Vorlage - 3433/14

Betreff: Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:40 - Fachdienst Bildung   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft West Anhörung
04.11.2003 
12.öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft West ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Nordost Anhörung
04.11.2003 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordost ungeändert beschlossen   
Schulausschuss Vorberatung
05.11.2003 
11. öffentliche Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Ortsrat der Ortschaft Nord Anhörung
05.11.2003 
16.öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord geändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Süd Anhörung
05.11.2003 
18. öffentliche / nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Süd geändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Südost Anhörung
06.11.2003 
11. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Südost geändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Nordwest Anhörung
12.11.2003 
13. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nordwest ungeändert beschlossen   
Ortsrat der Ortschaft Ost Anhörung
13.11.2003 
14. öffentlich Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Ost geändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
19.11.2003 
38. öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses zurückgestellt   
Schulausschuss Vorberatung
03.12.2003 
12. öffentliche Sitzung des Schulausschusses Kenntnisnahme bzw.Beschlussvorbereitung   
Schulausschuss Vorberatung
Finanzausschuss Vorberatung
Verwaltungsausschuss Vorberatung
27.01.2004      ungeändert beschlossen   
Rat der Stadt Salzgitter Entscheidung
28.01.2004 
26. nichtöffentliche/öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Salzgitter geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.      Die nachfolgenden 8 Orientierungsstufen werden mit Ablauf des Schuljahres 2003/2004 aufgehoben:

Orientierungsstufe An der Schölke

Orientierungsstufe An der Krähenriede

Orientierungsstufe An der Goethestraße

Orientierungsstufe Am Fredenberg

Orientierungsstufe Am Eikel

Orientierungsstufe An der Wiesenstraße

Orientierungsstufe Am Sonnenberg

Orientierungsstufe Steterburg

Die Schule Am Gutspark wird mit Ablauf des Schuljahres 2003/2004 um den Orientierungsstufenzweig eingeschränkt.

 

2.      Zum 01.08.2004 werden folgende weitere schulorganisatorischen Maßnahmen getroffen:

Errichtung

einer Realschule im Schulgebäude “Bodenbacher Ring” in Gebhardshagen

 

Errichtung einer Außenstelle für

die Emil-Langen-Realschule im Schulgebäude “Goethestraße”

die Hauptschule An der Klunkau im Schulgebäude “Goethestraße”

die Realschule Thiede im Schulgebäude “Steterburg”

die Hauptschule Thiede im Schulgebäude “Steterburg”

die Albert-Schloenbach-Realschule im Schulgebäude “Altstadtschule”

das Gymnasium SZ-Bad im Schulgebäude “Anton-Raky”.

 

Aufhebung der

Grund- und Hauptschule Am Bodenbacher Ring

Anton-Raky-Realschule

Heinrich-Ahrens-Hauptschule

Grundschule Altstadtschule

 

Einschränkung der

Grund- und Hauptschule Am Ziesberg um den Grundschulzweig

 

3.      Die Schulbezirke der Stadt Salzgitter werden zum 01.08.2004 wie folgt modifiziert:

Grundschulbezirke

Der Schulbezirk der GS Am Sonnenberg wird erweitert um den ehemaligen Grundschulbezirk der GHS Am Bodenbacher Ring (Calbecht, Engerode, Gebhardshagen, Heerte).

Der Schulbezirk der GS Am Eikel wird erweitert um den ehemaligen Grundschulbezirk der GHS Am Ziesberg (SZ-Bad).

Der Schulbezirk der GS An der Wiesenstraße wird erweitert um den ehemaligen Schulbezirk der GS Altstadtschule (SZ-Bad).

 

Hauptschulbezirke

Der Schulbezirk des Hauptschulzweiges der Schule Am Gutspark wird erweitert um den ehemaligen Hautschulbezirk der GHS Am Bodenbacher Ring (Calbecht, Engerode, Gebhardshagen, Heerte)

Der Schulbezirk der Hauptschule Am Ziesberg wird erweitert um den ehemaligen Schulbezirk der Heinrich-Ahrens-Hauptschule (SZ-Bad, Gitter, Groß Mahner, Hohenrode, Ringelheim).

 

Realschulbezirke

Der Schulbezirk der Albert-Schloenbach-Realschule wird erweitert um den ehemaligen Schulbezirk der Anton-Raky-Realschule (SZ-Bad).

Der Schulbezirk der neu zu errichtenden Realschule in Gebhardshagen wird gebildet aus den Stadtteilen Gebhardshagen, Heerte (aus dem Schulbezirk der Emil-Langen-Realschule), Beinum, Calbecht, Engerode, Flachstöckheim, Lobmachtersen, Ohlendorf (aus dem Schulbezirk der Albert-Schloenbach-Realschule) und Barum (aus dem Schulbezirk der Realschule Thiede).

