Vorlage - 3713/17

Betreff: Brückenbauer/innen für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:50 - Fachdienst Soziales und Senioren   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales und Integration Beschlussvorbereitung
04.03.2020 
27. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Soziales und Integration Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Finanzausschuss Beschlussvorbereitung
18.03.2020 
ENTFÄLLT! 47. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses      
20.05.2020 
47. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Verwaltungsausschuss Beschlussvorbereitung
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
24.03.2020 
40. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter ungeändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:

 

Die Stadt Salzgitter gewährt der Diakonie im Braunschweiger Land gGmbH zur Finanzierung der anteiligen Kosten des Projektes „Brückenbauer/innen für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen eine Zuwendung in Höhe von 11.920,91 €r den Durchführungszeitraum vom 01.04 31.12.2020.

 

Die Zuwendung wird vorbehaltlich der Anteilfinanzierung durch das Land Niedersachsen aus der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Teilhabe von zugewanderten Menschen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts (TuZ) geleistet.

 

Der Eigenanteil steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung des 1. Nachtrags zum Haushalt 2019/2020.

        

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Begründung:

 

Vorbemerkung:

 

In vielen Bereichen der Stadtteile Lebenstedt und Thiede (Steterburg) leben Familien, die einen hohen Unterstützungsbedarf haben. Sie ziehen sich im Alltag eher zurück, weil ihre Sprachkenntnisse noch nicht ausreichend und die Strukturen in Deutschland für sie fremd sind. Sie haben zum Teil nur geringe Kenntnisse von den vielfältigen Möglichkeiten von Aus-  oder Fortbildung, Sprachtraining, Bewerbungsvor-aussetzungen sowie Qualifizierungsmöglichkeiten in Salzgitter. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Zuwanderer|innen nur eine geringe Schulbildung und ein geringes Selbstwertgefühl haben. Sie können nicht einschätzen, welche ihrer Fähigkeiten für die Gesellschaft interessant sein könnten.

 

In den Stadtteiltreffs

 

-SeeViertel Treff (in Kooperation von Stadt Salzgitter und Diakonie),

 

 -rgerverein Steterburg (Bürger aus dem Stadtteil Thiede (Steterburg), in Kooperation mit der Stadt Salzgitter und Diakonie) und

 

-Start.Punkt.SZ (bestehend unter Leitung der Diakonie in Kooperation mit der Stadt Salzgitter, TAG, Caritas, DRK, AWO, WEVG)

 

sind bereits niedrigschwellige Zugangsbedingungen für alle Menschen, einheimische und zugewanderte, aus dem Stadtteil eingerichtet worden. In den verschiedenen Treffs werden seit einigen Jahren gute Kontakte zur syrischen, rkischen, bulgarischen und rumänischen Bevölkerung durch die zum Teil muttersprachliche Beratung aufgebaut. Es wurden bereits viele Menschen erfolgreich zu allen möglichen Fragen im Integrationsbereich beraten.

 

Dieser bereits bestehende Zugang und die Beratungsarbeit aus dem Vorjahr in den Stadtteiltreffs soll genutzt werden, um Familien mit und ohne Zuwanderungsgeschichte weiter zu unterstützen. Familien, die sich zurückgezogen haben sollen besonders über z.B. die Ansprache in ihrer Muttersprache oder durch einen Hausbesuch, neu motiviert werden, um sich in der Gemeinschaft und im Stadtteiltreff zu engagieren.

 

Dieses Projekt soll in Kooperation durch die Stadt Salzgitter und der Diakonie im Braunschweiger Land gGmbH Kreisstelle Salzgitter durchgeführt werden. Eine Kooperationsvereinbarung wird entsprechend geschlossen.

 

 

Projektbeschreibung:

 

Es sollen Brückenbauer/innen gefunden werden bei denen es sich um  Personen handelt, die im Stadtteil bereits bekannt und gut vernetzt sind. nschenswert wäre, dass diese evtl. mehrere Sprachen sprechen. Diese Brückenbauer/innen  sollen eingesetzt werden, um die Familien anzusprechen und sie für gemeinsame Aktionen wie Frühstück, Frauen- odernnertreffen, Hausaufgabenbetreuung der Kinder, gemeinsame Klärung von Alltagsfragen zu gewinnen und sich gegenseitig zu unterstützen.

 

Es geht darum, dass sich Familien mit und ohne Zuwanderungsgeschichte nicht in ihrem Wohnbereich zurückziehen, sondern in der Gemeinschaft einbringen. Dies können sie beispielsweise im Stadtteiltreff, um dort gemeinsam Freizeit zu verbringen und sich mit den Strukturen und unterschiedlichen Kulturen in Salzgitter auseinanderzusetzen. In Gesprächen und Gruppenangeboten soll der Vereinzelung und Abgrenzung entgegengewirkt werden.

 

Es sollen niedrigschwellige Angebote r Kinder, Frauen und Männer entwickelt werden, um viele unterschiedliche Kulturen an einen Tisch zu bringen und miteinander vertraut zu machen. Durch die gemeinsamen Aktionen soll das Selbstbewusstsein gestärkt und eine Zukunftsperspektive in Salzgitter entwickelt werden.

 

Die Familien sollen durch Hausbesuche und Gespräche in der Herkunftssprache ermutigt werden, sich intensiver mit ihren Möglichkeiten zu beschäftigen, wie sie sich im Stadtteiltreff einbringen und mit einheimischen und ausländischen Einwohnern vernetzen können. Ziel ist es, den Familien den Übergang in die Regelstrukturen der Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu ebnen.

 

Der Einsatz erfolgt im Stadtteiltreff Steterburg und SeeViertel Treff mit jeweils einer halben Stelle und im Start.Punkt.SZ mit einer vollen Stelle.

 

Aufgrund des hohen Anteils von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Gebiet um die Berliner Straße (ca. 2.000 Personen aus Syrien), erfolgt hier der Einsatz im Rahmen einer Vollzeitstelle.

 

Die Anzahl der Besucher/innen und Angebote werden im Durchführungszeitraum statistisch erfasst. Die Evaluation des Projektes erfolgt im Rahmen eines Berichtes.

 

 

Projektfinanzierung:

 

Die Projektkosten sollen zu 80 % aus der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Teilhabe von zugewanderten Menschen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts (TuZ) im Rahmen einer Anteilfinanzierung gedeckt werden. Die Antragstellung erfolgt durch den Fachdienst Soziales und Senioren.

 

Da der Diakonie das Aufbringen der verbleibenden Mittel in Höhe von 11.920,91 €  (= 20% der Projektkosten) nicht möglich ist, gewährt die Stadt Salzgitter diesen Anteil als Zuwendung, um die gewollte Projektdurchführung zu ermöglichen.

 

 

                

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Finanzielle Auswirkungen:    siehe Anlage

                     

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Anlagen: Ausgaben- und Finanzierungsplan zum Projekt (Bestandteil des Antrages TuZ)

 

 

 

 

                  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Ausgaben u. Finanzierungsplan_Brückenbauer_innen_TuZ 2020 (135 KB)      
Anlage 3 2 öffentlich 3713_17_Finanzielle Auswirkungen (14 KB)