grundriss rot markiert) vorhandene Bauteile teilweise aufgearbeitet bzw. erneuert und die Wandflächen überarbeitet und gestrichen.

 

Teilweise eine neue Beleuchtung mit Unterverteilung, zusätzliche Trennwände und neue Installationen in den Sanitärbereichen.

 

Die Fenster im Küchenbereich werden mit Fliegengaze ausgestattet. Alle Türen im Bereich der KiTa erhalten den erforderlichen Klemmschutz. Alle Einbauten müssen gerundete Kanten >2mm Radius haben. Der Schallschutz muss nach den geltenden Forderungen eingehalten werden. Der Bewegungsraum erhält einen neuen, leicht punktelastischen Gymnastikboden und eine ballwurfsichere Decke.

 

Die KiTa Rasselbande II wird bisher wie die KiTa Rasselbande I mit frisch gekochtem Essen von außen versorgt. Im Rahmen des Umbaus wird eine Kochküche mit den erforderlichen technischen Voraussetzungen eingerichtet.

 

Die KiTa erhält ihren Zugang durch den Haupteingang, der im Zuge des 3. BA der Umbaumaßnahmen auch inklusiv ausgebaut werden soll.

 

Die Gruppenräume haben über den KiTa-Eingang Zugang zum Außengelände der Schule. Es steht für jedes der 140 Kinder die gem. § 1 (2) Pkt. 4 DVO-KiTaG geforderte Fläche von 12 m² zum Spielen bereit.

 

Im Schulgebäude werden die vorgesehenen 100 Gruppenplätze, die 15 Krippenplätze und die dazu notwendigen Nebenräume nach den gesetzesspezifischen Vorgaben errichtet (s. näher im beiliegenden Grundrissplan).

 

Eine Interimslösung im Rahmen der Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss der Förderschule ist nicht erforderlich.

 

Kostenschätzung nach DIN 276:

Die Kosten verteilen sich im Einzelnen auf die

Kostengruppe und Bezeichnung   Betrag (€)

100 Grundstück Erschließung        0,00

200 Herrichten      0,00

300 Bauwerk489.000 €

400 Techn. Anlagen                                                                                265 000 €

500 Außenanlagen26.000 €

600 Ausstattung150.000 €

700 Nebenkosten 0

Gesamtbaukosten (brutto) für Gebäude        930.000 €

      

Finanzielle Auswirkungen:  

 

Die Baukosten in Höhe vom 780.000,00 € sind im Wirtschaftsplan 2018 des EB 85 eingeplant. Die Ausstattung ist mit 150.000,00 € im Teilhaushalt 2017 des FD 51 eingeplant.

 

Die Maßnahme wird vollständig über den Integrationsfonds des Landes Niedersachsens refinanziert.

 

Es kann von jährlichen Mehrkosten im Bereich der Betriebskosten in Höhe von 520.000 € ausgegangen werden.  

Anlagen:

 

1-      Lageplan

2-      Raumplan

3-      Finanzielle Auswirkungen FD 51

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 23.11.2017 Lageplan (155 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 23.11.2017 Grundriss EG. (297 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Finanzielle Auswirkungen 1380_17_51 (46 KB) PDF-Dokument (45 KB)