 

4.      Für die Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter sind folgende zusätzliche Finanzmittel im Haushalt 2004 bereitzustellen:

Umbaumaßnahmen                                                                        175.000 EUR
Schulausstattung                                                                               50.000 EUR
Umzugskosten                                                                                   20.000 EUR
Schülerbeförderung                                                                        170.000 EUR
Schulkostenbeiträge                                                                         24.000 EUR

 

5.      Die Verwaltung wird beauftragt,

die Genehmigung der schulorganisatorischen Maßnahmen nach § 106 NSchG bei der Bezirksregierung Braunschweig zu beantragen,

die Satzung der Stadt Salzgitter über die Festlegung der Schulbezirke für die Schulen in Salzgitter nach Genehmigung der schulorganisatorischen Maßnahmen zum 01.08.2004 zu überarbeiten,

eventuell notwendige Namensgebungen in Abstimmung mit den betreffenden Schulen zeitnah herbeizuführen,

die unter Ziffer 1 und 2 getroffenen Maßnahmen in die nächste Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Salzgitter aufzunehmen.

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Allgemeines

Der niedersächsische Landtag hat am 25.06.2003 das Gesetz zur Verbesserung von Bildungsqualität und zur Sicherung von Schulstandorten verabschiedet, durch dessen Artikel 1 das Niedersächsische Schulgesetz (NSchG) maßgeblich geändert wird.

Nach § 184 werden bestehende Orientierungsstufen bis zum Ende des Schuljahres 2003/2004 fortgeführt. Die Schulbehörde kann in besonders begründeten Ausnahme-fällen zulassen, dass Orientierungsstufen bis zum Ende des Schuljahres 2004/2005 fortgeführt werden können, wenn die sächlichen und organisatorischen Gegebenheiten dies zwingend erfordern. Die Verwaltung sieht in Salzgitter keine Gründe, die einen Ausnahmefall zur Fortführung der Orientierungsstufen für ein zusätzliches Schuljahr rechtfertigen würden.

Zum Beginn des Schuljahres 2004/2005 müssen somit die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufenjahrgänge 5 und 6 ebenso wie der Grundschuljahrgang 4 in die nächsthöheren Jahrgänge der weiterführenden Schulen wechseln.

 

Die Verwaltung schlägt mit der Aufhebung der Orientierungsstufen zum Ende des Schuljahres 2003/2004 gleichzeitig weitere schulorganisatorische Maßnahmen nach § 106 NSchG vor und kommt damit den gesetzlichen Vorgaben zur Mindestgröße von Schulen nach. Insbesondere rückläufige Schülerzahlen im Hauptschulbereich erfordern schon jetzt die Einleitung einer Neuorganisation der Schulstruktur in Salzgitter. Die vorgeschlagenen Maßnahmen tragen dazu bei, den vorhandenen Schulgebäude-bestand sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig freien Schulraum für die Beschulung der Jahrgänge 5 und 6 an den weiterführenden Schulen zur Verfügung stellen zu können.

 

Die unter Ziffer 1 und 2 zu beschließenden Maßnahmen sollen Bestandteil der nächste Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Salzgitter werden. Nach dem Entwurf zur Änderung der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung, der sich zurzeit im Anhörungsverfahren befindet, sind die Schulentwicklungspläne zum 01.01.2005 von den Trägern der Schulentwicklungsplanung fortzuschreiben. Die Verwaltung geht davon aus, dass dieser Termin um mindestens ein Jahr verschoben wird, damit u. a. Erfahrungswerte aus der aktuellen Schulstrukturreform in die Fortschreibung einfließen können.

Die Verwaltung kündigt bereits jetzt an, dass im Rahmen dieser anstehenden Fortschreibung – auch im Hinblick auf rückläufige Schülerzahlen – über diese jetzt vorgeschlagenen Änderungen hinaus weitere schulorganisatorische Maßnahmen notwendig sein werden.

 

 

Planungsgrundlagen

Bei den Vorschlägen der Verwaltung zur Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter finden die nachfolgenden Planungsgrundlagen Berücksichtigung. Die in der Vorlage verwendeten Abkürzungen sind in Anlage 1 (Verzeichnis der Abkürzungen) erläutert.

 

Schülerentwicklung/Schülerprognose

Die hier aufgezeigte Entwicklung der Schülerzahlen und die daraus resultierende Schülerprognose spiegelt die demografisch rückläufige Bevölkerungsentwicklung in Salzgitter wieder. Die damit einhergehende Schülerentwicklung wird sogar ab Schuljahr 2009/2010 in eine noch weitere Talsohle gleiten. Diese Tendenz wird auch durch landesweite Schülerprognosen bestätigt.

Die von der Verwaltung vorgelegten Planungsvorschläge, insbesondere die Zusammen­legung von Schulen, sind das zwingende Resultat aus dieser Schülerentwicklung. Bei mittel- und langfristig weiter rückläufigen Schülerzahlen ist von weiteren Schließungen und Zusammenlegungen von Schulen auszugehen.

 

Im Gegensatz zu den bisherigen Fortschreibungen der Schulentwicklungsplanung greift die Verwaltung bei der vorgelegten Schülerprognose ausschließlich auf tatsächliche Werte und nicht auf Statistikwerte (Fruchtbarkeitszifferverfahren) zurück.

