Vorlage - 2567/17

Betreff: RAP FOR PEACE - Gemeinsam gegen Gewalt in Salzgitter, ein Kooperationsprojekt des TalentCAMPus des Deutschen Volkshochschulverbandes mit der Volkshochschule der Stadt Salzgitter und der kommunalen Kinder- und Jugendförderung
Status:öffentlichVorlage-Art:Mitteilungsvorlage
Federführend:40 - Fachdienst Bildung   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bildung und Kultur zur Kenntnis
07.02.2019 
17. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur zurückgestellt   
07.03.2019 
18. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

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Mitteilung:

 

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) außerschulische Angebote der kulturellen Bildung, um bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) wird mit seinem Konzept „talentCAMPus mit begleitender Elternbildung“ gefördert. Die Volkshochschule Salzgitter beteiligt sich seit 2013 an dem talentCAMPus mit bisher 27 Projekten und 521 Anmeldungen.

Das talentCAMPus-Konzept beinhaltet gleichwertige Bausteine mit lernzielorientierten, standardisierten Angeboten und freien Angeboten der kulturellen Bildung. Diese können auch verzahnt werden. Ein talentCAMPus trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei und ermöglicht soziales Lernen in der Gruppe. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 18 Jahren, die aufgrund ihrer finanziellen, familiären oder sonstigen Situation (z. B. auch Flüchtlinge) Bildungsbarrieren erfahren. Siehe dazu auch die Mitteilungsvorlage 2087/17 „Projekt des Deutschen Volkshochschulverbandes in der VHS – talentCAMPus-, die am 06.09.2018 im Ausschuss für Bildung und Kultur vorgestellt wurde.

 

In den Sommerferien 2018 fand u. a. ein talentCAMPus mit dem Titel „RAP FOR PEACE – Gemeinsam gegen Gewalt“ in Salzgitter-Lebenstedt in der KJT Forellenhof in Kooperation mit der Kommunalen Kinder- und Jugendförderung statt. 

 

In diesem zehntägigen Workshop ging es um die verschiedenen viele Arten von Gewalt in unserem und im weltlichen Alltag. Egal ob psychische, physische, digitale, geschriebene oder auch bewusst dargestellte und inszenierte Gewalt, alles wirkt sich auf das Leben eines Menschen aus. Doch wie geht man damit um? Gewalt prägte schon immer die Film-, Musik -oder Videospielindustrie. Zusätzlich ist es durch das Internet für Jugendliche extrem leicht geworden an reale Gewaltvideos zu gelangen. Viele Jugendliche mussten schon am eigenen Leib Gewalt erfahren oder kommen im schlimmsten Fall aus Kriegsgebieten, wo sie in ihren jungen Jahren mit den Tod und vielen anderen Grausamkeiten konfrontiert wurden.

 

 

 

Mit Hilfe des Stilmittels „Rap“ setzten sich die Teilnehmenden mit dem Thema Gewalt auseinander. Rapmusik bestimmt häufig die Alltagswelt der Jugendlichen. Der Mainstream der Rapkultur hat sich allerdings inzwischen weit von seinen politischen und sozialen Wurzeln entfernt und ist stattdessen oft geprägt von diskriminierenden und sexistischen Inhalten, die in realitätsfernen Musikvideos präsentiert werden.

 

Die Dozenten des talentCAMPus haben den Teilnehmenden bewusst eine Alternative gegenübergestellt, indem sie den weiblichen und männlichen Jugendlichen Rap als Möglichkeit zeigten, ihre reale Lebens- und Gefühlswelt in der Musik zu verarbeiten. Die Vielfalt der unterschiedlichen kulturelle Prägungen, Geschlechtsmerkmale sowie der musikalische und persönliche Entwicklungsstand der jeweiligen Teilnehmenden wurden als Ressourcen erkannt und in den Prozess einbezogen.

 

Im Laufe der zehn Tage entstand eine Dokumentation mit und über die Teilnehmenden. Es wurde nicht nur der musikalische und sprachliche Entwicklungsprozess festgehalten, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung und die individuellen Geschichten der Jugendlichen.

 

Die 12 Minuten lange Filmdokumentation wird den Mitgliedern des Ausschusses Bildung und Kultur vorgestellt.

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