Vorlage - 1858/17-MV

Betreff: Bebauung östlich von Bosch in Richtung SZ-Bruchmachtersen
Antrag der FDP-Ratsfraktion vom 07.05.2018 im Stadtplanungs- und Bauausschuss am 12.09.2018, im Verwaltungsausschuss am 25.09.2018 und im Rat am 26.09.2018
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:61 - Fachdienst Stadtplanung, Umwelt, Bauordnung und Denkmalschutz   
Beratungsfolge:
Stadtplanungs- und Bauausschuss zur Kenntnis
09.01.2019    ENTFALLEN!! öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses      
13.02.2019 
22. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss zur Kenntnis
Rat der Stadt Salzgitter zur Kenntnis
30.01.2019 
27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Sachverhalt:
Der Rat hat in seiner Sitzung am 26.09.2018 den Antrag 1858/17 i.S. Bebauung östlich von Bosch in Richtung SZ-Bruchmachtersen einstimmig wie folgt beschlossen:

 

„Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, inwieweit eine Bebauung des Gebietes östlich von Bosch in Richtung Bruchmachtersen zu verwirklichen wäre. Wie sehen die Eigentumsverhältnisse aus, gibt die Bodenbeschaffung eine Bebauung her?“

 

 

Mitteilung:
 

Für die gesamte Fläche östlich von Bosch bzw. westlich der Großen Straße und südlich des Meergrabenwegs existieren rechtskräftige Bebauungspläne:

Der Bebauungsplan Bru 2 für SZ-Bruchmachtersen „Südwest“ setzt für den nördlichen Teilbereich Flächen für Versorgungsanlagen oder für die Beseitigung von Abwasser mit den Zweckbestimmungen „Umspannwerk“ und „Regenrückhaltebecken“ fest.

Für den südlichen Teilbereich der o.g. Fläche ist im Bebauungsplan Leb 125 für SZ-Lebenstedt „Blaupunkt-Bosch“ ein Industriegebiet festgesetzt.

 

Aufgrund der Dammlage der Autobahn 39 ist die Schallbelastung, insbesondere im südlichen Teil der vorgeschlagenen Fläche, sehr hoch, so dass die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse nicht erfüllt sein dürften.

 

Voraussetzung für eine Wohnbebauung des nördlichen Teilbereichs ist die Einleitung eines förmlichen Änderungsverfahrens des Bebauungsplans Bru 2 und des Flächennutzungsplanes.

Im Rahmen des Änderungsverfahrens ist zunächst zu prüfen, ob eine teilweise Aufgabe der im Bebauungsplan festgesetzten Flächen für  Versorgungsanlagen oder die Beseitigung von Abwasser mit den Zweckbestimmungen "Umspannwerk" und "Regenrückhaltebecken" möglich ist. Eine Klärung der erforderlichen Mindestabstände einer Wohnbebauung zum Umspannwerk, Regenrückhaltebecken und zu der Autobahn 39 ist nur durch Gutachten im Rahmen des B-Planänderungsverfahrens möglich. Eine pauschale Aussage kann nicht getroffen werden. Im Hinblick auf eine an das bestehende Gewerbegebiet heranrückende Wohnbebauung sowie die Autobahn 39 ist ein schalltechnisches Gutachten erforderlich.

Ein Altlastenverdacht besteht nicht, im Rahmen des Änderungsverfahrens des Bebauungsplans wären jedoch auch Untersuchungen zur Bodenbeschaffenheit durchzuführen.

Sofern die genannten Aspekte einer Wohnbebauung nicht entgegenstehen, ist aus städtebaulicher Sicht eine Bebauung westlich der Großen Straße (analog zur östlichen Straßenseite) grundsätzlich vorstellbar. Da sich die fragliche Fläche im Privatbesitz befindet, setzt eine Entwicklung als Wohnbauland die Verkaufsbereitschaft des Eigentümers voraus.                            

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Finanzielle Auswirkungen:   keine

                                     

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