Aus einem Betrachtungszeitraum von 10 Schuljahrgängen wurde ein mittel- und langfristiger Prognosewert für jeden Grundschulbezirk errechnet. Grundlage dafür waren Angaben aus der Schülerstatistik vom 15.09.2002 und jahrgangsweise gegliederte Geburtenzahlen nach Grundschulbezirken gemäß Einwohnerstatistik von 07/2003. Zu- und Fortzüge einschließlich Neubautätigkeiten wurden nicht eingerechnet.

Der mittelfristige Wert wurde aus dem Durchschnitt der ersten 5 Jahrgänge ermittelt und ist Grundlage für diese Planung. Der langfristige Wert (Durchschnitt der zweiten 5 Jahrgänge) wird nur in Zweifelsfällen (Festlegung der Zügigkeiten) berücksichtigt.

Detaillierte Angaben sind in der Anlage 2 (Mittel- und langfristige Schülerprognose ...) aufgeführt.

 

Übergangsquoten

Ausgangslage für die Prognose der Übergänge von den Grundschulen zu den weiterführenden Schulen sind die durchschnittlichen Übergangsquoten der Schuljahre 1999/2000 bis 2001/2002 von den Orientierungsstufen. Diese Übergangsquoten der einzelnen Orientierungsstufen entsprechen in der Summe dem Durchschnittswert der Übergangsquoten im Regierungsbezirk Braunschweig.

Die Verwaltung und die Schulen gehen allerdings davon aus, dass sich die Übergangsquoten zu Gunsten der Gymnasien verschieben werden. Dies zeigen auch die aktuellen Werte für das Schuljahr 2003/2004. Deshalb wurden die Durch-schnittswerte bei den Gymnasien um 5 % heraufgesetzt und bei den Hauptschulen um diesen Prozentsatz reduziert. Die Verwaltung ist sich bewusst, dass zumindest in den Schuljahren 2004/2005 und 2005/2006 die Übergangswerte noch mehr zu Gunsten der Realschulen und Gymnasien verschieben werden. Die hier getroffene Prognose deckt jedoch einen mittelfristigen Durchschnittswert ab und berücksichtigt auch die so genannte Rücklaufquote.

Detaillierte Angaben sind in der Anlage 3 (Entwicklung und Prognose der Übergangsquoten) aufgeführt.

 

Klassenfrequenzen

Planungsgrundlage sind die Klassenfrequenz-Richtwerte nach dem MK-Erlass vom 28.02.1995. Die Verwaltung orientiert sich bei der Ermittlung der Zügigkeit einer Schule an der oberen Bandbreite, um unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten den vorhandenen Schulraum optimal zu nutzen. Ähnlich verfährt das Land bei der Bemessung der Schulen mit Lehrerstunden.

Detaillierte Angaben sind in der Anlage 4 (Klassenfrequenzrichtwerte) aufgeführt.

 

Raumbedarfsberechnungen

Die Schulbauhandreichungen (Erlass des MK vom 18.08.1988) können für die Raumbe­darfsberechnungen nicht mehr herangezogen werden. Grundlage für die Ermittlung des Raumbedarfs sind die Stundentafeln der einzelnen Schulformen. Diese Stundentafeln werden zurzeit vom Land überarbeitet. Die Verwaltung bezieht sich daher auf die aktuellen Stundentafeln und berücksichtigt für die Jahrgänge 5 und 6 die Stundentafel der Orientierungsstufe.

Aus den Stundentafeln werden so genannte Raumfaktoren entwickelt, indem die zu unterrichtenden Stunden den einzelnen Raumfunktionen (AUR und FUR) zugeordnet werden. Für jeden Unterrichtsraum wird eine möglichst hohe Auslastung angestrebt. Ein Unterrichtsraum gilt in der Regel als ausgelastet, wenn er mit 28 Unterrichtsstunden in der Woche in Anspruch genommen wird.

Unterrichtsräume, die durch eine bestimmte Funktion nicht voll ausgelastet sind, sollen auch für Unterricht mit anderen vergleichbaren Funktionen genutzt werden.

In allen Schulen im Primarbereich und Sekundarbereich I soll aus pädagogischen Gründen nach Möglichkeit jeder Klassenverband einen AUR (Stammklassenprinzip) erhalten. Im Sekundarbereich I wird hiervon dann Abstand genommen, wenn hierdurch Schulraumergänzungsbauten verhindert oder minimiert werden können.

Für den IT-Unterricht in den weiterführenden Schulen wird grundsätzlich ein Fachunter­richtsraum als FUR-Bedarf berücksichtigt, da diese Räume in allen weiterführenden Schulen in der Vergangenheit eingerichtet worden sind.

Für den Sportunterricht gilt nach wie vor der Richtwert von einer Sportübungseinheit je 10 Klassenverbände.

Detaillierte Angaben sind in der Anlage 5 (Ermittlung des Unterrichtsraumbedarfes) aufgeführt.

