Vorlage - 1597/17

Betreff: Qualitative Personalgewinnung und Personalbindung bei der Berufsfeuerwehr Salzgitter forcieren!
Status:öffentlichVorlage-Art:gem. Antrag SPD,MBS,B90
Federführend:SPD-Ratsfraktion   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Feuerwehr und öffentliche Ordnung Beschlussvorbereitung
06.03.2018 
13. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr und Öffentliche Ordnung Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Wirtschafts-und Steuerungsausschuss Beschlussvorbereitung
15.03.2018 
14. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Wirtschafts-und Steuerungsausschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
18.04.2018 
25. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
25.04.2018 
17. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:


Die Verwaltung wird aufgefordert, Maßnahmen einzuleiten bzw. zu prüfen, die zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit bei der Berufsfeuerwehr Salzgitter und folglich zu einer Steigerung der Attraktivität der Berufsfeuerwehr als Arbeitgeber führen.

 

Dabei ist insbesondere folgendes zu berücksichtigen:

 

  1. Die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zu beschleunigen, um so vorhandenes Fachpersonal nutzbar zu machen.

 

  1. Die Förderung von Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen (bessere Qualifikation / höhere Bezahlung).

 

  1. Aufstellung eines Sanierungsplans für die Feuerwachen 1 und 2 mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung und einer Aussage, ob durch eine Sanierung die vorhandenen Feuerwachen auf den neuesten Stand der Technik und der aktuellen und zukünftigen Anforderungen gebracht werden können, um auf einen evtl. Neubau einer Hauptfeuerwehrwache für das gesamte Stadtgebiet verzichten zu können.

 

Daneben bittet die SPD-Ratsfraktion, im Rahmen der Zuständigkeit des Oberbürgermeisters zu prüfen:

 

  • Inwieweit Höhergruppierungs- und Beförderungsmöglichkeiten durch Um- und Neuorganisationen ausgeschöpft sind. Dabei sollte es erstes Ziel sein, die unteren Besoldungsgruppen durch Aufwertung der Arbeitsinhalte zu erhöhen.

 

  • Wie die Rahmenbedingungen für die Zeiten, in denen die Feuerwehrfrauen und        Männer Ruhepausen auf den Feuerwehrwachen verbringen müssen, verbessert werden können (Schlafräume, Sanitäreinrichtungen, Aufenthaltsräume).

 

 

Die Ergebnisse sind dem Rat bis Ende 2018 vorzulegen.

 

 

Sachverhalt:
 

Neben der quantitativen Personalgewinnung für die Berufsfeuerwehr müssen eine qualitative Personalentwicklung und die Personalbindung, nicht nur wegen der hohen Ausbildungskosten, in den kommenden Jahren höchste Priorität bei der Berufsfeuerwehr haben. Angesichts der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden „Überalterung“ der erwerbstätigen Bevölkerung nimmt die Konkurrenz unter Arbeitgebern im Wettbewerb um die besten Köpfe in der Region zu. Personalmangel gefährdet langfristig die Fähigkeit der Feuerwehr, mit Bedrohungslagen souverän umzugehen. Daneben müssen bessere Arbeitsbedingungen und Aufstiegsmöglichkeiten bei anderen Kommunen sowie die zahlreichen Personalabgänge der letzten Jahre die Verantwortlichen bei der Berufsfeuerwehr Salzgitter und der Verwaltung in höchste Alarmbereitschaft versetzen, um unter dem besonderen Konkurrenzdruck ihr Personal zu halten und ihnen eine Perspektive aufzuzeigen.