Vorlage - 4280/14

Betreff: Variantenuntersuchung zur Ausbildung der Knotenpunkte im Rahmen der Maßnahme "Vierstreifiger Ausbau der Nord- Süd- Straße"
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Federführend:66-Tiefbauamt-   
Beratungsfolge:
Ortsrat der Ortschaft Nord Vorberatung
02.06.2004 
22.öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft Nord abgelehnt   
Ortsrat der Ortschaft West Vorberatung
10.06.2004 
15. öffentliche Sitzung des Ortsrates der Ortschaft West abgelehnt   
Bauausschuss Vorberatung
16.06.2004 
25. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bauauschusses ungeändert beschlossen   
Finanzausschuss Vorberatung
17.06.2004 
50. Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Finanzausschusses ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Entscheidung
22.06.2004      geändert beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Dem Planfeststellungsverfahren für den vierstreifigen Ausbau der Nord- Süd- Straße im Bereich des Knotenpunktes K12 / L636 ist die aus dem Variantenvergleich des Ingenieurbüros Pabsch & und Partner als insgesamt vorteilhafteste hervorgegangene Lösung, das “halbe Kleeblatt” (Variante 4), zugrunde zu legen.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

 

Mit Beschluss vom 24.02.2004 hat der Verwaltungsausschuss die Verwaltung damit beauftragt, mit den Ingenieurbüros Pabsch & Partner, Hildesheim und der  Planungsgemeinschaft LaReG, Braunschweig Ingenieurverträge für den vierstreifigen Ausbau der Nord-Süd-Straße abzuschließen.

Dies ist zwischenzeitlich geschehen.

In einem ersten Schritt hat das Büro Pabsch & Partner eine Variantenuntersuchung für die von dem Ausbau betroffenen Knotenpunktsbereiche durchgeführt und verschiedene plangleiche und planfreie Knotenpunktformen bewertend mit einander verglichen.

Die untersuchten Varianten sind dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Die Untersuchung ist in enger Abstimmung mit dem Straßenbauamt Wolfenbüttel (Straßenbaulastträger für die L 636 bzw. L 670) erfolgt. Die Beschreibung der Varianten erfolgt aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Ausschusssitzungen.

Ziel ist es, auf Basis dieser Untersuchung und mit Mandat der städtischen Selbstverwaltungsgremien die Planfeststellungsunterlagen für den vierstreifigen Ausbau der K12 nebst geeignetem Lösungsvorschlag für den Knotenpunkt K12/L636 aufzustellen und das Planfeststellungsverfahren im 4. Quartal d.J. zu beantragen.

Der Knotenpunkt K12/L670 sowie der südlich anschließende Ausbaubereich der Nord-Süd-Straße befinden sich in der Baulast des Landes Niedersachsen. Dieser Bereich bleibt daher einem späteren Planfeststellungsverfahren durch die Straßenbauverwaltung des Landes vorbehalten, die ihre Entwurfsarbeiten gem. Schreiben von Herrn Minister Hirche vom 12.06.2003 in Abstimmung auf die finanziellen Mittel mittelfristig aufnehmen wird. Der städtische Ausbauabschnitt wird deshalb im Bereich der Einmündung der L 670 zunächst an die vorhandene Kreuzungssituation angeschlossen.

In Abstimmung mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr war dem nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz förderfähigen Ausbau des städtischen Abschnittes im Zuge der K12 Priorität eingeräumt worden. Inzwischen liegt der Bescheid vom 29.04.2004 über die Aufnahme des Projektes “Ausbau der Nord-Süd-Straße (2.BA)” in das Mehrjahresprogramm nach § 5 GVFG vor. Das Projekt soll danach in den Jahren 2007 – 2001 mit Zuwendungen in Höhe von 65% der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden.

Gleichwohl wurde in Abstimmung mit dem SBA Wolfenbüttel eine Variantenuntersuchung auch für den Knotenpunkt K12/L670 im Bereich der Straßenbaulastgrenze durchgeführt. Bei den untersuchten Knotenpunktlösungen handelt es sich um die selben Formen wie beim Knotenpunkt K12/L636, so dass hierfür keine gesonderte Anlage beigefügt wurde.

 

 

 

 

 

Variantenvergleich

Die Varianten wurden nach denen in der Tabelle 1 dargestellten Zielfeldern und Bewertungskriterien in einem 3-stufigen Verfahren bewertet und verglichen.

Tab. 1

Dabei wurden im ersten Untersuchungsschritt zunächst alle Varianten unter dem Gesichtspunkt der Funktionsfähigkeit (Leistungsfähigkeit, Verkehrssicherheit) mit einander verglichen. Die Varianten, bei denen diese Kriterien als erfüllt angesehen wurden (1,3,4,5,6), wurden im zweiten Schritt unter den Gesichtspunkten Verkehrsablauf und Umweltverträglichkeit verglichen. Die übrig gebliebenen Varianten (4 und 5) für den Knoten K12/ L636 wurden im letzten Schritt hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit verglichen. Diese Ergebnis ist in Tabelle 2 dargestellt:

Tab. 2

Kosten

Variante 4
(halbes Kleeblatt)

Variante 5
(Parallelrampen)

Baukosten

2.538.000

2.444.350

Grunderwerbskosten

111.000

121.650

Gesamtkosten

2.649.000

2.566.000

 

Der Gutachter kommt nach Abwägung aller Kriterien zu dem Ergebnis, dass die höhengleichen Varianten nicht die zum Erreichen des Planungszieles erforderlichen Bewertungskriterien erfüllen. Die Abwägung der verbliebenen planfreien Varianten unter den Kriterien Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit ergab, trotz geringfügig höherer Baukosten insbesondere wegen der geringeren Flächeninanspruchnahme, einen leichten Vorteil zugunsten der Variante 4 (halbes Kleeblatt). Die in der Tabelle 2 dargestellten Kosten für die Variante 4 (2,65 Mio€) bewegen sich im Rahmen der dem erteilten Ingenieurvertrag zugrunde liegenden Investitionskosten.

Zum selben Ergebnis kam der Variantenvergleich für den Knotenpunkt K12/L670. Für das SBA Wolfenbüttel stellt auch hier die Knotenpunktform des sog. halben Kleeblattes die vernünftigste Knotenpunktform dar. Die Landesdienststelle wird im Rahmen der von ihr zu gegebener Zeit aufzustellenden Planfeststellungsunterlagen diese Knotenpunktlösung zum Bestandteil der Planfeststellungsunterlagen machen. Sollte aufgrund der z.Zt. laufenden Bemühungen des SBA Wolfenbüttel eine frühzeitigere Bereitstellung von Investitionsmitteln seitens der Landesregierung möglich werden, wäre auch eine Integration des Knotenpunktes K12/L670 in das Planfeststellungsverfahren der Stadt und damit eine schnellere Realisierung denkbar.

Die einzelnen Schritte des umfangreichen und detaillierten Variantenvergleichs werden im Rahmen der Ausschusssitzungen eingehend erläutert werden.

 

 

                                     

Anlagen:

Anlagen:

 

Übersichtslageplan

Darstellung der Knotenpunktvarianten 1 bis 6 für den Knoten K12/L636