Bei den sich aus der Schulstrukturreform ergebenden Änderungen (Errichtung, Aufhebung und Einschränkung von Schulen) ist die Verwaltung bestrebt, in der Über-gangsphase (3 Schuljahre) die bestehenden Klassenverbände der Jahrgangsstufen 2 bis 4 und 8 bis 10 möglichst unverändert bestehen zu lassen.

 

Rahmenbedingungen

Die Vorschläge der Verwaltung zur Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter korrespondieren mit folgenden Rahmenbedingungen:

 

Wirtschaftlichkeit

Die Verwaltung hat sich bei ihren Vorschlägen neben gesetzlichen und pädagogischen Gesichtspunkten insbesondere von wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten lassen. Bei der Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter sollen Neubauten vermieden werden. Umbaumaßnahmen in den Schulen sollen auf das notwendige Maß reduziert werden. Die vorhandenen Räumlichkeiten in den Schulen sollen optimal genutzt werden. Mit den Vorschlägen zur Zusammenlegung von Schulen werden auch die Voraussetzungen zur sofortigen oder späteren Konsolidierung des städtischen Haushalts geschaffen.

 

Schulbezirke

Der Rat der Stadt hat am 27.06.2001 eine Satzung über die Festlegung der Schulbezirke für die Schulen in Salzgitter beschlossen. Die Satzung wurde am 05.07.2001 durch die Bezirksregierung Braunschweig genehmigt. Ermächtigungs-grundlage für den Erlass der Schulbezirkssatzung war der § 63 NSchG in der Fassung vom 03.03.1998. Danach waren die Schulträger verpflichtet, im Primarbereich und im Sekundarbereich I für jede Schule einen Schulbezirk festzulegen.

Nach Änderung des Schulgesetzes sind die Schulträger verpflichtet, nur noch für den Primarbereich Schulbezirke festzulegen. Im Sekundarbereich I können die Schulträger entscheiden, ob sie Schulbezirke festlegen oder nicht.

Die Verwaltung empfiehlt, zumindest mittelfristig, an der grundsätzlichen Schulbezirksfestlegung für den Primarbereich und Sekundarbereich I festzuhalten und begründet dies wie folgt:

Das Vorhalten von Schulbezirken in Salzgitter hat sich in der Vergangenheit bewährt. Auf Grund der Siedlungsstruktur des Stadtgebietes konnten Schülerströme optimal gelenkt werden; dies hat sich positiv auf die Raumauslastung und Schüler-beförderungskosten ausgewirkt.

Ein Verzicht auf Bildung von Schulbezirken im Sekundarbereich I ab 01.08.2004 wird problematisch gesehen, da noch keine konkreten Erfahrungen über das Verhalten der Erziehungsberechtigten zur Wahl der weiterführenden Schulen vorliegen. Gerade in der Phase der Umstrukturierung haben die Schulen eine Vielzahl neuer und zusätzlicher Aufgaben zu erfüllen. Eine Neuregelung des Aufnahmeverfahrens unter Beachtung von Kapazitätsbeschränkungen, Rahmenbedingungen und Losverfahren würde Schulen und Schulträger zu diesem Zeitpunkt überfordern.

 

Nach einer mehrjährigen Beobachtungsphase sollte vielmehr im Rahmen der regulären Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Gestaltung der Schulbezirke getroffen werden.

 

Die vorgelegte Planung orientiert sich an der gültigen Schulbezirkssatzung der Stadt Salzgitter. Durch die hier vorgeschlagenen schulorganisatorischen Änderungen werden sich die bisherigen Schulbezirke zwangsläufig verändern. Unmittelbar nach Ratsbeschluss und Genehmigung der schulorganisatorischen Maßnahmen wird die Verwaltung die Schulbezirkssatzung entsprechend überarbeiten und zur Beschluss-fassung und Genehmigung vorlegen.

 

 

Ganztagsschulen

Die vorgelegten Planungsvorschläge berücksichtigen noch nicht die Einrichtung weiterer Ganztagsschulen in Salzgitter. Die Verwaltung wird allerdings in Abstimmung mit den Schulen versuchen, zeitnah das Ganztagsangebot in Salzgitter weiter auszubauen. Dafür sollen die in Aussicht gestellten Fördermittel des Bundes, die über das Land Niedersachsen verteilt werden, nach Möglichkeit voll ausgeschöpft werden (d. h., eine anteilige Landesfinanzierung in Höhe von 90 v.H. bei 10.v.H. Eigenmitteln). Die entsprechenden Förderrichtlinien hierzu sollen demnächst veröffentlicht werden.

Wichtiger Bestandteil eines Ganztagsprojekts ist die Mittagversorgung der Schülerinnen und Schüler. Dafür hat der Schulträger die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben, Standards und einheitlicher Rahmenbedingungen zu schaffen. Vorrangig werden größere Schuleinheiten in die Planungsüberlegungen zu Ganztagsschulen einbezogen, da sich diese Systeme auch unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit besonders gut – ggf. auch für die Einrichtung von Ganztagszentren eignen.

