Vorlage - 2090/17-MV

Betreff: Antrag der FDP-Ratsfraktion i.S. Prüfauftrag an die Verwaltung i.S. Bau bzw. Anlage eines Kunstrasenbolzplatzes am Kinder- und Jugendtreff Graffiti in SZ-Lebenstedt, Swindonstraße
Vorlage: 2090/17
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:EB 70 - Städtischer Regiebetrieb SRB Salzgitter   
Beratungsfolge:
Finanzausschuss zur Kenntnis
20.02.2019 
37. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Betriebsausschuss Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik zur Kenntnis
17.01.2019 
20. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik (offen)   
21.02.2019 
21. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement, Einkauf und Logistik Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss zur Kenntnis
Rat der Stadt Salzgitter zur Kenntnis
30.01.2019 
27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis
07.02.2019 
22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Stadtplanungs- und Bauausschuss zur Kenntnis
13.02.2019 
22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Sachverhalt:
Der Rat der Stadt hat in seiner Sitzung vom 29.08.2018 folgenden Beschluss gefasst:

 

Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen,

 

1. Ob es möglich ist, im Stadtpark am KJT Graffiti einen Kunstrasenplatz als sog. „Soccer Area“ anzulegen.

 

2. Welche Kosten entstehen, wenn an der genannten Jugendfreizeitstätte ein Kunstrasenplatz in der Größe von 20 x 13 m angelegt wird. Dabei sind alle Kosten zu ermitteln (Unterbau, Belag, Einzäunung, Folgekosten, u.a.).

Welche Kosten entstehen, wenn die genannte „Wiese“ zeitnah als Naturrasenplatz hergestellt und gepflegt werden würde.

 

3. Ob und welche Fördergelder für derartige Projekte beantragt werden können.

 

Mitteilung:
1. Das Rasenspielfeld am KJT Graffiti hat derzeit eine Größe von ca. 20 m x 36 m (720  m²) und ist an den Querseiten mit Fußballtoren in der Größe 5 x 2 m ausgestattet. Das Spielfeld ist an drei Seiten von hohen Bäumen und Sträuchern umgeben, die das Feld im Sommer beschatten und im Herbst für große Mengen Laub sorgen.

 

Das Spielfeld wird von Kindern und jugendlichen Besuchern des KJT Graffiti gut genutzt. Da dieser Platz öffentlich zugänglich ist, wird er auch außerhalb der Öffnungszeiten des KJT von unterschiedlichen Nutzergruppen (auch ältere Nutzer) intensiv genutzt und erfreut sich großer Beliebtheit.

 

Der heute vorhandene Bolzplatz liegt planungsrechtlich innerhalb einer öffentlichen Grünfläche,  Zweckbestimmung Parkanlage und einer Fläche für den Gemeinbedarf, Zweckbestimmung Jugendheim.

 

Planungsrechtlich widerspricht eine selbständig nutzbare Bolzplatzanlage sowohl der Festsetzung „Öffentliche Grünfläche –Parkanlage“ als auch der Festsetzung „Fläche für Gemeinbedarf –Jugendheim“.

 

Solange es sich bei der Erneuerung der Bolzplatzanlage um eine Maßnahme handelt, die durch einen Bestandsschutz gedeckt ist, bestehen planungsrechtlich keine Bedenken. Für alle darüber hinausgehenden Maßnahmen (Veränderung der Lage, Errichtung von Ballfangzäunen und Banden, Austausch der Oberfläche) wäre die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.

 

Die Herstellung einer „Soccer Area“ in der Größe 20 m x 13 m (260 m²) würde gegenüber dem vorhandenen Platz eine Reduzierung der Spielfläche um ca. 64 % bedeuten. Diese Flächenverkleinerung wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Nutzergruppen haben.

 

Die Abstände des Rasenspielfeldes zu den Wohnhäusern betragen 60 – 70 m. Wird eine öffentlich zugängliche „Soccer Area“ hergestellt, muss durch ein schalltechnisches Gutachten geklärt werden, ob diese „Area“ gebaut werden darf und welche Lärmschutzmaßnahmen gegebenenfalls durchgeführt werden müssen. Das Einbeziehen der Bande in die Spielaktionen wird in der Umgebung zu hören sein.

 

Der Bau eines Kunststoffrasenplatzes ist hier möglich. Aufgrund der hohen Vegetation und der großen Frucht- und Laubmengen ist diese Oberfläche für den besagten Standort nicht zu empfehlen.

Kunstrasen lässt sich unter diesen Bedingungen nur mit extremem Aufwand pflegen (häufiges Säubern und Absaugen der Rasenflächen).

 

2. Die Kosten für die Herstellung und Pflege eines Kunstrasenplatzes betragen –bei einer zu erwartenden Lebensdauer von 12 Jahren- 140.940 € (Lebenszykluskosten). Die durchschnittlichen Kosten pro Jahr belaufen sich somit auf ca. 11.745 €.

 

Die Kosten für die Herstellung der „Wiese“ als Naturrasenplatz (ohne Ballfangzäune und Bande) würden sich auf ca. 28.800 € belaufen. Aufgrund der starken Verdichtung des vorhandenen Platzes muss der Naturrasenplatz von Grund auf saniert werden. Die Kosten für die fachgerechte Pflege des Platzes belaufen sich bei Einhaltung der Regenerationszeiten auf 2.140 €/Jahr. Bei guter Pflege beträgt die Lebensdauer eines Rasenspielpatzes ca. 18 Jahre. Die Lebenszykluskosten würden sich bei diesem Vorgehen auf 3.780 €/Jahr belaufen.

 

Die gesamten Kostenangaben beruhen auf Erkenntnissen aus Ausschreibungen des III. Quartals 2018. Mögliche Kostensteigerungen in Folgejahren sind nicht berücksichtigt.

 

3. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist die Förderung einer „Soccer Area“ auf dem Gelände des KJT Graffiti nicht möglich.

         

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