Als Beispiele seien die Schulzentren Lebenstedt/Süd, Amselstieg, Fredenberg und das mögliche neue Realschulzentrum SZ-Bad/Friedenstraße genannt.

So sollen Lehrküchen und angrenzende Funktionsräume nach Möglichkeit erhalten werden, um diesbezügliche Optionen offenzuhalten.

Die Verwaltung sieht nach einigen Ortsbegehungen darüber hinaus in den meisten weiterführenden Schulen räumliche Möglichkeiten, insbesondere zur Realisierung der Mittagsversorgung.

 

 

Schülerbeförderung

Durch die Aufhebung der Orientierungsstufen und die weiteren geplanten schulorganisatorischen Maßnahmen werden sich zwangsläufig auch Veränderungen bei der Schülerbeförderung ergeben. In Abstimmung mit dem Verkehrsträgern (KVG und RBB) müssen die Schülerströme teilweise neu geordnet und organisiert werden. Dabei ist es Ziel, die notwendigen Beförderungen wie bisher in den Linienverkehr des ÖPNV zu integrieren; notfalls muss als Übergangslösung die Beförderung in Einzelfällen im so genannten Freistellungsverkehr realisiert werden. Mit der KVG wurde bereits ein erstes Gespräch über die anstehenden Änderungen geführt. Detailgespräche werden zum Jahresende aufgenommen.

Aussagen zum Umfang der Schülerbeförderung und den damit verbundenen Kosten werden unter dem Abschnitt “Finanzielle und organisatorische Auswirkungen” getroffen.

 

 

Beteiligungsverfahren

Schon im Vorfeld der Umsetzung der Schulstrukturreform in Salzgitter hat die Verwaltung Wert auf eine breite Beteiligungsmöglichkeit der relevanten Gruppen wie Ratsfraktionen, Arbeitskreis Schulleiter, Schulaufsicht, Stadtelternrat und Stadtschülerrat gelegt. Es haben verschiedene Informationsveranstaltungen und Workshops stattge-funden.

Schulen, Stadtelternrat und Stadtschülerrat wurden gebeten, Vorschläge zur Umsetzung der Schulstrukturreform zu unterbreiten. Die aus diesem Kreise eingegangenen Vorschläge und Stellungnahmen hat die Verwaltung geprüft und in ihre Planungsüberlegungen mit einbezogen.

Ebenso wurde dem Prüfungsauftrag des Verwaltungsausschusses vom 09.09.2003 entsprochen.

 

Mit den Nachbarschulträgern Wolfenbüttel und Goslar wurden Abstimmungsgespräche über die zukünftige Beschulung von so genannten auswärtigen Schülern geführt. Beide Schul­träger haben signalisiert, dass sie zukünftig Haupt- und Realschüler aus den Gemeinden Flöthe, Baddeckenstedt, Liebenburg und Wallmoden selbst beschulen wollen. Die Gymnasiasten aus Baddeckenstedt sollen nach wie vor die Gymnasien in Salzgitter besuchen. Der Landkreis Goslar hat angekündigt, Gymnasiasten aus Liebenburg und Wallmoden, die bisher ein Wahlrecht zum Besuch des Gymnasiums SZ-Bad und eines der Gymnasien in Goslar haben, gänzlich in Goslar beschulen zu wollen.

Die Stadt Wolfenbüttel hat erklärt, dass aus dem Besuch der Gymnasialschüler aus Thiede der zukünftigen Jahrgänge 5 und 6 keine Kapazitätsprobleme an den dortigen Gymnasien ergeben werden.

 

Die Verwaltung hat bereits vor Erstellung dieser Vorlage Gespräche mit der Bezirks­regierung bezüglich der formalen und materiellen Genehmigungsfähigkeit der angedachten schulorganisatorischen Maßnahmen geführt. Die Gesprächsergebnisse sind in den Inhalt der Vorlage eingeflossen.

 

In der Mitteilungsvorlage 2868/14 vom 16.06.2003 hat die Verwaltung als eine Planungsmöglichkeit die Errichtung einer gymnasialen Außenstelle für die Jahrgänge 5 – 10 in Thiede dargestellt. Dazu wurde zum Schuljahresbeginn von der Thieder Elternschaft eine Diskussionsveranstaltung organisiert und von der Verwaltung eine Befragung der Erziehungsberechtigten der Thieder Grundschul- und Orientierungs-stufenschüler durchgeführt.

 

Das formelle Beteiligungsverfahren (Stadtelternrat, Stadtschülerrat, Nachbarschulträger, Bezirksregierung, Ortsräte) wurde mit dem Versand dieser Vorlage eingeleitet. Das Anhörungsverfahren in den Ortsräten wird im Monat November durchgeführt. Die übrigen Betei­ligten haben Gelegenheit zur Stellungnahme bis zum 28.11.2003.

Die Verwaltung wird im Dezember/Januar die Stellungnahmen auswerten und voraussichtlich im Februar 2004 dem Rat der Stadt Vorschläge zur Umsetzung der Schulstrukturreform zur endgültigen Beschlussfassung unterbreiten.

 

 

Begründung der Planungsvorschläge

In Anlage 6 (Planungsvorschläge) stellt die Verwaltung geeignete Planungsvorschläge unter Nennung der Schulbezirke, der Schülerprognose, des Raumbedarfes, des Raumbestandes und einer zusammenfassenden Wertung ausführlich dar.

Nachfolgend werden die Vorschläge gegliedert nach Grundeinzugsbereichen begründet.

 

Grundeinzugsbereich Lebenstedt/Fredenberg

 

Ø      Die sich im Schulzentrum Fredenberg befindenden Schulen (Hauptschule, Real-schule, Gymnasium) sollen in ihren Grundzügen nicht verändert werden.

 

Ø      Die bisher von der Orientierungsstufe genutzten Räumlichkeiten sollen einvernehm-lich zwischen den drei Schulen für deren zusätzlichen Raumbedarf genutzt werden.
Die gemeinsame Nutzung des ehemaligen OS-Gebäudes hat den Vorteil, dass die Räumlichkeiten optimal und weitgehend ohne Umbaumaßnahmen von allen drei Schulen genutzt werden können.
Daher wird zum derzeitigen Zeitpunkt keine alleinige Nutzung des HS/RS–Gebäudes durch Hauptschule oder Realschule vorgeschlagen.

 

Der vorhandene Raumbestand im Schulzentrum Fredenberg ist voll ausreichend für eine2-zügige Hauptschule, eine 3-zügige Realschule und ein Gymnasium mit 4 Zügen.

 

Grundeinzugsbereich Lebenstedt/Nord

 

Ø      Die Sonderschule Pestalozzischule und die GHRS Amselstieg bleiben in ihrer jetzigen Form erhalten.
Raumbedarf und Zuordnung werden auch den zukünftigen Anforderungen in vollem Umfang gerecht.
Der Erhalt dieser Strukturen stellt gegenüber anderen möglichen Varianten (Verlagerung der Sonderschule bzw. des Grundschulzweiges in das Schulgebäude OS Krähenriede) die geeignetste Lösungsmöglichkeit dar.
Etwaige Raumengpässe der GHRS Amselstieg können durch Raumüberhänge im benachbarten Gebäude der Pestalozzischule gut ausgeglichen werden. Baumaß-nahmen werden nicht erforderlich.

Ø      Durch die Aufhebung der OS Krähenriede wird das dortige Gebäude frei.
Das Hauptgebäude würde sich aufgrund der Ebenerdigkeit besonders gut für die Unterbringung der Maria-Montessori-Schule (Schulstandort Hallendorf) eignen. Die erforderlichen Klassen- bzw. Gruppenräume sind dort in ausreichendem Umfang vorhanden.
Da die Räumlichkeiten den besonderen Bedürfnissen einer Sonderschule angepasst werden müssen, ist noch gemeinsam mit der Schule ein detaillierter Belegungsplan abzustimmen, aus dem sich auch noch Umbaumaßnahmen ergeben können. Aller-dings kann daher eine Umsetzung bereits zum 01.08.2004 kaum realisiert werden.
Aus heutiger Sicht wird der zweigeschossige Neubautrakt mit naturwissenschaft-lichen Fach- bzw. EDV-Räumen für Zwecke der Maria-Montessori-Schule nicht benötigt.

 

Grundeinzugsbereich Lebenstedt/Mitte und Süd

Die vorhandenen Schulen sollen in ihren Grundzügen weitgehend unverändert bleiben.

Ø      Das Kranich-Gymnasium deckt seinen zusätzliche Unterrichtsraumbedarf im Gebäude “Schölke” ab.

Ø      Durch die Einschränkung des Schulbezirks der Emil-Langen-Realschule wird diese auf eine maximale Vierzügigkeit begrenzt.
Mittelfristig wird angestrebt, den geringen Raumfehlbedarf im eigenen Gebäude bzw. im Gebäude “Schölke” abzudecken.
Durch geringfügige Baumaßnahmen können im Schulzentrum zusätzlich vier AUR geschaffen werden.
In der Übergangsphase muss das Gebäude “Goethestraße” als Außenstelle genutzt werden.

Ø      Die Hauptschule An der Klunkau soll im bestehenden Gebäude als zweizügige Hauptschule erhalten bleiben.
Während der Übergangsphase muss das Gebäude “Goethestraße” als Außenstelle genutzt werden.

 

Die absehbare rückläufige Schülerentwicklung wird dazu führen, dass das Gebäude “Goethestraße” mittelfristig für schulische Zwecke nicht mehr benötigt wird.

Grundeinzugsbereich SZ-Bad/Schulbereich SZ-Bad


Die Grund-, Hauptschul- und Realschulbereiche sollen zur Sicherstellung einer effizienten und qualitativ guten Unterrichtsversorgung in Zentren zusammengelegt werden, zumal aufgrund der derzeitigen und zukünftigen Schülerzahlen dringender Handlungsbedarf besteht.

Ø      Grundschulen
a) Der Grundschulzweig Am Ziesberg wird in die Grundschule Am Eikel integriert.
Damit wird eine Drei- bis Vierzügigkeit sichergestellt. Der Raumbedarf wird im Gebäude “Eikel” gedeckt.
Die Grundschule Waldschule soll vorerst unverändert bestehen bleiben.

b) Die Grundschule Altstadtschule wird in die Grundschule An der Wiesenstraße integriert.
Dadurch entsteht vorübergehend eine fünfzügige Grundschule, die mittelfristig eine Vierzügigkeit erreichen wird. Diese Maßnahme trägt dazu bei, das Schulgebäude “Wiesenstraße” sinnvoll auszulasten unter Beibehaltung nahezu identischer Schulwege für die Grundschulkinder und mittelfristiger Freisetzung des Gebäudes “Altstadtschule”.
Seitens der Bezirksregierung bestehen gegen diese Planungsabsichten keine Bedenken.

Ø      Haupt- und Realschulen
a) Durch die Zusammenfassung der beiden Realschulbezirke wird die Anton-Raky-Realschule in die Albert-Schloenbach-Realschule integriert.
Dadurch entsteht eine 4-zügige Realschule. Der zusätzliche Raumbedarf dafür wird durch die Gebäude “Heinrich-Ahrens” und “Altstadtschule” (Außenstelle) abgedeckt.
Nennenswerte Baumaßnahmen sind bei dieser Konstellation nicht erforderlich.
Es wird erwartet, dass mittelfristig der Raumbedarf ohne das Gebäude “Altstadtschule” gedeckt werden kann.

b) Durch die Zusammenfassung der beiden Hauptschulbezirke wird die Heinrich-Ahrens-Hauptschule in die Ziesbergschule integriert.
Dieses zweizügige Hauptschulzentrum trägt auch dazu bei, im Rahmen der Aktion “Soziale Stadt” den Nordbereich von SZ-Bad zu stärken sowie die Bedeutung und Qualität der Schulform “Hauptschule” nachhaltig zu fördern.

Ø      Der zusätzliche Raumbedarf des Gymnasiums Salzgitter-Bad wird im Gebäude “Anton-Raky”(Außenstelle) und bei weiterem Bedarf im Gebäude “Eikel” abgedeckt.

 

Grundeinzugsbereich SZ-Bad/Schulbereich Gebhardshagen/Flachstöckheim

 

Ø      In dem Gebäude “Bodenbacher Ring” wird zur Abdeckung des Bedarfs “Salzgitter Mitte” und wegen der notwendigen Reduzierung des Schulbezirks der Emil-Langen-Realschule eine Realschule neu errichtet. Es wird von zwei bis drei Zügen ausge-gangen.

Ø      Auf Grund rückläufiger Schülerzahlen werden die Hauptschulzweige Gebhardshagen und Flachstöckheim zu einer Hauptschule im Gebäude “Flachstöckheim” zusammengefasst. Sowohl der Grundschul- als auch der Hauptschulzweig können dort zweizügig geführt werden.

Ø      Der Grundschulzweig der GHS Am Bodenbacher Ring wird in die Grundschule Am Sonnenberg integriert. Der Raumbestand des Gebäudes “Sonnenberg” ist ausreichend für eine vierzügige Grundschule. Die Schulwege werden sich nicht wesentlich verlängern. Die Mindestentfernung von 2.000 Metern wird nur in wenigen Ausnahmefällen überschritten.

Grundeinzugsbereich Thiede

Die vorhandenen Schulen sollen in ihren Grundzügen weitgehend unverändert bleiben.

Ø      Die Hauptschule Thiede und die Realschule Thiede erhalten für die jeweiligen Einstiegsklassen 5 und 6 Räumlichkeiten als Außenstelle im Gebäude “Steterburg”, um die fehlenden Kapazitäten auszugleichen.
Die Option eines Erweiterungsbaus für die Realschule Thiede (7 AUR, 1 FUR) wird aus Kostengründen (ca. 1,6 Mio €)zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorgeschla-gen.

Ø      Die aufgezeigte Planungsalternative zur Errichtung eines Gymnasialzweiges in Thiede in den Jahrgängen 5 bis 10 wird zur Zeit nicht weiter verfolgt.
Eine zum Schuljahresbeginn durchgeführte Befragung der Erziehungsberechtigten sowie eine von der Elternschaft organisierte Diskussionsveranstaltung führen zu dem Ergebnis, dass es auf Grund der gewachsenen Strukturen und der damit verbunde-nen Verflechtungen nach Wolfenbüttel derzeitig nicht opportun ist, in Thiede zeitnah einen Gymnasialzweig zu errichten, zumal damit auch kurzfristig erhebliche Investitionskosten verbunden sind.
Die Regelung in der Schulbezirkssatzung mit der gymnasialen Beschulung in Wolfenbüttel sollte deshalb zunächst fortgeführt werden. Im Rahmen der nächsten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung sollte die Angelegenheit eingehend auf ihre Vor- und Nachteile überprüft werden.

 

 

Finanzielle und organisatorische Auswirkungen

Das Land Niedersachsen wird sich an den sächlichen Kosten, die aus der Umsetzung der Schulstrukturreform entstehen, nicht beteiligen.

 

Auch wenn durch die geplante Nutzung des vorhandenen Gebäudebestandes auf Neu- bzw. Erweiterungsbauten verzichtet werden soll, ergeben sich zum Teil durch die erforderliche Umstrukturierung innerhalb der einzelnen Schulgebäude notwendige Umbaumaßnahmen (Umwandlung von Unterrichtsräumen, Rückbau von Verwaltungs- und Fachunterrichtsräumen, sonstige Änderungen in der schulischen Infrastruktur einschl. Renovierung von AUR). Der Finanzbedarf dafür beträgt nach grober Kostenschätzung 175.000 EUR.

 

Die Schulausstattung (hier vorrangig Mobiliar) muss in Einzelfällen ergänzt bzw. zwischen den einzelnen Schulen getauscht werden. Die Verwaltung wird als vorbereitende Maßnahme dazu im Herbst eine Inventarerfassung des Klassenraumgestühls in allen Schulen durchführen. Der Finanzbedarf für zusätzliches Mobiliar und Umzugsaktionen wird aus heutiger Sicht grob auf 70.000 EUR geschätzt.

 

Die Zusammenlegung von Schulen bzw. Außenstellenlösungen sowie die Beschulung der Thieder Gymnasialschüler in Wolfenbüttel löst durch längere Schulwege Mehrkosten bei der Schülerbeförderung von mindestens 170.000 EUR aus.

 

Bei der Zahlung der Schulkostenbeiträge an andere Schulträger ergeben sich Mehraus­gaben von ca. 65.000 EUR, die durch Mehreinnahmen von ca. 41.000 EUR nur unzurei­chend gedeckt werden.

 

Ein Finanzmehrbedarf für das so genannte Schulbudget (Mittel zur eigenverantwortlichen Bewirtschaftung) sowie für investive Mittel (Lehrmittel, Einrichtung, Mobiliar, DV-Ausstattung) wird nicht erwartet. Die Umstrukturierung wird allerdings zu veränderten Teilbeträgen für die einzelnen Schulformen und Schulen führen.

 

Die hier aufgezeigte zusätzlich Finanzbedarf für das Jahr 2004 (ca. 440.000 EUR) und Folgejahre (ca. 160.000 EUR) ist im Detail in der Anlage 7 (Finanzübersicht) aufgeführt.

 

Die Umsetzung der Schulstrukturreform wird den derzeitigen Bestand des städt. Personals in Schulen (Schulhausmeister und Schulsekretärinnen) nicht wesentlich verändern. Die Schulhausmeister sind an die Schulgebäude gekoppelt. Hier würden nur organisatorische Veränderungen anstehen, wenn ein Schulgebäude zukünftig nicht mehr für schulische Zwecke genutzt würde.

Die Schulsekretärinnen sind einzelnen Schulen zugeordnet. Grundlage für deren Stundenumfang sind im Wesentlichen Schülerzahlen und Sockelstunden der jeweiligen Schulen. Durch die Aufhebung der Orientierungsstufen wird zumindest der OS-Sockelstundenansatz von 3 Wochenstunden, also insgesamt 27 Stunden, eingespart werden können.

Die OS-Schulsekretärinnen können überwiegend an den weiterführenden Schulen eingesetzt werden, da dort in der Regel ein höheres Schüleraufkommen als bisher entsteht und sich damit ein höheres Stundensoll ergibt. Die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen wird die Verwaltung unmittelbar nach Vorlage des Rats-beschlusses mit den beteiligten Schulen und Schulsekretärinnen sowie dem Personalrat kommunizieren.

Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 

Die finanziellen Auswirkungen sind in Ziffer 4 des Beschlussvorschlages und in Anlage 7 dargestellt.

 

Anlagen:

Anlagen:

 

1.    Verzeichnis der Abkürzungen

2.    Mittel- und Langfristige Schülerprognose in den Grundschulbezirken

3.    Entwicklung und Prognose der Übergangsquoten

4.    Klassenfrequenzrichtwerte

5.    Ermittlung des Unterrichtsraumbedarfes nach Schulformen

6.    Planungsvorschläge mit Raumbedarfsberechnungen

7.    Finanzübersicht

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Abkürzungsverzeichnis (19 KB) PDF-Dokument (3 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich Schülerprognose (32 KB) PDF-Dokument (11 KB)    
Anlage 3 3 öffentlich Übergangsquoten (32 KB) PDF-Dokument (11 KB)    
Anlage 4 4 öffentlich Klassenfrequenzrichtwerte (19 KB) PDF-Dokument (5 KB)    
Anlage 5 5 öffentlich Raumfaktoren (41 KB) PDF-Dokument (19 KB)    
Anlage 6 6 öffentlich Planungsvorschläge (105 KB) PDF-Dokument (59 KB)    
Anlage 7 7 öffentlich Finanzübersicht (19 KB) PDF-Dokument (5 KB)